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	<title>... und alle Fragen offen? &#187; SPD</title>
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		<title>Landtagswahl in Baden-W&#252;rttemberg: Hoffen und Bangen in Ettlingen und Karlsruhe</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 16:57:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg sind gelaufen. In ganz Baden-W&#252;rttemberg? Nein, in den Wahlkreisen Ettlingen (31) und Karlsruhe II (28) geht das Zittern f&#252;r die SPD-Kandidaten bis zur Sitzung des jeweiligen Kreiswahlausschusses weiter. Der SPD steht ein Sitz zu, den derjenige bekommt, der einen h&#246;heren Anteil der abgegebenen g&#252;ltigen Stimmen auf sich vereinigen kann. Im Wahlkreis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg sind gelaufen. In ganz Baden-W&#252;rttemberg?</p>
<p>Nein, in den Wahlkreisen Ettlingen (31) und Karlsruhe II (28) geht das Zittern f&#252;r die SPD-Kandidaten bis zur Sitzung des jeweiligen Kreiswahlausschusses weiter.</p>
<p>Der SPD steht ein Sitz zu, den derjenige bekommt, der einen h&#246;heren Anteil der abgegebenen g&#252;ltigen Stimmen auf sich vereinigen kann.</p>
<p>Im Wahlkreis Karlsruhe II erreichte Regina Schmidt-K&#252;hner 15&#8217;342 von 61&#8217;197 Stimmen, im Wahlkreis Ettlingen erreichte Frank Mentrup 16&#8217;231 von 64&#8217;741 Stimmen.</p>
<p>In Prozenten sind das 25,06985 gegen&#252;ber 25,07066. Bekommt Frau Schmidt-K&#252;hner bei der Feststellung des endg&#252;ltigen amtlichen Endergebnisses 1 Stimme mehr, dann hat sie 25,071080% (15&#8217;343/61&#8217;198) und w&#252;rde statt Herrn Mentrup in den Landtag einziehen. Werden im Wahlkreis Ettlingen bei der Feststellung des endg&#252;ltigen amtlichen Endergebnisses 3 bislang ung&#252;ltige Stimmen f&#252;r g&#252;ltig erkl&#228;rt (egal f&#252;r welche Partei, nur nicht f&#252;r die SPD), dann hat Herr Mentrup  nur 25,06950% (16&#8217;231/64&#8217;744) der Stimmen erreicht und kommt nicht in den Landtag.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass in Rheinland-Pfalz ganze Wahlurnen aufgetaucht sind, liegt ein Wechsel des SPD-Mandats durchaus im Bereich des M&#246;glichen. Am <del>Freitag </del>wissen die beiden mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<p><strong>[Update]</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer aus der Gegend kommt und wen es interessiert:</p>
<p><em>Der Kreiswahlausschuss kommt am Mittwoch, 30. M&#228;rz, um 15 Uhr im Gro&#223;en  Sitzungssaal des Rathauses am Marktplatz zusammen. Dabei stellen die  Mitglieder unter Vorsitz von Oberb&#252;rgermeister Heinz Fenrich in  &#246;ffentlicher Sitzung das amtliche Endergebnis der Wahl zum 15. Landtag  von Baden-W&#252;rttemberg f&#252;r die Wahlkreise 27 (Karlsruhe I &#8211; Ost) und 28  (Karlsruhe II &#8211; West) fest.</em></p>
<p><del>Auf den Seiten des Landratsamts Karlsruhe habe ich leider keine Informationen zum Kreiswahlausschuss gefunden.</del><em><br />
</em></p>
<p><strong>[/Update]</strong></p>
<hr />
<p><strong>[Update 2]</strong></p>
<p><em>Der Kreiswahlausschuss stellt am 31. M&#228;rz um 10.00 Uhr im Landratsamt  Karlsruhe, 19. OG, Sitzungsraum H 19 02 die endg&#252;ltigen Wahlergebnisse  in den Wahlkreisen 29 Bruchsal, 30 Bretten und 31 Ettlingen fest. Die  Sitzung ist &#246;ffentlich.</em></p>
<p><strong>[Update 2]</strong></p>
<hr />
<p><strong>[Update 3]</strong></p>
<p>Der Kreiswahlausschuss des  Wahlkreises 28 hat das amtliche Endergebnis festgestellt. Regina Schmidt-K&#252;hnert hat 2 zus&#228;tzliche Stimmen geholt und damit 15&#8217;344 Stimmen. Die  insgesamt g&#252;ltigen Stimmen erh&#246;hen sich auf 61&#8217;207 Stimmen. Somit hat  Sie 25,06902% der g&#252;ltigen Stimmen erreicht und ist etwas abgerutscht.</p>
