Offene Wetten zur Bundestagswahl

So, man muß sich auch mal was trauen, aus diesem Grund biete ich zum Ausgang der Bundestagswahl folgende Wetten an:

  1. Die CDU erreicht in Ba-Wü mindestens 6 Überhangmandate
  2. Die SPD erreicht in Ba-Wü mehr als 26%
  3. Die Grünen können werden [geändert nach Hinweis] in Ba-Wü mindestens einen Direktsitz gewinnen

Wetteinsätze werden in den Kommentaren gerne angenommen.

Disclaimer:

Ich gehe nicht davon aus, dass es sich bei dieser Wette um ein verbotenes Glücksspiel gem. § 284 StGB handelt. Mein Schönke/Schröder meint dazu:

Spiel und Wette haben gemeinsam, dass Gewinn und Verlust von streitigen oder ungewissen Ereignissen abhängig gemacht werden. Das kennzeichnende Unterscheidungsmerkmal ist nach der heute durchaus hM der Vertragszweck: Zweck des Spieles ist Unterhaltung oder Gewinn; Zweck der [straffreien] Wette die Bekräftigung eines ernsthaften Meinungsstreites.

7 Gedanken zu „Offene Wetten zur Bundestagswahl“

  1. 1+2 kann ich nicht beurteilen.
    Bei 3. halte ich dann dagegen, wenn Du anstatt „können“ werden meinst- Vorschlag:
    wer verliert, gewinnt für sein Gegenüber einen Artikel im Weblog des Verlierers, dessen sichtbarer Anteil auf einem 19″-Standard-Bildschirm ca. 50% in der Höhe einnimmt und keine Parteiwerbung, auch nicht in grafischer Form, enthält, dabei aber ruhig insgesamt länger sein darf asl der von der Startseite aus sichtbare Bereich und mindestens vom Gegenüber frei kommentierbar ist.
    Topp?

  2. ‚werden‘ war gemeint. Wette angenommen 🙂
    Rein aus Interesse: Bist du der Meinung, dass sich die Grünen-Wähler am Ende dann doch für den SPD-Kandidaten entscheiden werden (weil man das immer schon so gemacht hat), oder gehst Du davon aus, dass sich das Lager links der CDU (linkes Lager will ich das ja nicht unbedingt nennen) so verzettelt, dass am Ende jeweils der CDU-Kandidat trotz schlechtem Ergebnis die Nase ein wenig weiter vorn hat?

  3. 1. Ich rechne fest mit 36 Direktmandaten für die CDU, damit daraus weniger als 6 Überhangmandate werden, müsste die CDU schon auf über 38% der Zweitstimmen kommen. Danach sieht es laut der letzten Umfrage für BW aber nicht aus. Hier würde ich zustimmen, die CDU wird mindestens 6 Überhangmandate in BW bekommen.

    2. Das sehe ich völlig anders. Vor vier Jahren haben die Umfrageinstitute das Ergebnis der SPD in ihren letzten Umfragen recht gut getroffen. Sie lagen nur beim Ergebnis der Union deutlich daneben. Die letzten Umfragen für die kommende BTW sehen 25 bis 26% für die SPD im Bund voraus. In BW wird die SPD aber sehr wahrscheinlich 4 Prozentpunkte unter ihrem Bundesergebnis liegen. Selbst wenn die SPD bei der Bundestagswahl auf Bundesebene noch auf 28% kommen sollte (woran ich nicht glaube), dann wären es in Baden-Württemberg nicht mehr als 24% für die SPD. Die SPD wird in Baden-Württemberg auf gar keinen Fall auf über 26% kommen.

    3. Hoffnungen machen sich die Grünen wohl in Freiburg mit Kertin Andreae und in Stuttgart I mit Cem Özdemir. In Stuttgart I hatten die Grünen bei der letzten BTW 17,2%. Möglich, dass ihr Anteil auf 22% steigt. Vielleicht wählen alle Grünen mit ihrer Erststimme auch Cem Özdemir. Die SPD wird in dem Wahlkreis keine 25% der Zweitstimmen mehr bekommen. Damit Cem Özdemir auf über 35% der Erststimmen kommt, müsste mehr als die Hälfte der SPD Wähler ihn mit der Erststimme wählen. Das glaube ich nicht. Dafür wählen sicher viel zu viele SPD Wähler einfach mit Erst- und Zweitstimme immer ihre gleiche Partei, allein schon aus Gewohnheit. Ich bin mir auch sicher, dass es trotz dem Werben der Grünen um die Erststimme immer noch eine ganze Reihe von Grünen Wählern gibt, die ihre Erststimme Ute Vogt geben werden. Ich bin mir sehr sicher, dass die CDU das Direktmandat in Stuttgart I holt. Das würde sie aber auch holen, wenn die Grünen dazu aufrufen würden mit der Erststimme Ute Vogt zu wählen. Es schadet also nicht, dass Cem Özdemir um die Erststimme wirbt.

