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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; intransparenz</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>Dr&#252;ckeberger und Egotrips</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 07:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[alternative Realitäten]]></category>
		<category><![CDATA[intransparenz]]></category>
		<category><![CDATA[untauglich]]></category>

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		<description><![CDATA[Michael Wolffsohn lehrt an der Bundeswehr-Uni in M&#252;nchen &#8220;Neuere Geschichte&#8221;, hat der Welt ein Interview gegeben, &#252;ber das ich gestolpert bin und das ich nicht unkommentiert lassen kann. Tatsache ist, dass derzeit rund 20 Prozent der M&#228;nner eines Geburtsjahrgangs Wehr- und weitere 20 Prozent Zivildienst leisten. Etwa vierzig Prozent setzen sich also auf die eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Michael Wolffsohn lehrt an der Bundeswehr-Uni in M&#252;nchen &#8220;Neuere Geschichte&#8221;, hat der Welt ein <a title="Bundeswehr" href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article4368744/Die-Bundeswehr-ist-eine-Unterschichtenarmee.html" target="_blank">Interview</a> gegeben, &#252;ber das ich gestolpert bin und das ich nicht unkommentiert lassen kann.</p>
<blockquote><p>Tatsache ist, dass derzeit rund 20 Prozent der M&#228;nner eines Geburtsjahrgangs Wehr- und weitere 20 Prozent Zivildienst leisten. Etwa vierzig Prozent setzen sich also auf die eine oder andere Weise f&#252;r die Gemeinschaft ein, w&#228;hrend sechzig Prozent auf den Egotrip gehen k&#246;nnen. [..]</p>
<p>Abiturienten kommen in der Regel aus wohlhabenderen Familien. Sie sind unter Wehrpflichtigen und Offizieren unterrepr&#228;sentiert – auch weil sie sich geschickter dr&#252;cken k&#246;nnen. [..]</p>
<p>Wenn sich sechzig Prozent der m&#228;nnlichen B&#252;rger dieser B&#252;rgerlichkeit entziehen, [..]</p></blockquote>
<p>Eine Tatsache, die auch er akzeptieren k&#246;nnen m&#252;sste, ist, dass die Politik die Ausrichtung der Bundeswehr und damit auch die Anzahl der ben&#246;tigten Grundwehrdienstleistenden festlegt.</p>
<p>Herr Wolffsohn, der an einer Bundeswehruni lehrt, sollte eigentlich die momentane Personalst&#228;rke der Bundeswehr kennen. Falls nicht, findet er sie im PSM 2010.</p>
<p>Kein 19-j&#228;hriger Abiturient hat Einflu&#223; darauf, ob, wie am Ende des kalten Krieg Mitte/Ende der 80er Jahre, 250&#8217;000 GWDL ben&#246;tigt werden, die 15 Monate Grundwehrdienst ableisten, oder wie heute, 40&#8217;000 GWDL, die 9 Monate Dienst ableisten. Die Leute werden nicht mehr gebraucht (was ich grunds&#228;tzlich ja gut finde). Ihnen dann mit Worten wie &#8220;Egotrip&#8221;, &#8220;geschickt dr&#252;cken&#8221; und &#8220;B&#252;rgerpflicht entziehen&#8221; die Schuld daf&#252;r in die Schuhe zu schieben, halte ich f&#252;r ziemlich gewagt.</p>
<p>Was w&#228;re denn, wenn der Jahrgang 1992 (Hilfe, ich werde alt), der jetzt bald zu Musterung ansteht, aus lauter tauglichen M&#228;nnern best&#252;nde, die ihrem Gewissen folgend den Kriegsdienst nicht verweigerten? Wir h&#228;tten rund 380&#8217;000 junge M&#228;nner, von denen laut Bundeswehrplanung nur 45&#8217;000 ben&#246;tigt werden. Was machen wir dann mit dem Rest? W&#228;ren diejenigen 88%, die nicht zum Wehrdienst eingezogen w&#252;rden dann auch auf dem Egotrip?</p>
<p>Die beiden derzeit regierenden Parteien m&#246;chten an der Wehrpflicht festhalten. Statt ihr Programm der Realit&#228;t anzupassen, passen sie die Realit&#228;t ihrem Programm an. Dazu geh&#246;ren neben den immer weiter ausgelegten Regelungen zur Nichteinziehung zum Wehrdienst (3. Bruder, Religionsstudenten, Unterhaltspflichtige, Verheiratete, &#8230;), immer sch&#228;rfer ausgelegte Tauglichkeitskriterien. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sich der Gesundheitszustand der m&#228;nnlichen Bev&#246;lkerung in 10 Jahren so sehr verschlechtert hat, dass statt 14% pl&#246;tzlich 42% eines Jahrgangs untauglich sind.</p>
<p>Aber wenn man es auf die m&#228;nnlichen Jugendlichen schieben kann, wieso nicht. Ist ja auch viel einfacher als ein bisschen nachzudenken.</p>