<p>Sobald die Ergebnisse des Wahlkreises 31 vorliegen, gibt es das letzte Update hier.</p>
<p><strong>[/Update 3]</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<hr />
<p><strong>[Update 4]</strong></p>
<p><del>Der Wahlkreises 31 ist ein bisschen tr&#228;ge. Das durch den Kreiswahlausschuss festgestellte Endergebnis ist leider nicht ver&#246;ffentlicht und auf Mails reagiert man nicht so schnell <img src='http://blog.markus-ritter.de/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' /> </del></p>
<p>War zuf&#228;llig einer der Leser anwesend und hat die g&#252;ltigen abgegebenen Stimmen bzw. die Stimmen f&#252;r die SPD im Wahlkreis 31 mitgeschrieben?</p>
<p><strong>[/Update 4]</strong></p>
<hr />
<p><strong>[Update 5]</strong></p>
<p>Danke an den Sachbearbeiter im Landratsamt, der mir soeben per Mail das Ergebnis mitgeteilt hat:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Unser Kreiswahlausschuss hat in diesem Wahlkreis 64.744 g&#252;ltige Stimmen festgestellt, davon 16.232 f&#252;r Herrn Dr. Mentrup.</p>
<p><strong>Das sind dann 25,07105 % der Stimmen, Dr. Mentrup bleibt also vorne.</strong></p>
<p><strong>[/Update 5]</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Landtagswahl in Baden-W&#252;rttemberg: Geteiltes Leid ist halbes Leid :-)</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Mar 2011 20:34:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ba-wü]]></category>
		<category><![CDATA[grüne]]></category>
		<category><![CDATA[landtagswahl]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem sich die Sozialdemokraten trotz ihres bisher schlechtesten Wahlergebnisses in Baden-W&#252;rttemberg freuen wie die Schneek&#246;nige, starte ich den Versuch, ein wenig Wasser in den Wein zu sch&#252;tten. Bei wahlatlas.net bin ich &#252;ber folgende Grafik gestolpert: In 37 von 70 Wahlkreisen liegen die Gr&#252;nen vor der SPD. (Ja, ich weiss, dass auch die FDP ihr schlechtestes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem sich die Sozialdemokraten trotz ihres bisher schlechtesten Wahlergebnisses in Baden-W&#252;rttemberg freuen wie die Schneek&#246;nige, starte ich den Versuch, ein wenig Wasser in den Wein zu sch&#252;tten. Bei <a href="http://wahlatlas.net">wahlatlas.net</a> bin ich &#252;ber folgende Grafik gestolpert:</p>
<p><a href="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/rot-vor-gruen-in-bawue.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-2227" title="rot-vor-gruen-in-bawue" src="http://blog.markus-ritter.de/wp-content/uploads/rot-vor-gruen-in-bawue.png" alt="" width="579" height="616" /></a></p>
<p>In 37 von 70 Wahlkreisen liegen die Gr&#252;nen vor der SPD.</p>
<p>(Ja, ich weiss, dass auch die FDP ihr schlechtestes Ergebnis in Baden-W&#252;rttemberg eingefahren hat).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Familienpolitik, Steuern und der Zusammenhang</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2010/11/25/familienpolitik-steuern-und-der-zusammenhang/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 08:32:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ehegattensplitting]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Steuern]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn mein Lieblings-SPD-Blog etwas &#252;ber mein Lieblingsthema Steuern schreibt, komme ich nicht umhin, das ganze zu kommentieren. Es geht wie so oft um das leidige Thema Gerechtigkeit, dieses Mal um die Kinder von armen und reichen Eltern. Ich habe oft den Verdacht, dass die Jusos das derzeitige Steuersystem nicht ablehnen, sondern dass sie es einfach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn mein <a title="spd" href="http://rotstehtunsgut.de/2010/11/23/kinder-und-familien-fordern/" target="_blank">Lieblings-SPD-Blog</a> etwas &#252;ber mein Lieblingsthema Steuern schreibt, komme ich nicht umhin, das ganze zu kommentieren.</p>
