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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; Vorratsspeicherung</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>Kompetenz bei den Jusos</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 19:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber die F&#228;higkeiten von Juso-Vorstandsmitgliedern, Steuern und Sozialversicherungsbeitr&#228;ge auseinanderzuhalten, hatte ich bereits hier und dort ein wenig geschrieben. Dass eine Promotionsstudentin und Inhaberin des 2. Staatsexamens im Fachgebiet Jura (Frau Drohsel) und ein Diplom-Politologe (Herr B&#246;hning) es nicht schaffen, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bez&#252;glich der Vorratsdatenspeicherung sinnentnehmend zu lesen, macht mich dann aber schon ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber die F&#228;higkeiten von Juso-Vorstandsmitgliedern, Steuern und Sozialversicherungsbeitr&#228;ge auseinanderzuhalten, hatte ich bereits hier und dort ein wenig geschrieben.</p>
<p>Dass eine Promotionsstudentin und Inhaberin des 2. Staatsexamens im Fachgebiet Jura (Frau Drohsel) und ein Diplom-Politologe (Herr B&#246;hning) es nicht schaffen, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bez&#252;glich der Vorratsdatenspeicherung sinnentnehmend zu lesen, macht mich dann aber schon ein wenig betroffen. Bei den Jusos ist zu <a href="http://www.jusos.de/pressemitteilung/2010/03/02/vorratsdatenspeicherung-endlich-gestoppt" target="_blank">lesen</a>:</p>
<blockquote><p>Der Sprecher des Gespr&#228;chskreises Netzpolitik beim SPD-Parteivorstand <strong>Bj&#246;rn B&#246;hning</strong> und die Juso-Bundesvorsitzende <strong>Franziska Drohsel</strong> begr&#252;&#223;en das heute ergangene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Speicherung von Telekommunikationsdaten:</p>
<p>Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellt eindeutig fest: Daten d&#252;rfen nicht auf Vorrat gespeichert werden.</p>
</blockquote>
<p>Vielleicht findet sich ja jemand, der den beiden mal erkl&#228;rt, was das BVerfG in<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html" target="_blank">1 BvR 256/08</a> gemeint hat, als es ziemlich weit oben geschrieben hat</p>
<blockquote><p>Eine sechsmonatige, vorsorglich anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten durch private Diensteanbieter[..] ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar;</p>
</blockquote>
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		<title>Wenn die Feierlaune abgeklungen ist</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 09:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[bundsverfassungsgericht]]></category>
		<category><![CDATA[vorratsdaten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Feierlaune der VDS-Gegner (ich bin &#252;brigens auch einer) ein wenig abgeklungen ist und man sich das Urteil des BVerfG mal n&#228;her durchliest, wird man z.B. auf folgende Passage stossen: Eine sechsmonatige anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten f&#252;r qualifizierte Verwendungen im Rahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr und der Aufgaben der Nachrichtendienste, wie sie die §§ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Feierlaune der VDS-Gegner (ich bin &#252;brigens auch einer) ein wenig abgeklungen ist und man sich das Urteil des BVerfG mal n&#228;her durchliest, wird man z.B. auf folgende Passage stossen:</p>
<blockquote><p>Eine sechsmonatige anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten f&#252;r qualifizierte Verwendungen im Rahmen der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr und der Aufgaben der Nachrichtendienste, wie sie die §§ 113a, 113b TKG anordnen, ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar.</p>
<p>Bei einer Ausgestaltung, die dem besonderen Gewicht des hierin liegenden Eingriffs hinreichend Rechnung tr&#228;gt, unterf&#228;llt eine anlasslose Speicherung der Telekommunikationsverkehrsdaten nicht schon als solche dem strikten Verbot einer Speicherung von Daten auf Vorrat im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.</p>