    In Freiburg kämpft Kerstin Andreae um die Erststimme. Das bringt Gernot Erler ein wenig in Bedrängnis. Beim letzten mal wählten die Grünen zur Hälfte mit der Erststimme Gernot Erler. Wenn nun sämtliche Grünen mit ihrer Erststimme die eigene Kandidatin wählen, dann könnte es für Gernot Erler eng werden und Daniel Sander ist der lachende Dritte. Das könnte das 37. Direktmandat der CDU werden. Kerstin Andreae selbst hat meiner Meinung nach überhaupt keine Chance auf das Direktmandat. Dafür müsste die SPD ihre Anhänger schon dazu aufrufen ihr die Erststimme zugeben. Wenn ich das richtig mitbekommen haben unterstützt auch bundespolitische Politprominenz der SPD Gernot Erler im Kampf um die Erststimmen.

    Ich bin mir sehr sicher, dass die Grünen in Baden-Württemberg kein Direktmandat erobern werden. Wobei ich das Cem Özdemir schon sehr wünschen würde.

  4. Ich kann die Wetten ja nicht so sicher machen, dass keiner drauf einsteigt 🙂

    Ich weiß auch nicht, ob ich mich bei den SPD-Wählern einfach täusche (ich bin wahrlich kein SPD-Anhänger), oder ob da in den letzten Tagen nicht doch noch soviel mobilisiert werden kann, dass der Abstand zur CDU verringert werden kann.

    Die Grünen in Freiburg waren bei den letzten 3 Wahlen (Landtagswahl 2006, Kommunal- und Europawahl 2009) 2x weit vor der SPD (vor der CDU übrigens auch) und nur 1x knapp dahinter.
    Da die Grünen nicht mehr in einer Koalition mit der SPD sind, Gernot Erler sowieso über die Landesliste einziehen wird (Platz 2), wird manch einer sein Kreuz bei Kerstin Andreae machen (ich weiß, sie ist auch über die Landesliste abgesichert).
    Für die Grünen-Wähler geht es darum, ob sie auf alle Fälle ein weiteres Überhangmandat für die CDU verhindern (und Gernot Erler wählen), oder ob sie vielleicht ein weiteres Überhangmandat der CDU verhindern und der zweite grüne Wahlkreis werden (und Kerstin Andreae wählen).

    So beliebt scheint Daniel Sander bei der CDU in Freiburg übrigens nicht zu sein, ich rechne mit einem schlechteren Erststimmenergebnis als dem von Cornelia Mayer im Jahr 2005.

  5. Ich gebe der der/dem Grünen jeweils eine 50/50-Chance- das ist wie beim Roulette- eben nicht russisches, sondern schwäbisches Roulette 😉
    Nein, das Problem bei den Gemischt-Wählenden ist doch die vergleichsweise Eindeutigkeit für FDP-Wähler, während Grün- und Linke-Wähler von der SPD im einen Fall 2005, im anderen Fall bereits 2002 veräppelt wurden. So vergesslich sind die Leute nicht- und z. B. in Braunschweig den SPD-Pharma-Besenstiel zu wählen, wird immer mehr Links-Wählern schwer fallen, da kann die Kandidatin noch so sehr mit Photoshop weich gezeichnet und mit dem Pinsel-Werkzeug „geschönt“ werden.

  6. 2 mal lag ich daneben. Bei den Grünen nicht so weit (Cem Özdemir haben nur 4,5% gefehlt), bei der SPD allerdings um Welten. 19,3% auf Landesebene hätte ich nicht für möglich gehalten.

    Da nur einer sich getraut hat dagegen zu wetten, bin ich jetzt auch den Artikel gespannt, den ich hier von Nick veröffentlichen darf, muss, soll, werde.

  7. Ja, gerne 🙂
    Wie gesagt ohne Parteiwerbung oder -embleme.
    Wird aller Voraussicht nach etwas Kommunalpolitisches von allgemeiner Wichtigkeit… nicht nur bzgl. Gesetzeslage in Nds. oder LSA.
    Dauert aber noch ein bißchen.
    Hätte es allerdings besser gefunden, wenn ich die Wette verloren hätte 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.