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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; Jusos</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>Das Bewusstsein bestimmt das zu Sein habende</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 11:41:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[baden-württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[bildungschancen]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 27. M&#228;rz 2011 sind Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg. Die Jusos laufen sich schon mal warm, allerdings habe ich bei manchen Aussagen meine Probleme, sie mit der Realit&#228;t in Einklang zu bringen. Zum Beispiel hier: Die Bildungspolitik ist die Kernkompetenz der Landespolitik. Auf diesem Feld hat die schwarz-gelbe Landesregierung in Baden-W&#252;rttemberg seit Jahrzehnten den Stillstand organisiert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. M&#228;rz 2011 sind Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg.</p>
<p>Die Jusos laufen sich schon mal warm, allerdings habe ich bei manchen Aussagen meine Probleme, sie mit der Realit&#228;t in Einklang zu bringen.</p>
<p>Zum Beispiel <a title="spd blog ba-w&#252;" href="http://blog.spd-bw.de/2010/07/27/klare-alternative-in-der-bildungspolitik/" target="_blank">hier</a>:</p>
<blockquote>
<p>Die Bildungspolitik ist die Kernkompetenz der Landespolitik. Auf diesem Feld hat die schwarz-gelbe Landesregierung in Baden-W&#252;rttemberg seit Jahrzehnten den Stillstand organisiert. [..]</p>
<p>Die LehrerInnen und Sch&#252;lerInnen, die Studierenden und ProfesorInnen, die BetreuerInnen und jungen Eltern w&#252;nschen sich einen Aufbruch und einen Wandel in der Bildungspolitik im Land.</p>
</blockquote>
<p>Aufbruch wovon?</p>
<p>Zum Beispiel von der eklatant hohen Quote von Schulabbrechern in Baden-W&#252;rttemberg?</p>
<p align="center"><img alt="schulabgaenger-ohne-hauptschulabschluss" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/schulabgaenger-ohne-hauptschulabschluss.png" width="695" height="454" /></p>
<p align="right">(Quelle: <a title="Statistisches Landesamt" href="http://www.statistik-bw.de/Veroeffentl/806210001.pdf" target="_blank">Statistisches Landesamt</a>)</p>
<p>Oder vielleicht von der exorbitant hohen Quote von jugendlichen Arbeitslosen?</p>
<p align="center"><img alt="jugendarbeitslosigkeit-baden-wuerttemberg" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/jugendarbeitslosigkeit-baden-wuerttemberg.png" width="695" height="454" /></p>
<p align="right">(Quelle: s.o.)</p>
<p>Vielleicht liegt es aber auch am skandal&#246;s niedrigen Anteil von MINT-Absolventen an baden-w&#252;rttembergischen Hochschulen?</p>
<p align="center"><img alt="mint-absolventen-baden-wuerttemberg" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/mint-absolventen-baden-wuerttemberg.png" width="695" height="454" /></p>
<p align="right">(Quelle: s. o.)</p>
<p>Es l&#228;uft im baden-w&#252;rttembergischen Bildungs-System sicherlich nicht alles rund.</p>
