20 – message in a bottle

Just a castaway, an island lost at sea
Another lonely day, with no one here but me

trifft eigentlich ziemlich gut die Stimmungslage, die ich Ende der 80er bis Mitte der 90er hatte.

Ja, ich kann das völlig problemlos in Dekaden angeben.

Das war auch ungefähr das Jahrzehnt, in dem ich meine Ironie-, Sarkasmus- und Zynismusfähigkeiten zur vollen Reife gebracht habe. Das ist übrigens wie fahrradfahren. Wenn man es einmal gelernt hat, vergisst man es nicht mehr, weshalb ich manchmal auch heute noch aufpassen muss nicht in alte Verhaltensmuster abzurutschen, wenn ich betrunken oder müde bin, Kopfweh habe, oder von Idioten umzingelt bin.

Bei den Idioten ist das nicht weiter schlimm, die haben es erstens oft genug verdient und zweitens bekommen sie es vielfach gar nicht mit. Ausserdem bin ich mittlerweile wieder schnell im wegrennen.

Bei den anderen tut es mir oft schon in dem Moment leid, in dem ich höre, was ich sage. Da ist es dann allerdings oft schon zu spät. Besonders im betrunkenen Zustand artet dann der Versuch zu retten, was eigentlich nicht zu retten ist, in ein völliges Fiasko aus.

Mit ein Grund, warum ich mich grundsätzlich1 nur in Gegenwart von Leuten betrinke, die mir entweder egal sind, oder die mich so gut kennen um zu wissen, dass ich eigentlich nicht der wütend kläffende Terrier bin.

  1. ein juristisches grundsätzlich, das heißt, Ausnahmen sind möglich []

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