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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; Obst</title>
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	<description>Kurioses und Alltägliches</description>
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		<title>Obst, Autos und Banken</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 19:28:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Föderalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[ich hatte hier ja schon mal &#252;ber das Schulobstgesetz berichtet. Deshalb nur in K&#252;rze: Die EU hat ein Programm aufgelegt, welches Schulkinder in der EU mit kostenlosem Obst versorgen soll. Das Programm ist kofinanziert, f&#252;r jeden EUR aus Br&#252;ssel muss das teilnehmende Land ebenfalls einen EUR beisteuern. Deutschland w&#228;re nicht Deutschland, wenn es keinen Streit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte <a title="Schulobst" href="http://blog.markus-ritter.de/2009/06/19/perlen-deutscher-und-europaeischer-gesetzgebung/" target="_blank">hier</a> ja schon mal &#252;ber das Schulobstgesetz berichtet. Deshalb nur in K&#252;rze:</p>
<p>Die EU hat ein Programm aufgelegt, welches Schulkinder in der EU mit kostenlosem Obst versorgen soll. Das Programm ist kofinanziert, f&#252;r jeden EUR aus Br&#252;ssel muss das teilnehmende Land ebenfalls einen EUR beisteuern. Deutschland w&#228;re nicht Deutschland, wenn es keinen Streit darum g&#228;be, wer denn die maximal 20 Millionen EUR f&#252;r das Schuljahr 2009/10 beisteuern muss. Der Bund meint, die L&#228;nder m&#252;ssten (weil das ja irgendwas mit Schule zu tun hat und Kultur ist L&#228;ndersache), die L&#228;nder meinen, der Bund m&#252;sste (weil das sowas wie Absatzf&#246;rderung ist und Absatzf&#246;rderung ist Bundessache), die Konservativen meinen, man k&#246;nnte die Sch&#252;ler bzw. deren Eltern mit zur Kasse bitten, die Linken meinen, damit konterkarierte man das ganze Programm.</p>
<p>Ich m&#246;chte jetzt ja gar nicht damit anfangen, es in abgewrackte alte Autos umzurechnen (8&#8217;000) oder mir zu &#252;berlegen, wie lange man die HRE damit st&#252;tzen k&#246;nnte (ungef&#228;hr anderthalb Minuten), ich kann auch den Streit nicht schlichten, in welche Zust&#228;ndigkeit dieses Schulobstprogramm f&#228;llt. Eines weiss ich allerdings:</p>
<p align="center">ich find&#8217;s peinlich</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Perlen deutscher und europ&#228;ischer Gesetzgebung</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 08:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Unmut]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern wurde im Bundestag ein sehr weitreichendes Gesetz beschlossen, &#252;ber das an anderer Stelle schon viel geschrieben wurde und wird, ich mu&#223; da nicht unbedingt noch mitmachen gem&#228;&#223; dem Motto, dass zwar schon alles gesagt wurde, aber noch nicht von Allen. Mein Blick fiel auf einen ganz anderen Tagesordnungspunkt (der Hobbypsychologe in mir w&#252;rde vermutlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurde im Bundestag ein sehr weitreichendes Gesetz beschlossen, &#252;ber das an anderer Stelle schon viel geschrieben wurde und wird, ich mu&#223; da nicht unbedingt noch mitmachen gem&#228;&#223; dem Motto, dass zwar schon alles gesagt wurde, aber noch nicht von Allen.</p>
<p>Mein Blick fiel auf einen ganz anderen Tagesordnungspunkt (der Hobbypsychologe in mir w&#252;rde vermutlich auf Ersatzhandlung tippen):</p>
<blockquote>
<p>Entwurf eines Gesetzes zur Durchf&#252;hrung gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften &#252;ber das Schulobstprogramm (Schulobstgesetz &#8211; SchulObG)</p>
</blockquote>
<p>Alleine schon der Anwendungsbereich:</p>
<blockquote>
<p>Dieses Gesetz dient der Durchf&#252;hrung der Vorschriften &#252;ber die Gew&#228;hrung einer Beihilfe f&#252;r die Abgabe von Obst und Gem&#252;se, verarbeitetem Obst und Gem&#252;se sowie Bananenerzeugnissen an Kinder [..]</p>
</blockquote>
<p>Sollte ich bisher noch nicht den Eindruck gehabt haben, wie w&#252;rden in einem an den v&#246;llig falschen Stellen (&#252;ber-)regulierten Staat leben, habe ich ihn jetzt.</p>
<p>Eingebracht wurde dieses Gesetz in den Bundesrat und zwar durch Niedersachsen.</p>
<p>Und warum das alles? Damit die armen Kinder aus Prekariatsfamilien ein bisschen mehr Vitamine zu sich nehmen?</p>
<p>Nein, es geht wie so oft um Geld, in diesem Fall um Geld aus Br&#252;ssel.</p>
<blockquote>
<p>Das am 18.12.2008 vom Rat beschlossene europ&#228;ische Schulobstprogramm (Verordnung (EG) Nr. 13/2009) sieht im Wesentlichen die M&#246;glichkeit vor, ab dem Schuljahr 2009/2010 pro Jahr 90 Mio. Euro als Gemeinschaftsbeihilfe f&#252;r neue Schulobstprogramme in den Mitgliedstaaten zur Verf&#252;gung zu stellen.</p>
</blockquote>
<p>Insgesamt 12,5 Millionen EUR davon wollen in Deutschland <del>verbraten</del> ausgegeben werden. Daf&#252;r m&#252;ssen die L&#228;nder dann</p>
<blockquote>
<p>„flankierende Ma&#223;nahmen“ vorsehen, damit die Effizienz des Programms gew&#228;hrleistet wird. Diese (z. B. Informationsmaterialien, Internetauftritt, Veranstaltungen, Besuche auf dem Bauernhof u. &#228;.) sind allein durch die Mitgliedstaaten zu finanzieren.</p>
</blockquote>
<p>Fernab jeden Inhalts findet sich mein pers&#246;nliches Highlight auf Seite 13</p>
<blockquote>
<p><strong>VII. Gleichstellungspolitische Bedeutung</strong><br />
Das Schulobstprogramm hat keine gleichstellungspolitische Bedeutung. Der Obst- und Gem&#252;severzehr soll bei Jungen und M&#228;dchen gleicherma&#223;en gef&#246;rdert werden.</p>
<p><strong>VIII. Gesetzesfolgen<br /></strong>Es ist davon auszugehen, dass durch das EU-Schulobstprogramm eine positive Wirkung auf das Ern&#228;hrungsverhalten von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich des Obst – und Gem&#252;severzehrs bewirkt wird.</p>
</blockquote>
<p>Die glauben das vermutlich wirklich.</p>
<p>Nachlesen kann man das ganze &#252;brigens inklusive Begr&#252;ndung <a title="SchulObG" href="http://dip21.bundestag.de/dip21/brd/2009/0382-09.pdf" target="_blank">hier</a>.</p>
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