<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>... und alle Fragen offen? &#187; Gleichberechtigung</title>
	<atom:link href="http://blog.markus-ritter.de/tag/gleichberechtigung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.markus-ritter.de</link>
	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Jan 2012 14:23:18 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Klientelpolitik</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2011/12/18/klientelpolitik/</link>
		<comments>http://blog.markus-ritter.de/2011/12/18/klientelpolitik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Dec 2011 11:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[gleichstellung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.markus-ritter.de/?p=2443</guid>
		<description><![CDATA[Die Berliner Erkl&#228;rung, in der verschiedene Damen und Herren in einem ersten Schritt f&#252;r eine Quote bei den Aufsichtsr&#228;ten der b&#246;rsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und &#246;ffentlichen Unternehmen ein[treten], die zun&#228;chst mindestens 30 Prozent betragen soll k&#246;nnte mir eigentlich v&#246;llig egal sein. Ich habe weder eine reelle Aussicht, je einen Job als Aufsichtsratsmitglied zu ergattern, noch glaube ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die<a href="http://www.berlinererklaerung.de/" target="_blank"> Berliner Erkl&#228;rung</a>, in der verschiedene Damen und Herren</p>
<blockquote><p>in einem ersten Schritt f&#252;r eine Quote bei den Aufsichtsr&#228;ten der b&#246;rsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und &#246;ffentlichen Unternehmen ein[treten], die zun&#228;chst mindestens 30 Prozent betragen soll</p></blockquote>
<p>k&#246;nnte mir eigentlich v&#246;llig egal sein. Ich habe weder eine reelle Aussicht, je einen Job als Aufsichtsratsmitglied zu ergattern, noch glaube ich, dass sich Frauen in Aufsichtsr&#228;ten grunds&#228;tzlich von M&#228;nnern in Aufsichtsr&#228;ten unterscheiden.</p>
<p>Ein wie auch immer geartetes Zusammengeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl mit meinen Geschlechtsgenossen, von denen dann einige weniger einen Posten als Aufsichtsrat bekommen k&#246;nnten, habe ich auch nicht. Mit meinen Kolleginnen in der Abteilung verbindet mich viel mehr als mit meinem Vorstand, der sich vermutlich eher weniger Gedanken um bezahlbare und verl&#228;ssliche Kinderbetreuung, steigende Sozialabgaben und realen Lohnverlust macht, als wir.</p>
<p>Nichtsdestoweniger m&#246;chte ich ein paar Anmerkungen machen.</p>
<p>Das ist Klientelpolitik in Reinform. Es geht nicht um die 17 Millionen Frauen, die einer Erwerbst&#228;tigkeit nachgehen, es geht hier um vielleicht 500 bis 1&#8217;000 Frauen, die in der Karriereleiter sowieso schon viel h&#246;her gestiegen sind, als alle ihre Geschlechtsgenossinnen und 99,6% aller M&#228;nner.</p>
<p>Es geht nicht darum, dass man f&#252;r die Millionen Elternteile etwas tut, um Familie und Beruf besser in Einklang bringen zu k&#246;nnen, es geht darum, dass gutvernetzte Frauen auch ein St&#252;ckchen vom Kuchen m&#246;chten und am Ende der politischen Karriere ein sch&#246;nes Versorgungsp&#246;stchen.  Es geht den Unterzeichnerinnen der Berliner Erkl&#228;rung n&#228;mlich um Aufsichtsratsposten, nicht um Vorst&#228;nde. Und wer w&#228;re f&#252;r einen Aufsichtsratsposten besser geeignet als eine Politikerin, deren Partei gerade mal eine parlamentarische Auszeit nimmt oder die in der innerparteilichen Gunst gerade nicht hoch genug steht um f&#252;r einen Partei- bzw. Staatsposten in Frage zu kommen.</p>
