#7tage7songs

Wachs.

Aber lassen wir das, es soll ja schliesslich um Musik gehen.

Früher(TM), als Briefe zuerst mit dem Stift zu Papier und dann zu Fuß zum Briefkasten gebracht wurden, der Zusteller für die Brief- und Verbundzustellung noch ein verbeamteter Postbetriebsassistent im nichttechnischen Postverwaltungsdienst war und Freundschaften noch nicht durch Drücken der linken Maustaste sondern Drücken des betreffenden Menschen geschlossen wurden, gab es sie auch schon.
Diese lustigen Kettenbriefchen, die man ganz schnell an mindestens 6 Leute weiterschicken musste, wollte man nicht einen grauenhaften Tod riskieren, oder einen kurzen Hals1.
Weil sich gute Ideen unabhängig von der verwendeten Technik immer durchsetzen, gibt es sowas auch heute noch, wenn auch in angepasster Form.

#7Tage7Songs ist so ein Fall und ich bin zum ersten Mal in meinem Leben nominiert. Also für etwas prinzipiell positives nominiert. Bei der Wahl zum unverständlichsten Blogbeitrag des Jahres oder wenn mal wieder ein Mr. Arroganz erkiest2 werden soll, stehe ich immer mindestens auf der Shortlist.

Meine Nachbarin war der Meinung, dass die 42 Lieder, die ich vor meinem Geburtstag gepostet habe, noch nicht ausreichend waren. Vermutlich hegt sie tief in ihrem Innern die leider vergebliche Hoffnung, dass ich doch wenigstens ein gutes Lied kenne.

Noch kurz die Regel:
Poste an 7 Tagen 7 Lieder, die Dir etwas bedeuten und nominiere eine Person, die das auch machen soll.

Dann mach ich das also ab Morgen.

Irgendwie finde ich das unbefriedigend. Einfach 7 Lieder und 7 Leute. Ich brauche unrealistische Ziele, die den Keim des Scheiterns in sich tragen.

Also aufbohren.

Schaff‘ ich es, dass ich jeweils ein Lied zu einem Menschen finde, das die Grundschwingung meiner Beziehung zu ihm ausdrückt? Das klingt unrealistisch genug, genau das versuch‘ ich.

Schon bei der ersten Person, der ich eine ähnliche Affinität zu Musik unterstelle wie mir, würde ich damit grandios scheitern. Glücklicherweise ist das die Person, die mich nominiert hat. Und da es wie früher beim Fangen ist, dass man denjenigen, der einen abgeklatscht hat, nicht zurückklatschen darf, könnte ich mich eigentlich beruhigt zurücklehnen.

Kann ich aber natürlich nicht.

Deshalb jetzt nur für Dich und weil einer Deiner häufig gebrauchten Sätze ist, ich solle mir nicht so viele Gedanken machen, singt jetzt Colin Hay das Lied overkill:

Ja, ich sehe, wie Du mit den Augen rollst

  1. Pro Beitrag immer mindestens eine Fussnote und mindestens eine Bemerkung die keiner versteht []
  2. von diesem schönen Verb kennen die meisten leider nur noch das Präteritum „erkoren“ []

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.