Was man aus Studien herauslesen kann

Ob es Inkompetenz oder Stimmungsmache ist, kann ich nicht mit letzter Sicherheit sagen, vermutlich ist es eine Mischung aus beidem.

Spiegel online, das Qualitätsblatt aus Hamburg nimmt die Forsa-Studie, in der 48% der Eltern angegeben hatten, dass die Kindergelderhöhung nicht direkt für den Nachwuchs ausgegeben wird, zum Anlass, um unter anderem folgendes zu schreiben:

Nicht bestätigt wurde die in der Politik verbreitete Meinung, vor allem ärmere und weniger gut gebildete Familien würden die zusätzlichen Mittel für andere Zwecke einsetzen. Stattdessen gaben vor allem Beamte an, das Geld anderweitig einzusetzen.

Liebe Spiegel-Praktikanten, da hättet ihr bei ein wenig Nachdenken auch selbst draufkommen können.

Das sind nämlich Familien, in denen das Kindergeld sowieso nur den kleineren Teil der Kosten abdeckt, die für das Kind anfallen.

Wenn alle Kosten, die direkt für das Kind anfallen abgedeckt sind und wenn alle Kosten der allgemeinen Lebensführung bereits nicht mehr unter den Begriff „dem Kind zugute kommen“ fallen, dann fällt es schwer, einen allein kindbezogenen, vernünftigen Einsatzzweck für das Geld zu finden.

Wenn ich mir die direkten Kosten für meine Kinder anschaue, dann übersteigt dieser Betrag das Kindergeld bei weitem. Trotzdem mangelt es meinem Kind materiell an nichts wesentlichem. Wenn man die Kinder fragt, fehlt natürlich viel 🙂

Das es Familien gibt, die das Kindergeld nicht benötigen, sollte eigentlich niemanden überraschen. Das man solche Familien eher am oberen Ende des Einkommensspektrums antrifft, auch nicht. Wozu also die Pseudoempörung in Form dieser Schlagzeile?

Eltern wollen Extra-Kindergeld dem Nachwuchs vorenthalten

Liebe Spiegel-Praktikanten,

diese Eltern geben jeden Monat eigenes, selbstverdientes Geld aus, um für ihre Kinder zu sorgen. Vielleicht verringert sich dieser Anteil jetzt ein wenig, vermutlich geht er aber einfach im grossen weissen Rauschen der Familienkasse unter.

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