<p>Eingebunden in eine dem Eingriff ad&#228;quate gesetzliche Ausgestaltung kann sie den Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeitsanforderungen gen&#252;gen.</p>
</blockquote>
<p>Es bleibt spannend.</p>
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		<title>Ja, so wird das wieder was Frau Zypries</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 11:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Unmut]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[lange hatte ich ja geglaubt, die von mir hochgesch&#228;tzte Bundesjustizministerin w&#228;re durch ein Double ausgetauscht worden. Viel zu oft waren in letzter Zeit Worte wie &#8220;Grundrechte, verfassungsrechtliche Bedenken&#8221; und &#228;hnliche T&#228;terschutzworte aus ihrem Mund zu vernehmen. Bei Heise entdecke ich endlich wieder die Frau Zypries, die bei und von Otto Schily gelernt hat. Der Entwurf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>lange hatte ich ja geglaubt, die von mir hochgesch&#228;tzte Bundesjustizministerin w&#228;re durch ein Double ausgetauscht worden. Viel zu oft waren in letzter Zeit Worte wie &#8220;Grundrechte, verfassungsrechtliche Bedenken&#8221; und &#228;hnliche T&#228;terschutzworte aus ihrem Mund zu vernehmen. Bei <a title="heise" href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556" target="_blank">Heise</a> entdecke ich endlich wieder die Frau Zypries, die bei und von Otto Schily gelernt hat.</p>
<blockquote><p>Der Entwurf sehe daher vor, dass es f&#252;r die Strafverfolger m&#246;glich sei, &#8220;in Echtzeit&#8221; direkt beim Provider auf die IP-Adressen der &#8220;Nutzer&#8221; des virtuellen Warnschilds zuzugreifen. Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn nicht nachgewiesen werden k&#246;nne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe.</p></blockquote>
<p>Endlich muss der Angeklagte seine Unschuld beweisen, &#8220;in dubio pro reo&#8221; ist T&#228;terschutz in Reinform.</p>
<p>Weitere Informationen zum aktuellen Gesetzgebungsverfahren finden sich unter</p>
<p><a href="http://www.sattelbach.de/sophie/protokoll.html">http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/plenarprotokolle/index.html</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Artikel 20 III Grundgesetz</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2008/09/17/artikel-20-iii-grundgesetz/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 15:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gesetzgebung ist an die verfassungsm&#228;&#223;ige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. Jetzt gehen wir mal davon aus, dass es ein Bundesland gibt, in dem heimlich still und leise und ohne gesetzliche Grundlage an der Ausspionierung von B&#252;rgern gearbeitet wird. Auf Rechnern von Verd&#228;chtigen werden Trojaner installiert, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>Die Gesetzgebung ist an die verfassungsm&#228;&#223;ige Ordnung, <strong>die</strong> <strong>vollziehende Gewalt</strong> und die Rechtsprechung <strong>sind an Gesetz und Recht gebunden.</strong></p>
</blockquote>
<p>Jetzt gehen wir mal davon aus, dass es ein Bundesland gibt, in dem heimlich still und leise und <strong>ohne gesetzliche Grundlage</strong> an der Ausspionierung von B&#252;rgern gearbeitet wird. Auf Rechnern von Verd&#228;chtigen werden Trojaner installiert, die einen Zugriff auch auf verschl&#252;sselte Telefonate erm&#246;glichen.</p>
<p>Ein Schreiben, in dem sich das Staatsministerium in dieser Gelegenheit an die Generalstaatsanw&#228;lte des Bundeslandes wendet, erblickt das Licht der &#214;ffentlichkeit.</p>
<p>Statt Ursachenforschung zu betreiben, wie denn die vollziehende Gewalt ausserhalb des gesetzlichen Rahmens (je nach Meinung auch ausserhalb der verfassungsm&#228;&#223;igen Ordnung) handeln konnte, dreht das entsprechende Ministerium den Spie&#223; um und &#252;bersch&#252;ttet den Ver&#246;ffentlicher des Schreibens (der nicht identisch sein kann mit demjenigen, der es nach au&#223;en getragen hat) mit einer Hausdurchsuchung.</p>
