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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; Mindestlohn</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>wenn Arbeitnehmer acht Stunden am Tag arbeiten, sollen sie davon leben k&#246;nnen</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2011/10/31/wenn-arbeitnehmer-acht-stunden-am-tag-arbeiten-sollen-sie-davon-leben-konnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 09:29:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Das klingt erst einmal so richtig, dass man automatisch in die Defensive geht, wenn man Widerworte gibt. Ich will es trotzdem versuchen. F&#252;r T&#228;tigkeiten, die momentan unter einem (wie auch immer gearteten) Mindestlohn liegen, gibt es nach Einf&#252;hrung des selben 3 M&#246;glichkeiten: Die Arbeitgeber zahlen die h&#246;heren L&#246;hne aus ihrer Gewinnmarge, die Preise bleiben gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt erst einmal so richtig, dass man automatisch in die Defensive geht, wenn man Widerworte gibt. Ich will es trotzdem versuchen.</p>
<p>F&#252;r T&#228;tigkeiten, die momentan unter einem (wie auch immer gearteten) Mindestlohn liegen, gibt es nach Einf&#252;hrung des selben 3 M&#246;glichkeiten:</p>
<ol>
<li>Die Arbeitgeber zahlen die h&#246;heren L&#246;hne aus ihrer Gewinnmarge, die Preise bleiben gleich</li>
<li>Die Preise f&#252;r verschiedene T&#228;tigkeiten steigen</li>
<li>Die T&#228;tigkeiten werden regul&#228;r nicht mehr angeboten und verschwinden in die Schattenwirtschaft</li>
</ol>
<p>Artikelrecycling vom Februar 2010:</p>
<p><strong>Mindestlohn von der anderen Seite</strong></p>
<p>Nehmen wir mal an, ich wollte mich mit einer Agentur f&#252;r haushaltsnahe Dienstleistungen selbst&#228;ndig machen. In einer alternden Gesellschaft scheint das ein Boom-Markt zu sein. Den Bedarf sch&#228;tze ich auf mindestens 10 Vollzeitkr&#228;fte ein.</p>
<p>Meinen Mitarbeitern zahle ich den (geforderten) gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 EUR/h.</p>
<p>Was muss ich jetzt den Auftraggebern verrechnen, also der Oma, die f&#252;r 2 Stunden pro Woche eine Haushaltshilfe braucht, oder dem Ehepaar, das f&#252;r einen Kinobesuch einen Babysitter ben&#246;tigt?</p>
<p>Ein Stundenlohn von 7,50 EUR ergibt einen Monatslohn von 1&#8217;260 EUR und einen Jahresarbeitslohn von 15&#8217;120 EUR. Dazu kommen noch die Arbeitgeberanteile in den Sozialversicherungen und der Berufsgenossenschaft, und ich bin bei 18&#8217;200 EUR.</p>
<p>F&#252;r Planung, Telefondienst, Aquise, Abrechnungen etc. rechne ich einen 11. Mitarbeiter ein, der ebenfalls den Mindestlohn bekommt. Da ich diesen Mitarbeiter nirgendwo abrechnen kann, schlage ich ihn anteilsm&#228;ssig auf die &#252;brigen Mitarbeiter drauf (ich will ja nachher wissen, zum welchem Preis ich die Dienstleistung anbieten kann). Dann bin ich bei 20&#8217;020 EUR.</p>
<p>Ein B&#252;ro f&#252;r den Mitarbeiter, der sich um die Administration k&#252;mmert, w&#228;re nicht schlecht. Ich kann ja weder verlangen, dass er das von zuhause aus macht, noch m&#246;chte ich die betreffende Person auf Dauer in meinem Wohnzimmer sitzen haben. Niedrig gesch&#228;tzt sind das ca. 700 EUR pro Monat inkl. Strom und Telefon. Sonstige Verbrauchskosten (Papier, Toner, Ordner etc.) rechne ich mit 100 EUR ein. Die B&#252;roausstattung lease ich (der Einfachheit halbe, damit ich jetzt nicht auch noch mit Abschreibungen, Zinsen etc. rechnen muss) f&#252;r 200 EUR pro Monat. Die m&#252;ssen auch erwirtschaftet werden. Pro Person, die ich einem Kunden verrechnen kann, sind wir dann bei 1&#8217;200 EUR pro Jahr.</p>