<p>Aber vermutlich ist das in Ordnung, weil es nicht um b&#246;se Besserverdienende<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2011/12/18/klientelpolitik/#footnote_0_2443" id="identifier_0_2443" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="obwohl die daf&amp;#252;r in Frage kommenden Frauen alle besserverdienend sind">1</a></sup> oder Hoteliers geht, sondern um vom Leben und der Gesellschaft ganz doll benachteiligte Frauen, die man zwar eher in der Reinigungsbranche und beim Friseur trifft als in Vorstandsetagen und den Etagen direkt darunter, aber das ist nur eine l&#228;ssliche Kleinigkeit, die man f&#252;rs Grosse Ganze bereit ist zu &#252;bersehen.</p>
<p>Die <a href="http://www.deutsche-bank.de/ir/de/content/aufsichtsrat.htm" target="_blank">Deutsche Bank</a> hat &#252;brigens momentan im Aufsichtsrat eine Frauenquote von &#252;ber 40%, <a href="http://www.tui-group.com/de/ir/corporate_governance/management/aufsichtsrat" target="_blank">TUI</a> von 19% und <a href="http://www.bmwgroup.com/bmwgroup_prod/d/0_0_www_bmwgroup_com/investor_relations/fakten_zum_unternehmen/aufsichtsrat.html" target="_blank">BMW</a> und <a href="http://investor-relations.lufthansa.com/de/corporate-governance/aufsichtsrat.html" target="_blank">Lufthansa</a> von 15%.</p>
<p>Wenn man sich das <a href="http://dejure.org/gesetze/AktG/101.html" target="_blank">Aktiengesetz</a> und das <a href="http://www.gesetze-im-internet.de/mitbestg/BJNR011530976.html#BJNR011530976BJNG000400319" target="_blank">Mitbestimmungsgesetz</a> anschaut, dann werden Aufsichtsratsmitglieder gew&#228;hlt und nicht von irgendjemand bestimmt. Diese Wahl wird eingeschr&#228;nkt, wenn mindestens 30% der Mitglieder eines Aufsichtsrats zwei X-Chromosomen haben m&#252;ssen. Ich bin gespannt, wie die L&#246;sung dazu aussehen soll.</p>
<p>Sei&#8217;s drum. Ich bastel jetzt auch an einer Erkl&#228;rung</p>
<h3 style="text-align: center;">Sattelbacher Erkl&#228;rung</h3>
<h3 style="text-align: center;">Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Politik</h3>
<p>Obwohl wir &#252;ber 65% der  Wahlberechtigten stellen, liegt unser Anteil bei den Abgeordneten im Bundestag und den Landtagen unter 10%. Dementsprechend sieht dann die Politik aus, von der oft vorgegeben wird, sie sei f&#252;r uns.</p>
<p>Juristen, Beamte und Mitglieder des &#246;ffentlichen Dienstes, Verbandsfunktion&#228;re und eloquente, stromlinienf&#246;rmige Berufspolitiker, die direkt vom H&#246;rsaal in den Plenarsaal gewechselt haben, machen Gesetze, deren Auswirkungen sie nicht betreffen, weil sie in ihrem Leben noch keinen einzigen Tag sozialversicherungspflichtig t&#228;tig waren und Dinge wie betriebsbedingte K&#252;ndigung, Kurzarbeit oder Betriebsverlagerung nur aus Erz&#228;hlungen kennen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2443" class="footnote">obwohl die daf&#252;r in Frage kommenden Frauen alle besserverdienend sind</li></ol>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.markus-ritter.de/2011/12/18/klientelpolitik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frauen,  Wahlen und ketzerische Thesen</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/25/frauen-wahlen-und-ketzerische-thesen/</link>