<p>Genauer nachlesen kann man das bei der <a title="Piratenpartei" href="http://piratenpartei.de/node/515" target="_blank">Piratenpartei</a> (bitte nicht vom Namen abschrecken lassen, man kann auch ohne Holzbein, Augenklappe und fluchendem Schulterpapagei Mitglied werden).</p>
<p>Ach so, das Bundesland in dem das ganze spielt ist eines, in dem es laut Ministerpr&#228;sident unproblematisch ist, wenn man nach 2 Litern Biergenu&#223; noch Auto f&#228;hrt.</p>
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		<title>Zahl des Tages: 4</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2008/09/17/zahl-des-tages-4-5/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 14:55:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Zahl des Tages]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch Norwegen scheint nicht vor Datenpannen gefeit zu sein. Heise online berichtet heute: Die norwegische Steuerverwaltung hat versehentlich die ID-Nummern der fast 4 Millionen Steuerpflichtigen des Landes auf CDs an Zeitungsredaktionen geschickt. Da f&#252;hlt man sich so richtig sicher, wenn man bedenkt, was und wo die Bundesrepublik mittlerweile Daten &#252;ber ihre B&#252;rger sammelt, nat&#252;rlich alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Norwegen scheint nicht vor Datenpannen gefeit zu sein. Heise online berichtet heute:</p>
<blockquote>
<p>Die norwegische Steuerverwaltung hat versehentlich die ID-Nummern der fast 4 Millionen Steuerpflichtigen des Landes auf CDs an Zeitungsredaktionen geschickt.</p>
</blockquote>
<p>Da f&#252;hlt man sich so richtig sicher, wenn man bedenkt, was und wo die Bundesrepublik mittlerweile Daten &#252;ber ihre B&#252;rger sammelt, nat&#252;rlich alles nur zu unserem besten.</p>
<p>Diese Daten teilt der Staat aber nicht nur des &#246;fteren unfreiwillig allen mit, die des Lesens m&#228;chtig sind, manchmal macht er es auch freiwillig und &#252;bermittelt in die USA neben anderem auch</p>
<blockquote>
<p>Sowohl die Gewerkschaftszugeh&#246;rigkeit, als auch Daten zum Sexualleben und Informationen zur Rasse oder ethnischen Herkunft einer Person,</p>
</blockquote>
<p>weil es ja</p>
<blockquote>
<p>nicht von vornherein v&#246;llig ausgeschlossen werden [kann], dass etwa relevante Informationen zum Umfeld eines Terrorverd&#228;chtigen auch R&#252;ckschl&#252;sse auf das Sexualleben des Betreffenden zulassen.</p>
</blockquote>
<p>Das stimmt, von vorneherein ausgeschlossen werden kann allerdings fast gar nichts.</p>
<p>Wo diese Dinge eventuell beim Staat gespeichert sind, m&#246;chte die Bundesregierung nicht mitteilen sondern verweist darauf, dass es</p>
<blockquote>
<p>keine spezielle Datei [gibt], in der die sexuelle Orientierung von Einwohnerinnen und Einwohnern gespeichert ist, und es ist auch nicht beabsichtigt, eine solche Datei aufzubauen. Es ist jedoch f&#252;r keine Sicherheitsbeh&#246;rde auszuschlie&#223;en, dass die dort auf der Grundlage der f&#252;r sie geltenden fachgesetzlichen Befugnisse gespeicherten Daten, soweit dies f&#252;r ihre Aufgabenwahrnehmung erforderlich ist, in Einzelf&#228;llen auch Daten umfassen, die R&#252;ckschl&#252;sse auf die sexuelle Orientierung des Betroffenen zulassen. </p>
</blockquote>
<p>Wer das ganze nachlesen will, kann das in der Bundestagsdrucksache <a title="datenpanne" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/095/1609534.pdf" target="_blank">BT 16/9534 </a> tun.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und ganz am Ende noch ein Zitat</p>
<blockquote>
<p>Die Ereignisse von 1933 bis 1945 h&#228;tten sp&#228;testens 1928 bek&#228;mpft werden m&#252;ssen. Sp&#228;ter war es zu sp&#228;t. Man darf nicht warten bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine h&#228;lt keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.</p>
<p align="right">Erich K&#228;stner</p>
</blockquote>
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