<p>Wie man aber auf &#8220;jahrzehntelangen Stillstand&#8221; kommt, erschliesst sich wohl nur, wenn das Bewusstsein, dass CDU und FDP nie im Leben ein gutes Bildungssystem auf die Beine stellen k&#246;nnen, daf&#252;r sorgt, dass man die Realit&#228;t durch eine dunkelgraue Brille sieht. Oder um Pippi Langstrumpf zu zitieren: &#8220;ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gef&#228;llt&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jusos, Logik und Statistik</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[stromproduktion]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine immer wieder lesenswerte Seite ist das Blog der Landes-SPD Baden-W&#252;rttemberg. Heute findet sich dort unter dem Titel &#8220;Stroml&#252;cke ist an &#220;berproduktion verstorben&#8221; ein Beitrag der stellvertrenden Juso-Vorsitzenden Baden-W&#252;rttembergs. Nun belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, dass Deutschland mit 9 Millionen Kilowattstunden den h&#246;chsten Produktions&#252;berschuss in seiner Geschichte an Strom erzielt hat. Kurz: Es wurden 6,7 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine immer wieder lesenswerte Seite ist das <a title="SPD Baden-W&#252;rttemberg" href="http://blog.spd-bw.de/2010/07/20/stromlucke-ist-an-uberproduktion-verstorben" target="_blank">Blog der Landes-SPD Baden-W&#252;rttemberg</a>.</p>
<p>Heute findet sich dort unter dem Titel &#8220;Stroml&#252;cke ist an &#220;berproduktion verstorben&#8221; ein Beitrag der stellvertrenden Juso-Vorsitzenden Baden-W&#252;rttembergs.</p>
<blockquote>
<p>Nun belegen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen, dass Deutschland mit 9 Millionen Kilowattstunden den h&#246;chsten Produktions&#252;berschuss in seiner Geschichte an Strom erzielt hat. Kurz: Es wurden 6,7 Prozent mehr Strom erzeugt als verbraucht.  [..] W&#252;rde man eine ausgeglichene Bilanz erreichen wollen, k&#246;nnte man sechs weitere Atommeiler sofort vom Netz nehmen, ohne, dass eine einzige Kilowattstunde fehlen w&#252;rde.</p>
</blockquote>
<p>Ja, genau. Und wenn ich meinen linken Fuss in kochendes Wasser stelle und den rechten Fuss in Trockeneis, habe ich die gem&#252;tliche Durchschnittstemperatur von 22° C. Warum jammern.</p>
<p>Viel interessanter als die Menge der &#220;berproduktion w&#228;re die Dauer der &#220;berproduktion. Es gibt im Sommer durchaus windstille N&#228;chte, im Winter Zeiten fast leerer Flu&#223;l&#228;ufe, &#8230;</p>
<p>Es kann ja durchaus sein, dass wir in Deutschland generell eine &#220;berproduktion an Strom haben, aber mit den obigen Zahlen kann man das nicht belegen.</p>
<p>Man k&#246;nnte sich beispielsweise die Stromb&#246;rse in Leipzig als Ausgangspunkt nehmen und sich die Strompreise grafisch anzeigen lassen. Da findet man dann grosse Preisunterschiede. Zum Beispiel im <a title="stromb&#246;rse" href="http://www.eex.com/de/Marktdaten/Handelsdaten/Strom/Intraday%20|%20Spotmarkt/Intraday%20Chart%20|%20Spotmarkt/spot-intra-chart/2010-07-20/1d" target="_blank">2-Tageschart vom 20.07.2010</a>. Gestern Nachmittag kostete die MWh durchschnittlich 35 €, Heute Nacht waren es 55 €. Es gibt auch gr&#246;ssere Schwankungen. Letztes Jahr im Dezember musste man pro MWh fast 25 € bezahlen, damit man seinen Strom jemandem &#252;berlassen durfte, im Oktober gab es Zeiten, in denen man pro MWh &#252;ber 75 € bekommen hat.  </p>
<p>Damit h&#228;tte man zwar auch keinen lupenreinen Nachweis, aber man h&#228;tte zumindest mal ein Indiz mit dem man weiterarbeiten kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>np: Santana &#8211; put your lights on</p>
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		<title>Kompetenz bei den Jusos</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 19:06:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsspeicherung]]></category>
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		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[sinnentnehmendes Lesen]]></category>