<p>Es geht wie so oft um das leidige Thema Gerechtigkeit, dieses Mal um die Kinder von armen und reichen Eltern.</p>
<p>Ich habe oft den Verdacht, dass die Jusos das derzeitige Steuersystem nicht ablehnen, sondern dass sie es einfach nicht verstanden haben und stattdessen lieber mit gesundem Halbwissen<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2010/11/25/familienpolitik-steuern-und-der-zusammenhang/#footnote_0_2100" id="identifier_0_2100" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ich weiss auch nicht viel mehr">1</a></sup> einen Strohmann aufgebaut haben und auf dem rumdreschen. </p>
<blockquote>
<p>Das hei&#223;t: weg mit den unterschiedlichen Steuervorteilen f&#252;r Kinder je nach Steueraufkommen. Warum sollte eine Gutverdiener-Familie mehr Geld pro Kind bekommen bzw. weniger Steuern bezahlen m&#252;ssen? Das ergibt keinen Sinn.</p>
</blockquote>
<p>Die unterschiedliche Behandlung ergibt dann Sinn, wenn man den Gesamtzusammenhang betrachtet. Die Pr&#228;misse in unserem Steuersystem ist, dass jeder nach seiner wirtschaftlichen Leistungsf&#228;higkeit besteuert wird. Daher haben wir so etwas wie ein steuerfreies Existenzminimum, auch f&#252;r Kinder. Da viele Eltern, so wenig Geld verdienen, dass sich das an ihrer Steuerlast nur marginal auswirkt, hat man das Kindergeld eingef&#252;hrt<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2010/11/25/familienpolitik-steuern-und-der-zusammenhang/#footnote_1_2100" id="identifier_1_2100" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kindergeld ist sowas wie der Zivildienst der Familienf&amp;#246;rderung bzw. ein Beispiel f&amp;#252;r eine der wenigen negativen Steuern, die es in Deutschland gibt">2</a></sup>.</p>
<p>Wenn man m&#246;chte, dass alle Kinder gleichviel bekommen, muss man das steuerfreie Existenzminimum f&#252;r Kinder abschaffen und durch eine direkte F&#246;rderung ersetzen. Prim&#228;r sind dann nicht mehr die Eltern f&#252;r das steuerfreie Existenzminimum der Kinder zust&#228;ndig, sondern der Staat. Das kann man gerne wollen, entspricht aber weder meiner Vorstellung von Elternschaft, noch meiner Vorstellung vom Staat.</p>
<blockquote>
<p>Weg mit den unterschiedlichen Steuervorteilen f&#252;r Kinder je nach Steueraufkommen.</p>
</blockquote>
<p>&#220;berall im Steuerrecht findet sich diese vermeintliche Ungleichbehandlung. Der leitende Angestellte einer Firma bekommt f&#252;r seine Fahrkarte 42% &#252;ber die Steuer zur&#252;ck, der Pf&#246;rtner, der den gleichen Arbeitsweg hat nur 17%. Die Kosten f&#252;r Kinderbetreuung &#8220;bringen&#8221; einem gutverdienenden Menschen erheblich mehr als jemandem, der knapp &#252;ber dem Existenzminimum verdient.</p>
<p>Das ist Ergebnis des Grundsatzes, dass ich von meinen Einnahmen all das abziehen darf, was ich als Ausgaben hatte, um diese Einnahmen &#252;berhaupt erzielen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Deshalb f&#252;r alle noch mal:</p>
<p>Werbungskosten und Steuerfreibetr&#228;ge (z.B. f&#252;r die Kinder) vermindern das zu versteuernde Einkommen und werden deshalb mit dem Grenzsteuersatz wirksam. Wer einen h&#246;heren Steuersatz hat, hat auch einen gr&#246;ssere Steuererstattung.</p>