<p>Werbung sollte ich vielleicht auch machen, damit die Leute auch wissen, was ich anbiete. Amtsbl&#228;ttle (ja, die werden bei uns in Oberschwaben noch gelesen), Visitenkarten f&#252;r den Stand im Einkaufszentrum, Flyer. Vorsichtig gesch&#228;tzt bin ich dann bei ca. 6&#8217;000 EUR pro Jahr (500 EUR pro Monat hat man schneller weg, als man denkt). Das macht dann pro verrechenbarem Mitarbeiter 600 EUR.</p>
<p>Jetzt bin ich bei 21&#8217;820 EUR, die ein Mitarbeiter erwirtschaften muss. Da habe ich selbst noch keinen Cent verdient, habe keine R&#252;cklagen gebildet, und noch keine grossen Anschaffungen get&#228;tigt (zum Beispiel Firmenwagen, damit die Haushaltshilfe nicht mit dem Privat-PKW von Auftraggeber zu Auftraggeber fahren muss).</p>
<p>Fast h&#228;tte ich noch Herrn Sch&#228;uble vergessen, ich biete ja f&#252;r nicht vorsteuerabzugsberechtigten Endkunden an. Herr Sch&#228;uble will 4&#8217;146 EUR von mir haben.</p>
<p>Das bedeutet, dass ich dem Kunden pro Haushaltshilfe und Jahr 26&#8217;000 EUR in Rechnung stellen muss.</p>
<p>Bei gesch&#228;tzten 1&#8217;700 Arbeitsstunden (365 Tage minus 104 Tage Wochenende minus 25 Tage Urlaub minus 7 Feiertage, die nicht auf ein Wochenende fallen minus 10 Krankheitstage) bin ich dann bei 15,30 EUR/h.</p>
<p>Wie begehrt ich bei Eltern bin, die dem Babysitter f&#252;r ihren Kinobesuch 70 EUR bezahlen m&#252;ssen, oder bei der r&#252;stigen Rentnerin, die beim Fensterputzen etc. ein bisschen Hilfe braucht und die f&#252;r die 2 Stunden pro Woche am Ende des Monats inkl. Fahrzeit (laut BAG sind Fahrzeiten im Pflegedienst Arbeitszeit) 180 EUR von ihrer sp&#228;rlichen Rente &#252;berweisen soll, weiss ich auch noch nicht. Aber angeblich sind ja alle f&#252;r den Mindestlohn, dann sollten sie auch bereit sein, ihn selbst zu bezahlen.</p>
<p>In dieser Aufstellung fehlen viele Dinge, die typischerweise auch noch anfallen. Alles eingenommene Geld wird entweder an die Angestellten, das Finanzamt, die Sozialversicherungen oder f&#252;r notwendige Sachausstattung ausgegeben. Kein fetter, fauler Kapitalist stopft sich die Taschen voll.</p>
<p><strong>Seitenwechsel</strong></p>
<p>Wir schauen, was beim Angestellten &#252;brig bleibt. Aus 1&#8217;260 EUR Bruttolohn werden 947 EUR Nettolohn. Von den 26&#8217;000 EUR, die ich dem Kunden in Rechnung stellen muss, bleiben dem, der die eigentliche Arbeit erledigt gerade mal 11&#8217;364 EUR, ca. 43,7%.</p>
<p><strong>Ich habe gelernt, man soll L&#246;sungen anbieten<br />
</strong></p>
<p>Meines Erachtens kommt in der Diskussion um den Mindestlohn ein Punkt viel zu kurz: Was wird von dem Geld, das ein Arbeitnehmer erwirtschaftet hat, alles abgezogen, bevor es als Nettolohn in seiner Tasche landet.</p>
<p>Dieser Batzen ist meines Erachtens zu hoch. Gerade im personalintensiven Bereich wird zu viel weggesteuert, ohne das ein konkreter Nutzen f&#252;r den Arbeitnehmer bleibt (was dann eine Rolle spielt, wenn es sich &#252;berlegt, k&#252;nftig auf Rechnungen zu verzichten.)</p>
<ul>
<li>Mit den 3&#8217;009 EUR j&#228;hrliche Zahlung in die gesetzliche Rentenversicherung, erreicht der Arbeitnehmer nicht einmal Grundsicherungsniveau.</li>