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		<description><![CDATA[&#220;ber die F&#228;higkeiten von Juso-Vorstandsmitgliedern, Steuern und Sozialversicherungsbeitr&#228;ge auseinanderzuhalten, hatte ich bereits hier und dort ein wenig geschrieben. Dass eine Promotionsstudentin und Inhaberin des 2. Staatsexamens im Fachgebiet Jura (Frau Drohsel) und ein Diplom-Politologe (Herr B&#246;hning) es nicht schaffen, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bez&#252;glich der Vorratsdatenspeicherung sinnentnehmend zu lesen, macht mich dann aber schon ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber die F&#228;higkeiten von Juso-Vorstandsmitgliedern, Steuern und Sozialversicherungsbeitr&#228;ge auseinanderzuhalten, hatte ich bereits hier und dort ein wenig geschrieben.</p>
<p>Dass eine Promotionsstudentin und Inhaberin des 2. Staatsexamens im Fachgebiet Jura (Frau Drohsel) und ein Diplom-Politologe (Herr B&#246;hning) es nicht schaffen, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts bez&#252;glich der Vorratsdatenspeicherung sinnentnehmend zu lesen, macht mich dann aber schon ein wenig betroffen. Bei den Jusos ist zu <a href="http://www.jusos.de/pressemitteilung/2010/03/02/vorratsdatenspeicherung-endlich-gestoppt" target="_blank">lesen</a>:</p>
<blockquote><p>Der Sprecher des Gespr&#228;chskreises Netzpolitik beim SPD-Parteivorstand <strong>Bj&#246;rn B&#246;hning</strong> und die Juso-Bundesvorsitzende <strong>Franziska Drohsel</strong> begr&#252;&#223;en das heute ergangene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Speicherung von Telekommunikationsdaten:</p>
<p>Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellt eindeutig fest: Daten d&#252;rfen nicht auf Vorrat gespeichert werden.</p>
</blockquote>
<p>Vielleicht findet sich ja jemand, der den beiden mal erkl&#228;rt, was das BVerfG in<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.html" target="_blank">1 BvR 256/08</a> gemeint hat, als es ziemlich weit oben geschrieben hat</p>
<blockquote><p>Eine sechsmonatige, vorsorglich anlasslose Speicherung von Telekommunikationsverkehrsdaten durch private Diensteanbieter[..] ist mit Art. 10 GG nicht schlechthin unvereinbar;</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Was vom Lohne &#252;brig blieb</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/07/01/was-vom-lohne-uebrig-blieb/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 08:16:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Nettoquote]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Moment wird in diversen blogs kontrovers &#252;ber Steuersenkungen, Erh&#246;hungen, (gebrochene) Wahlversprechen, das politische&#160; Mittel von null und zwei (es scheint drei zu sein) und die Staatsverschuldung diskutiert. Dort wird wie &#252;blich viel Wahres aber auch viel Schrott geschrieben. Da ich im Gegensatz zu Frau Kraft von der SPD in NRW &#252;ber gen&#252;gend Webspace verf&#252;ge, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Moment wird in diversen blogs kontrovers &#252;ber Steuersenkungen, Erh&#246;hungen, (gebrochene) Wahlversprechen, das politische&nbsp; Mittel von null und zwei (es scheint drei zu sein) und die Staatsverschuldung diskutiert.</p>
<p>Dort wird wie &#252;blich viel Wahres aber auch viel Schrott geschrieben. Da ich im Gegensatz zu Frau Kraft von der SPD in NRW &#252;ber gen&#252;gend Webspace verf&#252;ge, m&#246;chte ich diesen nutzen, die Steuer- und Abgabenthematik aus der Perspektive eines Lohnempf&#228;ngers und dessen Arbeitgebers zu betrachten.</p>
