Ehegattensplitting, Jusos, Malle und Male

Da den Jusos der Wegfall des Ehegattensplittings so am Herzen liegt, mir aber leider keiner auf (am Anfang noch durchaus höfliche) Fragen geantwortet hat, versuche ich es einfach mal hier und hoffe, dass ich mit den richtigen Keywords, also Ehegattensplitting, Wegfall und Jusos bei google ein wenig nach oben rutsche und sich ein antwortwilliger Juso hier in den Kommentaren verewigt.

Also:

Könnte mir irgendein Juso mal bezüglich des Ehegattensplittings die Frage beantworten, inwieweit eine Familie, in der die Einkommensverteilung 35’000 – 15’000 EUR beträgt, finanziell leistungsfähiger ist als eine Familie, in der die Einkommensverteilung 25’000 – 25’000 EUR beträgt?

Ich weiss nämlich momentan nicht, ob ihr das Ehegattensplitting einfach nicht verstanden habt, oder ob ihr der Meinung seid, der besserverdienende Ehepartner würde sein Einkommen horten, während der schlechter verdienende Teil darben muss. Die reiche leitende Angestellte fliegt alleine nach Male, für ihren Mann und die Kinder reichts nur für Malle?

Wenn Ihr schon beim antworten seid, könntet Ihr mir dann auch noch mitteilen, wie Ihr zum Versorgungsausgleich steht (zur Not mal schnell goggeln, was das eigentlich ist). Dadurch würde (bei langer Ehedauer und unterschiedlichem Einkommen) bei Wegfall des Ehegattensplittings ein geschiedenes Ehepaar besser gestellt als ein verheiratetes.

Und am Schluß noch eine kleine Frage, was Ihr mit den Mehreinnahmen machen wollt?

  • Allgemein die Steuerlast senken, was dann hauptsächlich den Alleinstehenden zu Gute kommt?
  • Lustige Programme für Familien auflegen, die von genau diesen bezahlt wurden?
  • Endlich jemanden bezahlen, der Euch deutsches Steuer- und Sozialabgabenrecht beibringt? (gut, da bräuchte man die Mehrerlöse aus 2 oder 3 Jahren, aber es wäre gut angelegt).

5 Gedanken zu „Ehegattensplitting, Jusos, Malle und Male“

  1. Wer provoziert, interessiert…
    Gibt es eigentlich auch einen Zynismus-Algorithmus bei Google? Falls ja, Du rutschst sehr weit nach oben. Falls nicht, wäre doch eine tolle Idee, die man sich in 4 Jahren für 6,8 Mrd. USD von irgendwem abkaufen lassen könnte.

  2. Ihr seid keine Jusos, von daher müssen wir

    leider zwei Punkte abziehen

    aber der Beitrag ist ja noch jung. Ihr dürft sie nur nicht verscheuchen. Manchmal gleichen Jusos ihrem Lieblingsfeindbild, dem Kapital und meiden das Licht wie ein scheues Reh.
    (Das sollte auf der nach oben offenen Zynismus-Skala immerhin für den orangenen Bereich sorgen).

  3. Bitte verschiedene Ebenen trennen:

    Das Ziel ist natürlich nicht, Steuern für Familien zu erhöhen. Das ist klar.

    Gleichzeitig sind wir uns wahrscheinlich einig, dass das Ehegattensplitting in der derzeitigen Form ein Relikt der Vergangenheit ist, da es tendenziell Frauen in die Rolle es Heimchens am Herd drängt.

    Ehegattensplitting abschaffen, alle Familien fördern. Das ist logisch, konsequent und gerecht.

  4. Och komm, das war doch eine einfache Frage:
    Ist jetzt eine Familie mit unterschiedlichem Ehegatteneinkommen leistungsfähiger?

    Ich bin im übrigen nicht der Meinung, dass das Ehegattensplitting ein Relikt der Vergangenheit ist. Gerade in der heutigen Situation, in der die Arbeitsstelle auch bei grossen Unternehmen nicht mehr die Sicherheit hat, die sie in den 60er und 70er teilweise noch hatte, wird es immer häufiger, dass zeitweise nur ein Ehepartner ein Einkommen hat. Hinzu kommt noch die Kürzung von ALG-I-Ansprüchen auf 12 Monate.

    Bei ALGII wird davon ausgegangen, dass derjenige, dessen Partner ausreichend verdient, keinen Anspruch auf Leistungen hat, was meines Erachtens richtig ist. Wenn es nach den Jusos geht, dann schlägt sich diese Unterhaltsleistung allerdings nicht in einer niedrigeren Steuer nieder. Diejenige, die als verheiratete Filialleiterin ihren in der Umschulung befindlichen Gatten unterstützt bzw. mitversorgt, soll Eurer Meinung nach genausoviel Steuern zahlen wie die ledige Filialleiterin.

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