<p>Es ist eben nicht mehr so, dass die Wehrpflicht jeden Mann trifft, es ist eben nicht mehr so, dass M&#228;nner und Frauen nicht um die gleichen Stellen konkurrieren, es ist eben nicht so, dass das Arbeitsplatzschutzgesetz f&#252;r Lehrstellenabsolventen einen Schutz darstellt, es ist eben nicht mehr so, dass Personalverantwortliche und Firmenchefs die Erf&#252;llung der &#8220;B&#252;rger-&#8221;pflicht Wehrdienst honorieren.</p>
<p>Von zwei Auszubildenden mit &#228;hnlicher Qualifikation wird der weiterbesch&#228;ftigt, der mit der Ausmusterung winken kann, wer weiss denn bei der chaotischen Planung im KWEA denn schon genau, wann der tauglich Gemusterte innerhalb der n&#228;chsten 3 Jahre und einer Vorlaufzeit von 6 Wochen f&#252;r 9 Monate verschwindet, um Marder-Ersatzteile in der Pampa zu bewachen?</p>
<p>Ihr gesamtes Leben haben diese Jugendlichen vorgelebt bekommen, dass Effizienz und marktwirtschaftliches Handeln gefordert sind. Jetzt setzen sie dieses Wissen mal praktisch ein.</p>
<p>Man sollte bei allem nicht vergessen, dass es sich bei diesen Menschen nicht um zynische Altpolitiker handelt, die sich seit Jahrzehnten auf der &#246;ffentlichen B&#252;hne und in konspirativen Hinterzimmern rumtreiben, sondern in der allermeisten F&#228;llen um Jugendliche, die &#252;ber sehr wenig Lebenserfahrung verf&#252;gen.</p>
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		<title>Unmut</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 11:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Informationstechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Unmut]]></category>
		<category><![CDATA[autovermietung]]></category>
		<category><![CDATA[billigflieger]]></category>
		<category><![CDATA[intransparenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Autovermieter, vor allem liebe europcar ich finde es ja toll, dass ihr anhand der IP rausbekommt, dass ich momentan in der Schweiz sitze. Ich f&#228;nde es trotzdem hilfreich, wenn ich ein Auto auch in der W&#228;hrung EUR buchen k&#246;nnte. Kann ja so schwer eigentlich nicht sein. Mir extra einen deutschen Proxy einzurichten, nur um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Autovermieter, vor allem liebe europcar</p>
<p>ich finde es ja toll, dass ihr anhand der IP rausbekommt, dass ich momentan in der Schweiz sitze.</p>
<p>Ich f&#228;nde es trotzdem hilfreich, wenn ich ein Auto auch in der W&#228;hrung EUR buchen k&#246;nnte. Kann ja so schwer eigentlich nicht sein.</p>
<p>Mir extra einen deutschen Proxy einzurichten, nur um bei Euch in EUR buchen zu d&#252;rfen, hiesse Euch zuviel der Ehre zu erweisen.</p>
<p>Und wo ich schon dabei bin:</p>
<p>Liebe germanwings,</p>
<p>nur, weil jemand einen Flug von Z&#252;rich nach Bonn bucht, heisst das nicht automatisch, dass er auch in Schweizer Franken bezahlen will. Und da ihr bei Bezahlung mit W&#228;hrung ungleich EUR nur Kreditkartenbezahlung akzeptiert, hat derjenige, der das Pech hat, keine schweizer Kreditkarte zu besitzen auch noch zus&#228;tzliche W&#228;hrungsgeb&#252;hren, einmal ganz davon abgesehen, dass ich ansonsten per &#220;berweisung h&#228;tte zahlen k&#246;nnen und ihr mir jetzt zus&#228;tzlich 14 CHF Transaktionsgeb&#252;hren (f&#252;r die Kreditkarte) berechnet.</p>
<p>Warum es teilweise billiger ist, einfach 4 Fl&#252;ge mit dem &#8220;richtigen Startflughafen zu buchen (2x Bonn-Z&#252;rich-Bonn) und dann 2 verfallen zu lassen, als 2 Fl&#252;ge mit dem &#8220;falschen&#8221; Startflughafen, weiss wohl auch nur der, der auch die ganzen VielfliegerBonusmeilenSenatorCard-Berechnungen nachts um halbdrei und aus dem Tiefschlaf geweckt fehlerfrei erkl&#228;ren kann. Ich kann es nicht. Dummerweise seid ihr trotz all dieser Sper&#228;nzchen (kann sein, dass das ein badisches Idiom ist) billiger als alle anderen, weshalb ich trotzdem mit Euch fliege.</p>
<p>So, und zum Schluss noch:</p>
<p>Liebe deutsche Bahn,</p>
<p>ich weiss ja, dass ihr Mehrwertsteuer auf die Betriebstoffe bezahlen m&#252;sst, was bei den Billigfliegern nicht der Fall ist und ich weiss auch, dass ihr den Herrn Mehdorn weiterzahlen m&#252;sst, obwohl er doch gar nicht mehr f&#252;r Euch arbeitet. Dass ihr allerdings den Fluggesellschaften nur das v&#246;llig intransparente Buchungssystem abgeschaut habt und nicht die niedrigen Preise, heisst, auf halbem Wege stehenzubleiben. Gerne w&#252;rde ich mit dem Zug fahren, aber wenn mich ein Ticket das doppelte wie 2 Fl&#252;ge kostet, dann folge ich eher meinem &#246;konomischen denn meinem &#246;kologischen Gewissen.</p>
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