<li>Mit den 420 EUR j&#228;hrliche Zahlung an die gesetzliche Arbeitslosenversicherung kommt der Arbeitnehmer im Falle der Arbeitslosigkeit nicht &#252;ber ALG-II-Niveau.</li>
<li>Zu den 2&#8217;256 EUR j&#228;hrliche Zahlung an die gesetzliche Krankenversicherung kommen noch Praxisgeb&#252;hr, Medikamentenzuzahlungen und bis zu 151 EUR Zusatzbeitrag.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>ich kann nicht anders Teil I</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2010/02/12/ich-kann-nicht-anders-teil-i/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 10:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[alg-ii]]></category>
		<category><![CDATA[hartz-iv]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Berechnung der ALG-II-Leistungen und den Reaktionen darauf, kann ich mich einiger Kommentare nicht enthalten. Ich hab&#8217;s versucht, ich hab&#8217;s wirklich versucht, aber wenn ich z.B. in der Welt so etwas lese: Zwar wollen die meisten F&#252;rsorgeempf&#228;nger sicherlich gerne arbeiten &#8211; doch nur zu einem Lohn, der ihr Transfereinkommen &#252;bersteigt. Einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Urteil des Bundesverfassungsgericht zur Berechnung der ALG-II-Leistungen und den Reaktionen darauf, kann ich mich einiger Kommentare nicht enthalten. Ich hab&#8217;s versucht, ich hab&#8217;s wirklich versucht, aber wenn ich z.B. in der Welt so etwas lese:</p>
<blockquote>
<p>Zwar wollen die meisten F&#252;rsorgeempf&#228;nger sicherlich gerne arbeiten &#8211; doch nur zu einem Lohn, der ihr Transfereinkommen &#252;bersteigt. Einen solchen Job aber d&#252;rften viele der Langzeitarbeitslosen auf dem regul&#228;ren Arbeitsmarkt nicht bekommen. Hartz IV belohnt somit die Nichtteilhabe am Arbeitsmarkt, statt die Menschen zur Selbsthilfe zu animieren.</p>
</blockquote>
<p>kann ich einfach nicht anders. W&#252;rde der Absatz aus der Welt stimmen, g&#228;be es keine Friseurinnen, Wachsch&#252;tzer, M&#252;llm&#228;nner, Verk&#228;ufer bei Schlecker, niemandem im Hotel &amp; Gastst&#228;ttengewerbe, es g&#228;be keine Geb&#228;udereiniger und Hilfskr&#228;fte im Pflegebereich.</p>
<p>Selbst einem entr&#252;ckten WELT-Redakteuer sollte aufgefallen sein, dass ihm immer noch jemand die Haare schneidet, er in der Wirtschaft bedient, sein Hotelzimmer t&#228;glich gereinigt, der M&#252;lleimer geleert wird und irgendjemand bei seiner Oma im Pflegeheim die 3,8 Liter-Windel wechselt (letzteres w&#228;re dann mal einen eigenen Beitrag wert).</p>
<p>Woher hat er dann seine Einsichten?</p>
<p>Ich bestreite nicht, dass es Menschen gibt, die es sich mit ALG-II und Schwarzarbeit gem&#252;tlich eingerichtet haben, ich bestreite nur, dass diese Menschen repr&#228;sentativ sind.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mindestlohn von der anderen Seite</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2010/02/10/mindestlohn-von-der-anderen-seite/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 12:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sozialversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgehend vom Urteil des BVerfG zum ALG-II-Satz (1 BVL 1/09) ist die Debatte um den Mindestlohn wieder aufgeflammt. Ich empfehle, das Urteil komplett zu lesen und nicht nur die Leits&#228;tze (so ab Rn. 155 wird&#8217;s dann die H&#246;he betreffend interessant). Da die Bef&#252;rworter des Mindestlohns nur altbekannte Thesen wiederholen, gestehe ich mir das auch zu. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend vom Urteil des BVerfG zum ALG-II-Satz (<a href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/ls20100209_1bvl000109.html" target="_blank">1 BVL 1/09</a>) ist die Debatte um den Mindestlohn wieder <a href="http://rotstehtunsgut.de/2010/02/09/kurz-kommentar-zum-hartz-urteil/" target="_blank">aufgeflammt</a>. Ich empfehle, das Urteil komplett zu lesen und nicht nur die Leits&#228;tze (so ab Rn. 155 wird&#8217;s dann die H&#246;he betreffend interessant).</p>