<p>Nehmen wir mal an, es gibt da einen kleinen chemischen Betrieb, der sich auf Feinchemikalien spezialisiert hat. Dieser Betrieb hat im Jahr 2008 einen guten Umsatz und Gewinn gemacht, weshalb der Chef am Ende des Jahres den Mitarbeitern eine zus&#228;tzliche Gratifikation auszahlen will. Da sich alle f&#252;r den Erfolg der Firma eingesetzt haben, m&#246;chte er jedem Mitarbeiter die gleiche Summe bezahlen und kommt auf einen Betrag von 2&#8217;000 EUR, der pro Person zur Verf&#252;gung steht.</p>
<p>Da Gratifikationen Lohnbestandteil sind und deshalb sozialversicherungspflichtig, muss von diesen 2&#8217;000 EUR auch der Arbeitgeberanteil an gesetzlicher Renten-, Arbeitslosen,- Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Beitrag an die Berufsgenossenschaft entrichtet werden.</p>
<p>Wenn man das alles abzieht, kommt man auf eine Bruttogratifikation von 1&#8217;650 EUR, die auf dem Lohnzettel ausgewiesen wird.</p>
<p>Der Chemiker, der ein Jahres-Einkommen von 40&#8217;000 EUR hatte, muss nun 41&#8217;650 EUR versteuern.</p>
<p>Von den insgesamt 2&#8217;010 EUR Gratifikation (die die Firma zahlen muss) gehen:</p>
<ul>
<li>
<div>328,34 EUR an die Deutsche Rentenversicherung</div>
</li>
<li>
<div>54,44 EUR an die Bundesagentur f&#252;r Arbeit</div>
</li>
<li>
<div>36,29 EUR an die Pflegeversicherung</div>
</li>
<li>
<div>270,59 EUR an die AOK Saarland</div>
</li>
<li>
<div>19,80 EUR an die Berufsgenossenschaft Chemie</div>
</li>
<li>
<div>591,84 EUR an das Finanzministerium</div>
</li>
<li>
<div>708,84 EUR an den Angestellten</div>
</li>
</ul>
<p>und das ganze in grafischer Form</p>
<p align="center"><img src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote.png" mce_src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote.png" alt="nettoquote" width="663" height="409"></p>
<p>Nat&#252;rlich bekommt er f&#252;r die vielen Sozialabgaben auch eine Gegenleistung.</p>
<ul>
<li>In der gesetzlichen Rentenversicherung erh&#228;lt er 0,055 Beitragspunkte, was momentan einer zus&#228;tzlichen Brutto-Rente von 1,47 EUR entspricht. Gut, da geht dann noch die halbe Krankenversicherung ab und die komplette Pflegeversicherung, steuerpflichtig wird die Rente auch voll sein, wenn er sie mal bekommt und wenn er schon mit 62 geht, werden auch noch 18% abgezogen. Aber selbst dann wird seine Einzahlung (einen Grenzsteuersatz von 25% unterstellt) f&#252;r eine Nettorentenerh&#246;hung von 78 Cent sorgen. Schon nach 34 Jahren, wird sich die Einzahlung amortisiert haben. Daf&#252;r muss er gerade mal 96 Jahre alt werden.</li>
<li>In der Arbeitslosenversicherung erh&#246;ht sich sein monatliches Arbeitslosengeld um 34,11 EUR. Allerdings nur, wenn er innerhalb des Jahres 2009 arbeitslos wird. Sollte es der Firma zuerst ein wenig schlechter gehen, bevor sie insolvent wird oder betriebsbedingt k&#252;ndigen muss, ist das Geld weg (also nicht wirklich weg, aber es entsteht dann keine Gegenleistung).</li>
<li>Die Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung sind nicht vom Beitrag abh&#228;ngig. Da die maximale H&#246;he der Zuzahlungen an seinen Bruttolohn gekoppelt ist, wird er allerdings &#8211; wenn er Pech hat &#8211; 33 EUR mehr an Praxisgeb&#252;hr, Medikamentenzuzahlungen und Krankenhausbezahlung leisten m&#252;ssen.</li>
</ul>
