Der Kampf gegen Kinderpornographie

wird zu einem Kampf gegen diejenigen, die sich herausnehmen, die Sperrlisten der Länder zu veröffentlichen, in denen es bereits Sperrlisten gibt. Diese Listen sind selbstverständliche geheim, sonst könnte man ja prüfen, was sich auf den Listen befindet und man könnte sich fragen, warum die Domains auf diesen Listen, die in Deutschland gehostet werden, auch noch über 1 Jahr nach ihrer Aufnahme in diese Listen online sind.

Man könnte sich fragen, ob die deutsche Polizei einfach keine Zeit hat, sich dieser Domains anzunehmen.

Die Antwort ist vermutlich ja, die StA und die Polizei haben wichtigeres zu tun, unter anderem beim Domaininhaber von wikileaks.de (wo die Sperrlisten einsehbar sind) wegen Gefahr im Verzug (das sind die, für die man keinen Richter braucht) eine Hausdurchsuchung wegen „Verbreitung pornographischer Schriften“ durchzuführen.

Ist natürlich peinlich für die Strafverfolgungsbehörden, dass öffentlich wird, dass in Deutschland 17 Domains gehostet werden, die auf der finnischen Kinderpornosperrliste stehen, ohne dass irgendetwas geschieht. Da folgt man doch lieber dem Vorbild, welches die Bundesfamilienministerin von der Leyen gibt. Wenn man die Augen (der Öffentlichkeit) vor den Fakten verschliesst, dann sind sie auch nicht da.

Statt etwas gegen die schlechten Nachrichten zu tun, köpft man lieber deren Überbringer. Das hilft natürlich keinem einzigen missbrauchten Kind, aber man kann politische Zeichen setzen, das scheint irgendwie wichtiger zu sein, sind ja schliesslich Wahlen dieses Jahr.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.