<p>Da die Bef&#252;rworter des Mindestlohns nur altbekannte Thesen wiederholen, gestehe ich mir das auch zu.</p>
<p><strong>Mindestlohn von der anderen Seite</strong></p>
<p>Nehmen wir mal an, ich wollte mich mit einer Agentur f&#252;r haushaltsnahe Dienstleistungen selbst&#228;ndig machen. Den Bedarf sch&#228;tze ich auf mindestens 10 Vollzeitkr&#228;fte ein.</p>
<p>Meinen Mitarbeitern zahle ich den (geforderten) gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 EUR/h. Was muss ich jetzt den Auftraggebern verrechnen, der Oma, die f&#252;r 2 Stunden pro Woche eine Haushaltshilfe braucht, dem Ehepaar, das f&#252;r einen Kinobesuch einen Babysitter braucht?</p>
<p>Ein Stundenlohn von 7,50 EUR ergibt einen Monatslohn von 1&#8217;260 EUR und einen Jahresarbeitslohn von 15&#8217;120 EUR. Dazu kommen noch die Arbeitgeberanteile in den Sozialversicherungen und der Berufsgenossenschaft, und ich bin bei 18&#8217;200 EUR.</p>
<p>F&#252;r Planung, Telefondienst, Aquise, Abrechnungen etc. rechne ich einen 11. Mitarbeiter ein, der ebenfalls den Mindestlohn bekommt. Da ich diesen Mitarbeiter nirgendwo abrechnen kann, schlage ich ihn anteilsm&#228;ssig auf die &#252;brigen Mitarbeiter drauf (ich will ja nachher wissen, zum welchem Preis ich die Dienstleistung anbieten kann). Dann bin ich bei 20&#8217;020 EUR.</p>
<p>Ein B&#252;ro f&#252;r den Mitarbeiter, der sich um die Administration k&#252;mmert, w&#228;re nicht schlecht. Ich kann ja weder verlangen, dass er das von zuhause aus macht, noch m&#246;chte ich die betreffende Person auf Dauer in meinem Wohnzimmer sitzen haben. Niedrig gesch&#228;tzt sind das ca. 700 EUR pro Monat inkl. Strom und Telefon. Sonstige Verbrauchskosten (Papier, Toner, Ordner etc.) rechne ich mit 100 EUR ein. Die B&#252;roausstattung lease ich (der Einfachheit halbe, damit ich jetzt nicht auch noch mit Abschreibungen, Zinsen etc. rechnen muss) f&#252;r 200 EUR pro Monat. Die m&#252;ssen auch erwirtschaftet werden. Pro Person, die ich einem Kunden verrechnen kann, sind wir dann bei 1&#8217;200 EUR pro Jahr.</p>
<p>Werbung sollte ich vielleicht auch machen, damit die Leute auch wissen, was ich anbiete. Amtsbl&#228;ttle (ja, die werden bei uns in Oberschwaben noch gelesen), Visitenkarten f&#252;r den Stand im Einkaufszentrum, Flyer. Vorsichtig gesch&#228;tzt bin ich dann bei ca. 6&#8217;000 EUR pro Jahr (500 EUR pro Monat hat man schneller weg, als man denkt). Das macht dann pro verrechenbarem Mitarbeiter 600 EUR.</p>
<p>Jetzt bin ich bei 21&#8217;820 EUR, die ein Mitarbeiter erwirtschaften muss. Da habe ich selbst noch keinen Cent verdient, habe keine R&#252;cklagen gebildet, und noch keine grossen Anschaffungen get&#228;tigt (zum Beispiel Firmenwagen, damit die Haushaltshilfe nicht mit dem Privat-PKW von Auftraggeber zu Auftraggeber fahren muss).</p>
<p>Fast h&#228;tte ich noch Herrn Sch&#228;uble vergessen, ich biete ja f&#252;r nicht vorsteuerabzugsberechtigten Endkunden an. Herr Sch&#228;uble will  4&#8217;146 EUR von mir haben.</p>