<p>Man soll nicht immer fragen, was der Staat f&#252;r einen tun kann, aber ich finde, bei einer Nettoquote von 35,3% wird man es zumindest einmal tun d&#252;rfen.</p>
<p>Und jetzt noch ein kleiner Exkurs f&#252;r die Jusos, die das mit der Steuer und den Abgaben nicht so recht trennen k&#246;nnen.</p>
<p>Beim Hausmeister, der vorher ein Jahresbrutto von 16&#8217;000 EUR hatte sieht das ganze so aus:</p>
<p align="center"><img src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote2.png" mce_src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote2.png" alt="nettoquote2" width="663" height="409"></p>
<p>Und bei der Laborleiterin, die vorher 70&#8217;000 EUR Jahresgehalt hatte, ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p align="center"><img src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote3.png" mce_src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/nettoquote3.png" alt="nettoquote3" width="663" height="409"></p>
<p>So, vor dem kommentieren kurz nachdenken <img src='http://blog.markus-ritter.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Als kleine Anregung: die Schaubilder beziehen sich jeweils auf die zus&#228;tzlichen Lohnkosten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Ist-Situation im Steuerrecht bei Ehepaaren</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/06/22/die-ist-situation-im-steuerrecht-bei-ehepaaren/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 16:01:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ehegattensplitting]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgel&#246;st durch einen kurzen Twitter-Schlagabtausch (140 Buchstaben k&#246;nnen so wenig sein), folgt an dieser Stelle eine kurze Darstellung der Ist-Situation bei Ehepaaren und Familien im Steuer- und Abgabenrecht. Folgende Ausf&#252;hrungen beziehen sich ausschliesslich auf Einkommen aus unselbst&#228;ndiger Arbeit. F&#252;r die ganzen anderen Einkommensarten stimmt untenstehendes teilweise nicht ganz, teilweise gar nicht. Manche Sachen habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgel&#246;st durch einen kurzen Twitter-Schlagabtausch (140 Buchstaben k&#246;nnen so wenig sein), folgt an dieser Stelle eine kurze Darstellung der Ist-Situation bei Ehepaaren und Familien im Steuer- und Abgabenrecht.</p>
<p>Folgende Ausf&#252;hrungen beziehen sich ausschliesslich auf Einkommen aus unselbst&#228;ndiger Arbeit. F&#252;r die ganzen anderen Einkommensarten stimmt untenstehendes teilweise nicht ganz, teilweise gar nicht. Manche Sachen habe ich vereinfacht, da finden sich dann in eckingen Klammern [] ein wenig Erl&#228;uterungen.</p>
<p>Fangen wir mit dem einfachen an, den Steuern.</p>
<p>In Deutschland gibt es ungeachtet der diversen Lohnsteuerklassen nur zwei Steuertarife:</p>
<ul>
<li>Die <a title="Grundtabelle" href="https://www.abgabenrechner.de/uebersicht_ekst/tarifhist_estbel_gt.pdf" target="_blank">Grundtabelle</a>, nach der alle Alleinstehenden und nicht zusammen veranlagten Ehepaare versteuert werden</li>
<li>die <a title="Splittingtabelle" href="https://www.abgabenrechner.de/uebersicht_ekst/tarifhist_estbel_st.pdf" target="_blank">Splittingtabelle</a> nach der alle zusammen veranlagten Ehepaare versteuert werden.</li>
</ul>
<p>Zwischen diesen Tabellen gibt es einen einfachen Zusammenhang: Wenn man das zu versteuernde Einkommen aus der Splittingtabelle halbiert und diesen Wert in der Grundtabelle heraussucht, kommt man genau auf den halben Einkommensteuerbetrag der Splittingtabelle.</p>
