11 Dinge, die man über mich wissen sollte

Natürlich nur, wenn man auch mit mir kommuniziert, ich bin ja nicht Tokio Hotel (siehe hierzu auch Punkt 5)

Die Wichtigste Maxime im Umgang mit mir

Unterstelle nie Bösartigkeit, was durch Dummheit oder Gedankenlosigkeit hinreichend erklärbar ist.

Gerade in der rein schriftlichen Kommunikation ist es manchmal nicht immer ersichtlich, wie man etwas meint und es fehlt die direkte Rückmeldung, wie es denn angekommen ist.
Sollte ich manchmal den Eindruck erwecken, mit dem Feingefühl einer Horde herangaloppierender Hunnen ausgestattet zu sein, dann ist der wahrscheinliche Grund der, dass ich zuwenig oder das Falsche gedacht habe, bevor ich in die Tasten gegriffen habe. Ich überhole mich nicht nur beim Sprechen manchmal selbst.

Obige Maxime ist in Anlehnung an Ockham’s Razor auch als Hanlon’s Razor bekannt. Die Apostrophe hinter den Namen sind übrigens keine Deppenapostrophe, die Engländer machen das so, auch wenn kein Buchstabe fehlt. Das bringt mich dann auch gleich zu Punkt zwei

Je nach Sichtweise bin ich ein ekliger Besserwisser oder ein adäquater Wikipedia-Ersatz, wenn man mal kein Internet hat

Damals, als der Browser noch Mosaic hieß, twitter mit Vögeln assoziiert wurde1 und Enzyklopädien nicht in der Hosentasche getragen werden konnten, war es sinnvoll, Dinge zu wissen. Nicht, dass es wirklich überlebenswichtig war, zum Beispiel die Hauptstadt Madagaskars zu kennen (auch wenn sich da ein Bundespräsident mal kräftig blamiert hat) oder den Länderfinanzausgleich erklären zu können (auch wenn den scheinbar2 nicht mal bayrische Ministerpräsidenten verstehen), aber wenn auf einer Party mal die Stimmung ins zu Überschwängliche abzugleiten drohte, hatte man gleich ein Thema, um sie wieder abzukühlen. Die Zeiten sind vorbei, heute zückt ja jeder gleich sein Smartphone. Von daher weiß ich, wie sich Dampflok-Heizer bei der Einführung von Dieselloks gefühlt haben müssen, was mich dann auch gleich zu Punkt 3 führt

ich schweife ab

Das passiert mir regelmäßig. Sitzungen an denen ich teilnehme verlängern sich automatisch um eine halbe Stunde, wenn ich das Wort ergreife. Dass das so ist, liegt am nächsten Punkt

ich interessiere mich grundsätzlich für alles

Es gibt keine langweiligen Themen. Es gibt Themen, die langweilig präsentiert werden, es gibt Themen, die aufgrund ihrer Einfachheit auch mit einem einzigen Satz ausreichend behandelt werden könnten, aber wirklich uninteressant finde ich nur ganz wenig. Das da oben ist ein juristisches grundsätzlich, das heißt es sind Ausnahmen möglich, was mich direkt zum nächsten Punkt führt

Ich mag Tokio Hotel nicht und finde alles damit Zusammenhängende in Gänze unspannend

Das hindert mein Umfeld allerdings nicht daran, mir alles zu schicken, zu sagen und vorzuspielen, was mit Tokio Hotel zusammenhängt. Ich bekomme mitgeteilt, dass Tokio Hotel bei den MTV-Latin Awards einen Preis gewonnen haben, welches Bandmitglied  gerade eine neue Frisur hat oder daß sie einen Schulabschluß gemacht haben (mit der Abschlußnote 1,8 falls das jemand wissen will), was dann auch gleich zum nächsten Punkt überleitet

ich bin ganz schlecht im Vergessen

Ich kann mir irgendwie jeden Unsinn merken. Bei ganz wichtigen Dingen haut es manchmal nicht hin, aber sollte jemand wissen wollen, wem Joschka Fischer sein „Mit Verlaub Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch“ entgegengeschleudert hat, kann er mich auch im Funkloch fragen3. All das zusammen bringt mich auf den nächsten Punkt

ich bin in aller Regel nicht nachtragend

Dass ich etwas nicht vergesse bedeutet nicht automatisch, dass ich es dem- oder derjenigen auch noch übelnehme. Außer meiner Schwester, die schon als Kind immer mit mehr Lego gespielt hat als ich, weil sie immer die Farben genommen hat, in denen wir viele Steine hatten. Ich habe dann blau und gelb bekommen, was gerade mal für die Mauer eines ganz kleinen Hauses gereicht hat, von den Dachziegeln ganz zu schweigen, die waren nämlich rot und rot war ihre Farbe (Punkt 3, falls sie sich fragen, was das soll), was dann folgerichtig auf den nächsten Punkt führt

Ich ziehe Dinge oft ins Lächerliche

Je nachdem, wen man über mich fragt, bin ich entweder ironisch, sarkastisch oder zynisch. Ich war nicht immer so, das hat die Welt mit mir gemacht. Zurückblickender Abgrund und so. Was mir tierisch auf die Nerven geht sind Leute, die es eigentlich wissen müssten, es aber nicht tun. Dann flüchte ich mich in den Sarkasmus, um alles irgendwie besser ertragen zu können. Sollte ich also bei Ihnen so auftreten ist das ein Zeichen dafür, dass ich eigentlich eine höhere Meinung von ihnen habe, als sie sie durch ihr Handeln gerade rechtfertigen, was mich direkt auf den drittletzten Punkt führt

ich bin überheblich

Ich lasse jetzt mal den Spruch aussen vor, dass Kompetenz von unten oft mit Arroganz verwechselt wird, weil das zwar stimmt, aber nicht alles erklärt. Die erste Strophe von „you’re so vain“ wurde wirklich für mich geschrieben. Die Erwähnung eines Liedes bringt mich auch schon fast zum Ende

ich liebe Musik

Musik gehört zu meinem Leben und mein Geschmack ist diesbezüglich entweder breit gestreut oder beliebig. Ich tendiere zu ersterem, weil je nach Stimmung Adele und Jule Neigel oder halt Axxis und Metallica. Kommen wir zum Schluß

ich bin eigentlich ziemlich einfach gestrickt

Menschen, die mich näher kennen, werden das bestätigen.

 

  1. bei der falschen Assoziation bezüglich des Substantivs gleich noch mal Punkt 1 lesen []
  2. ich kenne den Unterschied zwischen scheinbar und anscheinend []
  3. Richard Stücklen []

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.