<p>Das bedeutet, dass ich dem Kunden pro Haushaltshilfe und Jahr 26&#8217;000 EUR in Rechnung stellen muss.</p>
<p>Bei gesch&#228;tzten 1&#8217;700 Arbeitsstunden (365 Tage minus 104 Tage Wochenende minus 25 Tage Urlaub minus 7 Feiertage, die nicht auf ein Wochenende fallen minus 10 Krankheitstage) bin ich dann bei 15,30 EUR/h.</p>
<p>Wie begehrt ich bei Eltern bin, die f&#252;r den Babysitter (f&#252;r den Kinobesuch)  70 EUR bezahlen m&#252;ssen, oder bei der r&#252;stigen Rentnerin, die beim Fensterputzen etc. ein bisschen Hilfe braucht und die f&#252;r die 2 Stunden pro Woche am Ende des Monats inkl. Fahrzeit (laut BAG sind Fahrzeiten im Pflegedienst Arbeitszeit)  180 EUR von ihrer sp&#228;rlichen Rente &#252;berweisen soll, weiss ich auch noch nicht. Aber angeblich sind ja alle f&#252;r den Mindestlohn, dann sollten sie auch bereit sein, ihn selbst zu bezahlen.</p>
<p>In dieser Aufstellung fehlen viele Dinge, die typischerweise auch noch anfallen. Alles eingenommene Geld wird entweder an die Angestellten, das Finanzamt, die Sozialversicherungen oder f&#252;r notwendige Sachausstattung ausgegeben. Kein fetter, fauler Kapitalist stopft sich die Taschen voll.</p>
<p><strong>Seitenwechsel</strong> </p>
<p>Wir schauen, was beim Angestellten &#252;brigbleibt. Aus 1&#8217;260 EUR Bruttolohn werden 947 EUR Nettolohn. Bei 168 Monatsstunden sind das gerade noch 5,64 EUR.</p>
<p align="center"><img alt="mindestlohn2" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/mindestlohn2.png" width="657" height="420" /></p>
<p>Wer jetzt zusammenz&#228;hlt und nicht auf 15,30 EUR kommt, sei kurz darauf hingewiesen, dass der Angestellte w&#228;hrend des Urlaubs, Feiertagen und Krankheit einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung hat. Das sind pro Jahr zwischen 320 und 350 Stunden, die der Angestellte von mir bezahlt wird, ohne dass ich das irgendjemand direkt verrechnen kann.</p>
<p><strong>Und wozu jetzt das alles?</strong></p>
<p>Meines Erachtens kommt in der Diskussion um den Mindestlohn ein Punkt viel zu kurz: Was wird von dem Lohn, den ein Arbeitnehmer erwirtschaftet hat, alles abgezogen, bevor es als Nettolohn in seiner Tasche landet.</p>
<p>Dieser Batzen ist meines Erachtens viel zu gro&#223;. Gerade im personalintensiven Bereich wird zu viel weggesteuert.</p>
<ul>
<li>Mit den 3&#8217;009 EUR j&#228;hrliche Zahlung in die gesetzliche Rentenversicherung, erreicht der Arbeitnehmer nicht einmal Grundsicherungsniveau.</li>
<li>Mit den 420 EUR j&#228;hrliche Zahlung an die gesetzliche Arbeitslosenversicherung kommt der Arbeitnehmer im Falle der Arbeitslosigkeit nicht &#252;ber ALG-II-Niveau.</li>
<li>Zu den 2&#8217;256 EUR j&#228;hrliche Zahlung an die gesetzliche Krankenversicherung kommen noch Praxisgeb&#252;hr, Medikamentenzuzahlungen und bis zu 151 EUR Zusatzbeitrag.</li>
</ul>
<p>Alle die den Begriff &#8216;flat tax&#8217; f&#252;r eine unbedingt bek&#228;mpfenswerte neoliberale Ausgeburt des Teufels halten, haben bei den Sozialversicherungen kein Problem damit, dass sie genau das sind: Eine flat tax, erhoben ab dem 1. EUR Einkommen. Nichts mit sch&#252;tzenswertem Existenzminimum, nichts mit Progression. Von jedem EUR, den der Arbeitgeber bezahlt, fliessen 33 Cent an die Sozialversicherungen. Zu allem &#220;bel ist es auch noch eine flat tax, die bei maximal 66&#8217;000 EUR Einkommen pro Jahr gedeckelt ist.</p>
