Tamron und der Grauimport

Globalisierung findet Tamron natürlich toll, kann man doch in Niedriglohnländern billig produzieren lassen und in Hochlohnländern teuer verkaufen.

Die Freude über die Globalisierung endet dort, wo Versandhändler nicht mehr bei Tamron Europe einkaufen, sondern sich auf dem Weltmarkt – der ja angeblich so liberalisiert sein soll – zu günstigeren Preisen eindecken und diesen Preisvorteil dann (zumindest teilweise) an die Endkunden weitergeben.

Dann wird die juristische Keule ausgepackt, der entsprechende Händler abgemahnt, vor Gericht gezerrt und gründlich ausgenommen. Kann ja nicht sein, dass da jemand das einträgliche Geschäft stört.

Aus der Tamron-Pressemeldung:

Nachdem die TAMRON Europe GmbH als alleiniger Importeur der TAMRON-Produkte mit Hilfe von Testkäufen feststellte, dass der [..] Ware in Deutschland vertreibt, die er nicht von uns bezogen hat, hat TAMRON Europe GmbH [..] eine einstweilige Verfügung [..] erwirkt, die es [..] verbietet, bei Vermeidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu EUR 250.000,00 mit der Marke „TAMRON“ gekennzeichnete Fotoobjektive in der Bundesrepublik Deutschland einzuführen und zu vertreiben, soweit es sich nicht um Ware handelt, die vom Markeninhaber oder mit seiner Zustimmung in den europäischen Verkehr gebracht worden ist.

Bei dem pöhsen Grauimporteur handelt es sich um die Firma essential-systems, bei der ich mir gerade überlege, sie bei meinen Einkäufen verstärkt zu berücksichtigen.

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