<p>Als Beispiel: Das zu versteuernde Einkommen der Familie M&#252;ller (welches sich aus dem Einkommen von Herrn und Frau M&#252;ller zusammensetzt, minus diverser Abz&#252;ge) betrug im Jahr 2009 90&#8217;000 EUR. Daf&#252;r musste die Familie M&#252;ller 21&#8217;932 EUR Einkommensteuer bezahlen.</p>
<p>Wenn man die Steuerlast f&#252;r 45&#8217;000 EUR (die H&#228;lfte des Familieneinkommens) in der Grundtabelle  anschaut, findet man dort eine Steuerlast von 10&#8217;966 EUR. Verdoppelt man diesen Betrag, kommt man genau auf die 21&#8217;932 EUR, die die Familie M&#252;ller zahlen muss.</p>
<p>Zwei Singles, Herr Meier und die mit ihm zusammenlebende Frau Schulz, die jeweils 45&#8217;000 EUR verdienen, zahlen zusammen genau soviel Steuern wie das Ehepaar M&#252;ller, welches &#252;ber das gleiche Einkommen verf&#252;gt.</p>
<p>Was jetzt den Kritikern des Ehegattensplittings nicht gef&#228;llt ist die Tatsache, dass es anders als bei den Singles Meier und Schulz bei den M&#252;llers v&#246;llig egal ist, wie sich das Einkommen auf die beiden verteilt. Ob jetzt beide jeweils 45&#8217;000 EUR zu versteuerndes Einkommen haben, oder Frau M&#252;ller 60&#8217;000 EUR und Herr M&#252;ller 30&#8217;000 EUR, oder Herr M&#252;ller 90&#8217;000 EUR und Frau M&#252;ller nichts, &#228;ndert an der Steuerlast f&#252;r das Ehepaar gar nichts [Ich weiss, dass Frau M&#252;ller ohne Einkommen keine Werbungskostenpauschale hat und verschiedene Vorsorgepauschalen gedeckelt sind].</p>
<p>Das ist so, weil man das Ehepaar M&#252;ller im Vergleich zu den Lebensabschnittsgef&#228;hrten Meier und Schulz als ein Steuersubjekt ansieht und davon ausgeht, dass es eine Kasse gibt, und sich die Eheleute gegen&#252;ber voll unterhaltspflichtig sind. Dass man das bei Meier und Schulz &#252;ber sogenannte Bedarfs-, Verantwortungs- oder Einstehensgemeinschaften ebenfalls finigeren will und zwar dann, wenn einer der beiden staatliche Leistungen erhalten w&#252;rde, empfinde ich im &#252;brigen als einen Mi&#223;stand. Aber die Tatsache, dass sich der Staat da aus der Verantwortung ziehen will (solange es gut l&#228;uft zahlt ihr viele Steuern, wenn es schlecht l&#228;uft m&#252;sst ihr f&#252;reinander einstehen ohne daf&#252;r entsprechend entlastet zu werden), sollte man nicht dem Ehegattensplitting als Nachteil anrechnen.</p>
<p>Ein weiterer Punkt, der den Kritikern des Ehegattensplittings mi&#223;f&#228;llt, ist die Tatsache, dass es die Lohnsteuerklassen III und V gibt. Die Einkommensteuer ist eine Jahressteuer, die der Arbeitgeber monatlich vom Lohn einbeh&#228;lt und an das Finanzamt &#252;berweist. Erst nachdem das Jahr beendet ist, findet die echte Berechnung der Steuerlast statt, alles vorher waren prinzipiell sowas wie Abschlagszahlungen.</p>
<p>F&#252;r Singles gilt: Wer das ganze Jahr &#252;ber hindurch gleichm&#228;&#223;ig verdient hat, wird am Ende weder nachzahlen noch etwas herausbekommen. Wer aber z.B. sein Studium beendet hat und erst im September eine Stelle angetreten hat, oder wer im August arbeitslos wurde und erst im neuen Jahr die n&#228;chste Stelle angetreten hat, bekommt in aller Regel eine Steuererstattung [da kommt es dann noch darauf an, ob die Firma einen internen Lohnsteuerjahresausgleich gemacht hat oder nicht. In ersterem Fall gibt's schon im Dezember ein h&#246;heres Nettogehalt, im zweiten Fall muss man selbst einen machen].</p>