<p>Was sich wie der feuchte Traum eines schmierigen, arbeitnehmerfressenden, &#252;ber-Leichen-gehenden Grosskapitalisten anh&#246;rt ist in Tat und Wahrheit die Vorstellung der sozialdemokratischen Partei Deutschlands zu den sozialen Sicherungssystemen. Selbst bei der B&#252;rgerversicherung soll es nach Vorstellung der SPD eine Beitragsbemessungsgrenze geben.</p>
<p>Die angedachte Kopfpauschale bei der Krankenversicherung (&#252;ber deren Ausgestaltung man sicherlich streiten kann), w&#252;rde zumindest bewirken, dass der Einkommens-Million&#228;r &#252;ber den Steueranteil auch angemessen an den Gesundheitskosten beteiligt wird. Aber das ist eine andere Geschichte, bzw. ein anderer Beitrag.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Mindestlohn-Debatte</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2009/09/10/mindestlohn-debatte/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 10:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrwertsteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialversicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Mindestlohn-Debatte wird vor der Bundestagswahl von beiden Seiten intensiv gef&#252;hrt. Leider vergisst man meines Erachtens einen wichtigen Punkt: Das Problem ist meiner Ansicht nach n&#228;mlich nicht, dass die Auftraggeber zu wenig bezahlen, das Problem ist, dass zuwenig beim Arbeitnehmer ankommt. Von den 18&#8217;041 EUR, die der Arbeitgeber eines Mindestlohnempf&#228;ngers bezahlen muss (das sind 15&#8217;120 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mindestlohn-Debatte wird vor der Bundestagswahl von beiden Seiten intensiv gef&#252;hrt. Leider vergisst man meines Erachtens einen wichtigen Punkt:</p>
<p>Das Problem ist meiner Ansicht nach n&#228;mlich nicht, dass die Auftraggeber zu wenig bezahlen, das Problem ist, dass zuwenig beim Arbeitnehmer ankommt.</p>
<ul>
<li>Von den 18&#8217;041 EUR, die der Arbeitgeber eines Mindestlohnempf&#228;ngers bezahlen muss (das sind 15&#8217;120 EUR Bruttogehalt und 2&#8217;921 EUR Sozialabgaben, oft als &#8220;Arbeitgeberanteil&#8221; bezeichnet), kommen 11&#8217;297 EUR beim Arbeitnehmer an (Der zahlt n&#228;mlich 3&#8217;096 EUR Sozialversicherung und 727 EUR Steuern).</li>
<li>Wenn es sich um eine Branche aus dem Dienstleistungsbereich f&#252;r Endkunden handelt, muss die Mehrwertsteuer auch vom Arbeitnehmer erwirtschaftet werden. Dann sind wir bei 21&#8217;500 EUR, die in Rechnung gestellt werden m&#252;ssen.</li>
<li>Wenn man davon ausgeht, dass bspw. 10 Haushaltshilfen einen 11. Angestellten bedingen, der sich um Disposition, Buchhaltung etc. k&#252;mmert und der nicht dem Kunden direkt verrechenbar ist, ist man bei 23&#8217;700 EUR.</li>
<li>R&#252;cklagen f&#252;r schlechtere Zeiten sollte die Firma auch bilden k&#246;nnen, ohne dass gleich alle ‘Kapitalistenschwein’ und &#8216;Ausbeuter&#8217; rufen (Das Risiko der Nichtvermittlung soll ja ein unternehmerisches sein und keins des Arbeitnehmers). Dann sind wir vielleicht bei 27&#8217;000 EUR.</li>
</ul>
<p>Noch hat kein Chef Geld gerafft, noch wurden keine „shareholder“ befriedigt.</p>
<p>
Die Jahresarbeitszeit (das ist die Zeit, in der der Arbeitnehmer vom Kunden bezahlt wird) liegt in Deutschland so bei ca. 1&#8217;760 Stunden. Eine Firma kann eine Dienstleistung, v&#246;llig egal, ob es sich dabei um Rasenm&#228;hen, Kinderbetreuung oder K&#252;che putzen handelt f&#252;r nicht weniger als 15,40 EUR ´die Stunde anbieten. Davon sieht dann der M&#228;her, Kinderh&#252;ter, Putzmann gerade noch 5,60 EUR auf dem Lohnzettel.</p>
