38 – 51st state

Vorbemerkung:
Ich würde ja jetzt etwas über einen weiteren krassen Stilwechsel schreiben, aber dann bekomme ich vermutlich wieder vorgehalten, ich würde Kommentare immer gleich in meinen Blogbeiträgen verarbeiten1.
Und das müsste ich ziemlich wahrscheinlich dann heute Abend ausbaden, wenn es in einem sehr motivierenden aber nichtsdestoweniger sehr bestimmenden Tonfall wieder heißt „ein paar Zentimeter tiefer geht schon noch„.

Und bevor jetzt irgendjemand auch nur im Ansatz irgendetwas denkt wofür er sich früher, hätte er das laut vor seiner Mutter geäussert, den Mund mit Seife hätte auswaschen müssen, möchte ich anfügen, dass es sich um in die Knie gehen handelt.
Halt, legt die Seife noch nicht weg. In die Knie nicht auf die Knie. Ich bin heute Abend nicht bei einer Laienschauspielgruppe, die sich an die Theater-Adaption von „fifty shades of grey“ wagt (wobei jetzt dummerweise mein Kopfkino anfängt, weil ich ein Laienschauspiel-Ensemble und die möglichen Hauptdarsteller des Stücks kenne. Moment.

Tote Ratte, tote Ratte, tote Ratte.

Jetzt. Geht wieder), ich gehe zum Sport. Das einzige, was dabei nackt ist, sind meine Füße und auch nur heute und auch nur ausnahmsweise. Jetzt könnt ihr die Seife weglegen, falls überhaupt noch was davon übrig ist (Ich könnte ein bisschen davon für meine Füße brauchen. Es hieß, ich solle sie vorher waschen). Ich mache Flexibar (das ist das, wo man mit seinen Händen einen Stab zum schwingen bringt) und da ist es ohne Schuhe viel schwieriger das Gleichgewicht zu halten als mit. Meine Trainerin weiß halt ganz genau, wie sie das Letzte aus meinem Körper herauskitzelt. Und es lohnt sich. Während ich früher schon nach fünf Minuten fertig, verschwitzt und nach Atem ringend auf der Matte lag, halte ich heute mindestens eine halbe Stunde durch.

Wer jetzt ganz spontan wieder das Bedürfnis nach einem Stück Seife in sich verspürt, hier liegt noch etwas rum.

Musik, es soll hier doch angeblich um Musik gehen.

Gleich kommt Musik, aber ich muss vorher für die jüngeren Leser (so ab Jahrgang 1990 … Halt, sind die jetzt echt schon 24/25 Jahre alt? Aaaahh) noch was erklären.

Früher (zu der Zeit, als untenstehendes Lied entstand) gab es Musik aus dem Radio, oder man hat sie sich im Laden gekauft, oder man hatte Freunde, die einem Kassetten aufgenommen haben.
Bei den Liedern im Radio gab es das große Problem, dass die ganz oft nicht gesagt haben, wie das Lied heißt. Wer jetzt einwendet, „kein Problem, die haben doch die Playlisten im Internet“ sollte sich kurz vergegenwärtigen, dass es das Internet, so wie wir es heute kennen, Mitte der 80er noch nicht gab. „Ach Gottchen, dann nimm halt Shazam„. Gleiches Thema. Telefone hatten ein Kabel, eine BZT-Zulassung und ein Häkeldeckchen (zumindest das meiner Oma. Ich habe lange gebraucht um festzustellen, dass das da drauf war, damit es „schöner?“ aussieht). Beim Wählen hat es nicht tüdeldü sondern klack-klack-klack gemacht, weswegen findige Kinder auch mit angebrachter Tastensperre (die damals noch physisch mit Schlüssel ans Gerät gehängt wurde) über die Telefongabel wählen konnten, vorausgesetzt der Kumpel hatte eine Telefonnummer mit möglichst niedrigen Ziffern2.

Musik und die Geschichte dazu, Markus. Ja doch, gleich. Ich mach das hier nur noch schnell fertig. Auch so was, was die junge Generation einfach nicht mehr mitbringt. Zeit für eine gute Geschichte. „Für gute Geschichten schon, aber für das hier?„.

Verstanden. Zurück zur Musik.

Es war damals sehr schwer, den Titel eines Lieds herauszubekommen, wenn es nicht die ganze Zeit im Radio gespielt wurde. Und so war es bei mir und „51st state“ auch. Ich glaube, ich habe ein halbes Jahr gesucht, bis ich es ganz am Ende der CD-Verkäuferin meines Vertrauens (damals gab es noch Geschäfte, die Tonträger verkauft haben) vorgesungen habe (also mehr gesummt, von einmal hören kann ich den Text noch nicht). Die kannte es auch nicht, aber da in dem Laden immer mehrere Leute rumgelungert haben (Kleinstadt Mitte/Ende der 80er, wir hatten nichts wirklich anderes spannenderes zu tun) hatte ich Glück und irgendjemand kam mit der Platte um die Ecke. Und bevor ich jetzt auch noch anfange zu erklären, was Schallplatten sind und was es mit 33 und 45 Umdrehungen auf sich hat (nein, erst mal nichts mit dem Alkoholgehalt), werd ich jetzt die Bühne räumen für new model army:

  1. völlig zurecht übrigens []
  2. und für die Klugscheisser unter uns: für die Null musste man 10x klackern []

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.