<p>F&#252;r Verheiratete gilt: Was bei Singles relativ einfach machbar ist, funktioniert bei Verheirateten in der jetzigen Situation nur begrenzt. Zwei Menschen verdienen vermutlich unterschiedlich viel und der Arbeitgeber dieser beiden Menschen, der die Lohnsteuer an das Finanzamt abf&#252;hren muss, weiss nicht, wie viel oder wie wenig oder ob &#252;berhaupt der Partner des Angestellten verdient. Die einfache Variante ist, einfach beide w&#228;hrend des Jahres wie Singles zu versteuern und dann am Ende zu schauen, wieviel Steuern bezahlt werden m&#252;ssen. Das gibt es bereits in Form der Lohnsteuerklasse IV. Beide Ehepartner sind in dieser Lohnsteuerklasse und der Arbeitgeber f&#252;hrt genau den gleichen Steuerbetrag ab, wie bei einem Ledigen in der Lohnsteuerklasse I.</p>
<p>F&#252;r manche Familien f&#252;hrte das am Ende des Jahres zu einer sehr grossen Steuerr&#252;ckzahlung. Wenn man unser Ehepaar M&#252;ller nimmt, in dem Frau M&#252;ller die Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin des elterlichen mittelst&#228;ndischen Betriebs ist und sich Herr M&#252;ller mehr f&#252;r die sch&#246;nen K&#252;nste interessiert und schon seit 7 Jahren an seinem Erstlingswerk herumschnitzt, dann w&#252;rde Frau M&#252;ller w&#228;hrend des Jahres in Lohnsteuerklasse IV insgesamt 29&#8217;736 EUR Lohnsteuer zahlen, um dann bei der Einkommensteuererkl&#228;rung 7&#8217;782 EUR Steuer zur&#252;ckerstattet zu bekommen. Die Familie hat also jeweils pro Monat fast 650 EUR Steuern zuviel bezahlt.</p>
<p>Um die R&#252;ckerstattungen auf ein ertr&#228;gliches Ma&#223; zu senken, ist der Gesetzgeber auf die Idee gekommen, die Kombination III/V einzuf&#252;hren. Bei dieser Kombination wird derjenige in Lohnsteuerklasse III so behandelt, als g&#228;be es kein zweites Einkommen. Man nimmt also (gedanklich) sein Einkommen, halbiert es, schaut nach dem Steuertarif, verdoppelt diesen und zieht das Ergebnis von seinem Lohn ab. Ein Einverdiener-Ehepaar, bei dem der Verdiener in Lohnsteuerklasse III ist (was die Regel sein d&#252;rfte), bekommt am Ende des Jahres weder eine R&#252;ckzahlung, noch m&#252;ssen sie etwas nachzahlen.</p>
<p>Was bei einem Verdiener recht gut funktioniert, geht dann beim zweiten Einkommen schief. Der Splittingtarif ist schon komplett beim Vielverdiener geb&#252;ndelt, was soll man also dem geringer Verdienenden an Steuer abziehen, wenn man doch gar nicht weiss, was der Vielverdiener hat?</p>
<p><strong>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</strong></p>
<p><strong>WICHTIG WICHTIG WICHTIG</strong></p>
<p>Ab hier findet ein Schwenk von zu versteuerndem Einkommen hin zum Einkommen statt, weil man sich nicht mehr in den 2 Grundtarifen bewegt.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Wenn man sich  die Lohnsteuertabelle f&#252;r die Klasse V anschaut, dann stellt man fest, dass es da kein Existenzminimum gibt. Schon bei 5&#8217;000 EUR Jahreseinkommen werden 571 EUR Einkommensteuer f&#228;llig. Die Steuern sind nicht v&#246;llig aus der Luft gegriffen, aber auch nicht einfach in Worte zu fassen. Ich m&#246;chte an dieser Stelle das Gesetz zitieren:</p>
<blockquote><p>§ 39b II S. 6 EStG</p>
<p>In den Steuerklassen V und VI ist die Jahreslohnsteuer zu berechnen, die sich aus dem Zweifachen des Unterschiedsbetrags zwischen dem Steuerbetrag f&#252;r das Eineinviertelfache und dem Steuerbetrag f&#252;r das Dreiviertelfache des zu versteuernden Jahresbetrags nach § 32a Abs. 1 ergibt; die Jahreslohnsteuer betr&#228;gt jedoch mindestens 14 Prozent des Jahresbetrags, f&#252;r den 9 225 Euro &#252;bersteigenden Teil des Jahresbetrags h&#246;chstens 42 Prozent und f&#252;r den 26 276 Euro &#252;bersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags jeweils 42 Prozent sowie f&#252;r den 200 320 Euro &#252;bersteigenden Teil des zu versteuernden Jahresbetrags jeweils 45 Prozent.</p></blockquote>