		<comments>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/25/frauen-wahlen-und-ketzerische-thesen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 10:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kreistagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.markus-ritter.de/2009/06/25/frauen-wahlen-und-ketzerische-thesen/</guid>
		<description><![CDATA[Das statistische Landesamt hat ein Presseheft ver&#246;ffentlicht, in dem es um die &#8220;Pr&#228;senz von Frauen in den Kommunalparlamenten Baden-W&#252;rttembergs&#8221; geht. In den Parlamenten sind Frauen nach wie vor stark unterrepr&#228;sentiert: In das Europ&#228;ische Parlament wurden gut 30 % Frauen gew&#228;hlt, in den Deutschen Bundestag rund 32 % und in den Landtag von Baden-W&#252;rttemberg lediglich knapp [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das statistische Landesamt hat ein <a title="StaLa" href="http://www.statistik-bw.de/Pressemitt/Pressehefte/Frauen_und_Kommunalwahlen.pdf" target="_blank">Presseheft</a> ver&#246;ffentlicht, in dem es um die &#8220;Pr&#228;senz von Frauen in den Kommunalparlamenten Baden-W&#252;rttembergs&#8221; geht.</p>
<blockquote><p>In den Parlamenten sind Frauen nach wie vor stark unterrepr&#228;sentiert: In das Europ&#228;ische Parlament wurden gut 30 % Frauen gew&#228;hlt, in den Deutschen Bundestag rund 32 % und in den Landtag von Baden-W&#252;rttemberg lediglich knapp 24 %. Besonders niedrig sind die Frauenanteile in den Gemeinder&#228;ten und den Kreistagen Baden-W&#252;rttembergs (Anteil in Gemeinder&#228;ten 21 %, Anteil in Kreistagen 15 %)</p></blockquote>
<p>Ohne jetzt wirklich Thesen aufstellen zu wollen:</p>
<p>Der Anteil an Frauen liegt in genau den Parlamenten am niedrigsten, in denen der W&#228;hler nicht vorgefertigte Listen w&#228;hlt, sondern sich seine Favoriten gezielt aus einem breiten Angebot der jeweils bevorzugten Partei herauspicken kann.</p>
<p>Als CDU-W&#228;hler (der ich wirklich nicht bin), hatte ich bei der</p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>Europawahl nur die M&#246;glichkeit, die Landesliste zu w&#228;hlen (mit einem Frauenanteil von 33% auf den vorderen Pl&#228;tzen)</div>
</li>
<li>
<div>Landtagswahl nur die M&#246;glichkeit, den m&#228;nnlichen CDU-Kandidaten auf dem Stimmzettel zu w&#228;hlen</div>
</li>
<li>
<div>Bundestagswahl nur die M&#246;glichkeit, den m&#228;nnlichen Direkt-CDU-Kandidaten zu w&#228;hlen. Da die CDU in Baden-W&#252;rttemberg nie mit Kandidaten von der Landesliste auff&#252;llen darf, war&#8217;s das dann auch bei der Bundestagswahl.</div>
</li>
</ul>
<p>Nur bei den Kommunalwahlen durfte ich mir aus dem CDU-Angebot einzelne Kandidaten herauspicken.</p>
<ul>
<li>In der Stadt Ravensburg standen bei der CDU f&#252;r den Gemeinderat insgesamt 9 Frauen auf der Liste, in den Gemeinderat zogen nur 2 ein, was einem Frauenanteil von 14% entspricht (gegen&#252;ber einem Kandidatinnenanteil von 25%).</li>
<li>F&#252;r den Kreistag standen im Wahlkreis Ravensburg 4 Frauen auf der CDU-Liste, gereicht hat es f&#252;r keine.</li>
</ul>
<p>Das Argument, dass Frauen nur auf schlechten Pl&#228;tzen standen und deshalb nicht gew&#228;hlt wurden, l&#228;sst sich beispielsweise im Wahlkreis Bad Waldsee widerlegen. Dort belegten Frauen die ersten beiden Pl&#228;tze des Stimmzettels. Gereicht hat es dann bei der Wahl nur zu den chancenlosen Pl&#228;tzen 5 und 7 auf der Ergebnisliste.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/25/frauen-wahlen-und-ketzerische-thesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