<p>
Wenn der Mindestlohn kommt, wird vermutlich ein weiterer Teil in die Schwarzarbeit wandern, weil man sich auf 10 EUR einigen wird und man die 200% Overhead „spart“. Die wenigsten glauben, dass dadurch die Oma weniger Rente, das nierenkranke Kind keine Operation oder der arbeitslose Mechaniker weniger ALG bekommt. Das ist so entpersonalisiert, da &#252;berwiegt die Freude 4,60 EUR pro Stunde mehr zu haben, bzw. 5 EUR die Stunde weniger zahlen zu m&#252;ssen. Nicht dass ich das gutheisse, aber man sieht ja jetzt schon, wieviel Handwerkerleistungen auf privaten Baustellen am Wochenende und Abends erbracht werden.</p>
<p>Und wenn jetzt einer mit „ja, aber bei Minijobs ist das doch alles anders“ kommt:<br />
Erstens ist es das nicht sehr und zweitens streben die Verfechter eines Mindestlohns wohl an, dass Menschen in sozialversicherungsplichtigen Arbeitsverh&#228;ltnissen stehen. Oder soll man dank Mindestlohn jetzt 3 Minijobs annehmen m&#252;ssen?</p>
<p>Zum Abschlu&#223; eine kleine Grafik:</p>
<p align="center"><img alt="mindestlohn" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/mindestlohn.png" width="671" height="416" /></p>
<p>F&#252;r Tagesmutter/vater m&#252;ssen Sie den ganzen Kuchen bezahlen. Die Person, die ihre Kinder betreut bekommt davon das hellblaue St&#252;ck links.</p>
<p>Dar&#252;ber wird in der &#246;ffentlichen Diskussion viel zuwenig diskutiert. Dem Mindestlohnempf&#228;nger w&#228;re vermutlich mehr gedient, wenn man ihm statt 39,8% 65% liesse.</p>
<p>Selbst wenn die SPD den Mindeststeuersatz so weit senken w&#252;rde, dass ein Mindestlohnempf&#228;nger keine Einkommensteuer mehr zahlen m&#252;sste (was selbst der SPD zu weit ginge, es geht aktuell um 2% Absenkung im Einstiegsbereich), w&#252;rde die Nettoquote nur auf 40,9% steigen.</p>
<p>[Wer sich jetzt wundert, dass man beim Stundenlohn nur auf 36.4% kommt, sei darauf hingewiesen, dass der Arbeitnehmer w&#228;hrend Urlaub, Feier- und Krankheitstagen in aller Regel sein Gehalt weiterbekommt, was sich nat&#252;rlich auf das Jahresnetto auswirkt. Warum ich trotzdem den Stundenlohn verwende liegt darin begr&#252;ndet, dass es das ist, was der Arbeitnehmer auf seiner Lohnabrechnung sieht.]</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jusos erstaunen mich immer wieder</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 08:20:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Jusos]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>

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		<description><![CDATA[Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende) hat ein Video zur Europawahl gemacht. Darin wird unter anderem ein europ&#228;ischer Mindestlohn gefordert. Was genau der bringen soll, wird leider verschwiegen. Ein Blick in das statistische Jahrbuch 2008 von Eurostat bringt folgendes zu Tage: Die H&#246;he des gesetzlichen Mindestlohns, die bis zu einem gewissen Grad das jeweilige Preisniveau widerspiegelt, ist in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Franziska Drohsel (Juso-Vorsitzende) hat ein <a title="spd" href="http://rotstehtunsgut.de/2009/06/04/am-sonntag-spd-wahlen/" target="_blank">Video</a> zur Europawahl gemacht.</p>
