Zahl des Tages: 200

200 Künstler und Angehörige der Kreativwirtschaft schreiben einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin und schon einen tag später reagiert sie in ihrem Podcast darauf und erklärt den Kampf gegen Raubkopien und illegale Downloads zur Chefsache.

Schade eigentlich, dass sich die 2,6 Millionen Kinder, die in Deutschland unter der Armutsgrenze leben es sich nicht leisten können, auch mal einen offenen Brief ganzseitig z.B. in der FAZ zu veröffentlichen, liegt doch ihr Vermögen ganz sicher unterhalb dem der 200 Angehörigen der Kreativwirtschaft. Einmal Chefsache zu sein, wäre sicher ein guter Weg, etwas an den Ursachen zu ändern.

Natürlich sind Urheberrechtsverletzungen (die mit Raub allerdings nicht zu tun haben) strafbar und natürlich entstehen im Bereich der Musikindustrie große Einnahmeverluste durch Urheberrechtsverletzungen, wenn man sich allerdings mal ansieht, was die aktuelle Regierung zur Verbesserung der Situation der Urheberrechts-Verwerter (um die originären Urheber geht es in den ganzen Gesetzen nie, es geht um die Rechteverwerter) und der Situation armer Kinder getan hat, dann kommt man zum Schluß, das die Verwertungsindustrie einen erheblich höheren Stellenwert hat.

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