<p>Das verstehen nur wenige und die dahinter stehenden &#220;berlegungen versteht vermutlich keiner mehr. Vielleicht hat man irgendwelche Statistiken ausgewertet und ist zum Schlu&#223; gekommen, dass das am wenigsten Nachzahlungen und R&#252;ckerstattungen bewirkt.</p>
<p>So. Und jetzt wenden die Kritiker des Ehegattensplittings ein, dass man damit die Leistung des geringer Verdienenden marginalisiert, weil von seinem Brutto-Monatsverdienst in H&#246;he von 1&#8217;500 EUR gerade mal 801,54 EUR &#252;brigbleiben. Der Meinung kann man durchaus sein und interessanterweise schafft die Lohnsteuerklasse V auch Allianzen, die f&#252;r gew&#246;hnlich nicht oder als Letzte genannt werden, wenn man frei 2 Parteien des Bundestags zusammenf&#252;hren soll.</p>
<p>Sowohl die Linke als auch die FDP haben jeweils einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der die Abschaffung der Lohnsteuerklassenkombination III/V zum Inhalt hatte. (Es geht, ich kann wirklich Linke und FDP in einem Satz schreiben, ohne dass die Tastatur implodiert).</p>
<p>In der Tat birgt die Lohnsteuerklassenwahl III/V einige Ungerechtigkeiten (die aber grunds&#228;tzlich nichts mit dem Ehegattensplitting zu tun haben).</p>
<p>Die H&#246;he von Lohnersatzleistungen h&#228;ngt ma&#223;geblich vom Bruttogehalt und der gew&#228;hlten Lohnsteuerklasse ab. Lohnersatzleistungen sind so Dinge wie</p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>Arbeitslosengeld I</div>
</li>
<li>
<div>Mutterschaftsgeld</div>
</li>
<li>
<div>Elterngeld</div>
</li>
<li>
<div>Krankengeld</div>
</li>
</ul>
<p>Ausserdem wirkt sich die Lohnsteuerklasse auf das Gehalt in der Altersteilzeit aus. Aber das f&#252;hrt hier jetzt wirklich zu weit <img src='http://blog.markus-ritter.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>W&#228;hrend man zuviel bezahlte Steuern am Ende des Jahres wieder bekommt, werden die geringeren Auszahlungen bei den Lohnersatzleistungen nicht kompensiert [ein wenig schon, da es sich um steuerfreie Leistungen handelt, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen].</p>
<p>Diese Ungerechtigkeit k&#246;nnte man abschaffen, in dem man beispielsweise f&#252;r das Arbeitslosengeld einfach <a title="sgb 3" href="http://bundesrecht.juris.de/sgb_3/__133.html" target="_blank">§ 133 I Nr. 2 SGB III </a> &#228;ndert und als Bemessungsgrundlage die Lohnsteuerklasse I nimmt. Oder man l&#228;sst das pauschalieren ganz sein und zieht die Steuer wirklich ab, so dass sie am Ende des Jahres ganz normal in die Einkommensteuererkl&#228;rung einfliesst (so machen das zum Beispiel die Schweizer). Das w&#252;rde nat&#252;rlich einen Geldflu&#223; von der Bundesagentur f&#252;r Arbeit zum Finanzminister bedeuten, aber da fliesst eh schon viel Geld in unterschiedliche Richtungen.</p>
<p>Diese Ungerechtigkeiten haben allerdings grunds&#228;tzlich nichts mit dem Ehegattensplitting zu tun, sondern mit der Steuerklassenwahl.</p>
<p>Liest bis hier noch jemand mit? Falls ja, mach ich morgen weiter, wenn ich einen Kommentar unter dem Beitrag finde <img src='http://blog.markus-ritter.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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