<p>Darin wird unter anderem ein europ&#228;ischer Mindestlohn gefordert. Was genau der bringen soll, wird leider verschwiegen.</p>
<p>Ein Blick in das <a title="eurostat" href="http://www.eds-destatis.de/downloads/publ/KS-CD-07-001-DE-N.pdf" target="_blank">statistische Jahrbuch 2008 von Eurostat</a> bringt folgendes zu Tage:</p>
<ul>
<li>Die H&#246;he des gesetzlichen Mindestlohns, die bis zu einem gewissen Grad das jeweilige Preisniveau widerspiegelt, ist in den Mitgliedstaaten ebenfalls deutlich unterschiedlich; am h&#246;chsten war der monatliche Mindestlohn 2007 in Luxemburg (1 570 EUR), am niedrigsten in Bulgarien und Rum&#228;nien (92 EUR bzw. 121 EUR).</li>
<li>Das relative Preisniveau des Konsums der privaten Haushalte ist in den Mitgliedstaaten deutlich unterschiedlich. Bei einem EU-27-Durchschnitt von 100 lag es 2006 zwischen 44,1 in Bulgarien und 139,4 in D&#228;nemark.</li>
<li>Der Bruttojahresverdienst der Vollzeitbesch&#228;ftigten in Unternehmen mit mindestens zehn Arbeitnehmern betrug 2005 in der EU-27 durchschnitttlich 29 247 EUR; in den Mitgliedstaaten lag er zwischen 47 529 EUR in D&#228;nemark und 1 978 EUR in Bulgarien.</li>
<li>Die Struktur der Arbeitskosten war in den Mitgliedstaaten 2005 relativ unterschiedlich, denn der Arbeitskostenanteil der L&#246;hne und Geh&#228;lter lag zwischen weniger als 70 % in Belgien, Frankreich, Ungarn und Schweden und mehr als 83 % in D&#228;nemark, Zypern, Luxemburg und Malta.</li>
<li>Der Kaufkraftstandard (KKS) erm&#246;glicht bei den Sozialschutzausgaben pro Kopf unter Ber&#252;cksichtigung der unterschiedlichen Preisniveaus L&#228;ndervergleiche ohne Verzerrungen. Somit wurden die h&#246;chsten Sozialschutzausgaben in Luxemburg (49) mit (12 180 KKS pro Kopf) verzeichnet, in Schweden, D&#228;nemark, &#214;sterreich und den Niederlanden lagen die Werte jeweils &#252;ber 8 000 KKS pro Kopf. In den baltischen L&#228;ndern wurde 2004 mit jeweils unter 1 700 KKS am wenigsten f&#252;r den Sozialschutz ausgegeben.</li>
<li>Die Ausgaben f&#252;r Renten erreichten 2004 in der EU-25 12,3 % des BIP, wobei sich Bandbreite bei den Anteilen zwischen 14,7 % in Italien und 4,1 % in Irland bewegte.</li>
<li>Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag im Jahr 2006 in der EU-27 bei 8,2 %. Es gab jedoch weiterhin betr&#228;chtliche Unterschiede zwischen den Arbeitslosenquoten der einzelnen Mitgliedstaaten, wobei die h&#246;chsten Quoten mit 13,4 % bzw. 13,8 % in der Slowakei und in Polen verzeichnet wurden und die niedrigsten Quoten in D&#228;nemark und in den Niederlanden mit 3,9 %.</li>
</ul>
<p>Und dar&#252;ber b&#252;geln wir jetzt einen europ&#228;ischen Mindestlohn. Wo soll der denn liegen? Eher bei den 1&#8217;570 EUR in Luxemburg, oder eher bei den 92 EUR in Rum&#228;nien. Entweder er bringt der Masse der Bev&#246;lkerung nichts, weil er zu niedrig liegt oder er st&#252;rzt die neuhinzugekommenen Mitgliedsl&#228;nder in den Abgrund, weil er den derzeit geltenden Mindestlohn verzehnfacht.</p>
<p>Gut, es passt zur sonstigen Kompetenz der Jusos (<a href="http://blog.markus-ritter.de/2009/05/29/jusos-und-die-kompetenz-im-bundesvorstand/" target="_blank">Vermengung von Steuern mit Sozialabgaben</a>, <a href="http://blog.markus-ritter.de/2009/05/25/jusos-logik-und-gesetzeskenntnis/" target="_blank">Unkenntnis &#252;ber das Steuersystem </a>) aber man muss ja nicht jedes Fettn&#228;pfchen betreten, nur weil es dasteht.</p>
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