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	<title>Kommentare zu: Jusos erstaunen mich immer wieder</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>Von: schritter</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/05/jusos-erstaunen-mich-immer-wieder/comment-page-1/#comment-38924</link>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 11:39:36 +0000</pubDate>
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		<description>Ok, das klingt immerhin schon ein bisschen anders, aber ob es dadurch viel besser wird?
 
Nehmen wir mal Deutschland. Der Durchschnittsverdienst eines vollzeitbesch&#228;ftigten Bundesb&#252;rgers betr&#228;gt in Deutschland (laut statistischem Bundesamt) 3.064 Euro brutto. Das heisst, wir w&#252;rden auf einen Mindestlohn von 1840 EUR kommen.
 
Wenn man einen reinen Dienstleistungsbetrieb nimmt, dann kommen auf den Arbeitgeber pro Jahr Kosten in H&#246;he von rund 27&#039;000 EUR zu. Wenn die nachgefragte Dienstleistung bei einem Endkunden anf&#228;llt, dann kommt noch die Mehrwertsteuer in H&#246;he von 19% dazu und wir sind bei 32&#039;000 EUR, die der Arbeitnehmer in seiner Jahresarbeitszeit von rund 1&#039;700 Stunden erwirtschaften muss.

Das macht dann einen Mindeststundenlohn (f&#252;r den Kunden) von 20 EUR (nicht mitgerechnet die Tatsache, dass in einer Firma nicht alle &quot;produktiv&quot; sind, wie z.B. Personalabteilung, Dinge wie Steuerberater, der die Lohnbuchhaltung macht, die Tatsache, dass unter Umst&#228;nden Arbeitsmaterial angeschafft werden muss, die Firma auch eine Nicht-100%-Auslastung abfedern muss, die Firma keine Schulden hat, f&#252;r die Zinsen anfallen ...)
Realistisch sind wir dann bei einem altruistischen Chef, der keinen Cent f&#252;r sich will, bei einem Stundenlohn von mindestens 25-30 EUR. Das ist ungef&#228;hr mein Nettostundenlohn, daf&#252;r kann ich meinen Rasen auch selbst m&#228;hen.
Der Kinobesuch schl&#228;gt dann alleine f&#252;r den Babysitter mit ca. 90-120 EUR zu Buche.

Das einzige was durch die Einf&#252;hrung eines solchen Mindestlohnes passieren wird ist ein weiteres Aufbl&#252;hen der Schattenwirtschaft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, das klingt immerhin schon ein bisschen anders, aber ob es dadurch viel besser wird?</p>
<p>Nehmen wir mal Deutschland. Der Durchschnittsverdienst eines vollzeitbesch&#228;ftigten Bundesb&#252;rgers betr&#228;gt in Deutschland (laut statistischem Bundesamt) 3.064 Euro brutto. Das heisst, wir w&#252;rden auf einen Mindestlohn von 1840 EUR kommen.</p>
<p>Wenn man einen reinen Dienstleistungsbetrieb nimmt, dann kommen auf den Arbeitgeber pro Jahr Kosten in H&#246;he von rund 27&#8217;000 EUR zu. Wenn die nachgefragte Dienstleistung bei einem Endkunden anf&#228;llt, dann kommt noch die Mehrwertsteuer in H&#246;he von 19% dazu und wir sind bei 32&#8217;000 EUR, die der Arbeitnehmer in seiner Jahresarbeitszeit von rund 1&#8217;700 Stunden erwirtschaften muss.</p>
<p>Das macht dann einen Mindeststundenlohn (f&#252;r den Kunden) von 20 EUR (nicht mitgerechnet die Tatsache, dass in einer Firma nicht alle &#8220;produktiv&#8221; sind, wie z.B. Personalabteilung, Dinge wie Steuerberater, der die Lohnbuchhaltung macht, die Tatsache, dass unter Umst&#228;nden Arbeitsmaterial angeschafft werden muss, die Firma auch eine Nicht-100%-Auslastung abfedern muss, die Firma keine Schulden hat, f&#252;r die Zinsen anfallen &#8230;)<br />
Realistisch sind wir dann bei einem altruistischen Chef, der keinen Cent f&#252;r sich will, bei einem Stundenlohn von mindestens 25-30 EUR. Das ist ungef&#228;hr mein Nettostundenlohn, daf&#252;r kann ich meinen Rasen auch selbst m&#228;hen.<br />
Der Kinobesuch schl&#228;gt dann alleine f&#252;r den Babysitter mit ca. 90-120 EUR zu Buche.</p>
<p>Das einzige was durch die Einf&#252;hrung eines solchen Mindestlohnes passieren wird ist ein weiteres Aufbl&#252;hen der Schattenwirtschaft.</p>
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		<title>Von: Christian S.</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/05/jusos-erstaunen-mich-immer-wieder/comment-page-1/#comment-38923</link>
		<dc:creator>Christian S.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 09:26:23 +0000</pubDate>
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		<description>Wie a.a.O. gesagt: ein Missverst&#228;ndnis:

&quot;Die SPD-Europaabgeordneten setzen sich f&#252;r angemessene Mindestl&#246;hne in allen EU-Mitgliedstaaten ein. Deshalb fordern wir verbindliche EU-Vorgaben, um sicherzustellen, dass Mindestl&#246;hne mindestens 60% der jeweiligen nationalen Durchschnittsl&#246;hne betragen. Zusammen mit der Sozialdemokratischen Fraktion im Europ&#228;ischen Parlament, der Sozialdemokratischen Partei Europas und den europ&#228;ischen Gewerkschaften wollen wir die Sicherung der Rechte von Arbeitnehmer/innen in Europa zum zentralen Punkt der &#246;ffentlichen Auseinandersetzung machen.&quot;

http://www.spd-europa.de/politik/positionspapiere/mindestlohn.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie a.a.O. gesagt: ein Missverst&#228;ndnis:</p>
<p>&#8220;Die SPD-Europaabgeordneten setzen sich f&#252;r angemessene Mindestl&#246;hne in allen EU-Mitgliedstaaten ein. Deshalb fordern wir verbindliche EU-Vorgaben, um sicherzustellen, dass Mindestl&#246;hne mindestens 60% der jeweiligen nationalen Durchschnittsl&#246;hne betragen. Zusammen mit der Sozialdemokratischen Fraktion im Europ&#228;ischen Parlament, der Sozialdemokratischen Partei Europas und den europ&#228;ischen Gewerkschaften wollen wir die Sicherung der Rechte von Arbeitnehmer/innen in Europa zum zentralen Punkt der &#246;ffentlichen Auseinandersetzung machen.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.spd-europa.de/politik/positionspapiere/mindestlohn.html" rel="nofollow">http://www.spd-europa.de/politik/positionspapiere/mindestlohn.html</a></p>
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