<p>Man kann nat&#252;rlich auch das Kindergeld soweit erh&#246;hen, dass die Steuerminderung bei 45% genau der H&#246;he des Kindergeldes entspricht. Dann w&#228;ren wir bei einem monatlichen Kindergeldbetrag von 262,80 EUR<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2010/11/25/familienpolitik-steuern-und-der-zusammenhang/#footnote_2_2100" id="identifier_2_2100" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="wer bei wikipedia nach Kinderfreibetrag sucht, findet einen niedrigeren Satz, allerdings hat man dort die &amp;#8220;Reichensteuer&amp;#8221; nicht ber&amp;#252;cksichtigt">3</a></sup> . Das kann man auch gerne machen, allerdings wird es jemanden geben m&#252;ssen, der das ganze bezahlt.</p>
<p>Da ist den Jusos mal wieder das Ehegattensplitting vor die F&#252;sse gefallen und sie haben es dankbar aufgegriffen.</p>
<blockquote>
<p>Die F&#246;rderung der Alleinverdiener-Familie via Ehegattensplitting ist ein Anachronismus und f&#252;hrt zur Abh&#228;ngigkeit der Frau vom Mann. Weg damit.</p>
</blockquote>
<p>Ich mache mir bald eine Gebetsm&#252;hle mit dem Text, dann muss ich nur noch drehen, statt schreiben.</p>
<p>Das Ehegattensplitting f&#246;rdert nicht die Alleinverdiener-Familie. Beim Ehegattensplitting wird ganz allgemein davon ausgegangen, dass es sich bei einem Ehepaar (nicht nur, aber auch) um eine Wirtschaftsgemeinschaft handelt. Man geht davon aus, dass es innerhalb der Partnerschaft egal ist, wer wieviel des verdienten Geldes als Einkommen bezieht, es fliesst in eine gemeinsame Kasse.</p>
<p>Das Ehepaar wird als ein Steuersubjekt angesehen. Die 48-j&#228;hrige Verk&#228;uferin, deren Mann erwerbsunf&#228;hig ist, profitiert genauso vom Ehegattensplitting wie die 32-j&#228;hrige Industriemechanikerin, deren Mann gerade in Elternzeit ist.</p>
<p>Man pr&#252;gelt nat&#252;rlich lieber auf die faul daheimsitzende Million&#228;rsgattin ein, weil man da mehr Zuspruch erwartet. Treffen wird es die aber nur ganz am Rande, falls sie es &#252;berhaupt bemerkt. Bei der Verk&#228;uferin und der Industriemechanikerin w&#228;re ich mir nicht so sicher, dass sie den Wegfall des Ehegattensplittings problemlos verdauen.</p>
<p>Ausfl&#252;sse dieses Gedankens, dass Ehepaare ein Steuersubjekt sind, findet man beispielsweise bei der Anrechnung des Verdienstes des Ehepartners wenn man ALG-II bzw. Grundsicherung beziehen m&#246;chte oder im Versorgungsausgleich nach der Ehe. Auch wenn der nacheheliche Unterhalt immer mehr auf dem R&#252;ckzug ist, ist er eigentlich ebenfalls nur dann m&#246;glich, wenn man schon f&#252;r die Zeit der Ehe ein gemeinsames wirtschaftliches Handeln unterstellt.</p>
<p>Ich h&#228;tte von den Bef&#252;rwortern der Abschaffung des Ehegattensplittings gerne 2 Fragen beantwortet:</p>
<ul dir="ltr">
<li>
<div>Ist eine 4-k&#246;pfige Familie, in der eine Person 50’000 EUR und die andere Person 30’000 EUR pro Jahr verdient, finanziell leistungsf&#228;higer als eine 4-k&#246;pfige Familie, in der beide jeweils 40’000 EUR verdienen?</div>
</li>
<li>
<div>Ist eine 4-k&#246;pfige Famile, in der nur eine Person erwerbst&#228;tig ist und 70’000 EUR pro Jahr verdient genauso leistungsf&#228;hig wie eine alleinstehende Person, die 70’000 EUR pro Jahr verdient?</div>
</li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2100" class="footnote">ich weiss auch nicht viel mehr</li><li id="footnote_1_2100" class="footnote">Kindergeld ist sowas wie der Zivildienst der Familienf&#246;rderung bzw. ein Beispiel f&#252;r eine der wenigen negativen Steuern, die es in Deutschland gibt</li><li id="footnote_2_2100" class="footnote">wer bei wikipedia nach <a title="Kinderfreibetrag" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderfreibetrag" target="_blank">Kinderfreibetrag</a> sucht, findet einen niedrigeren Satz, allerdings hat man dort die &#8220;Reichensteuer&#8221; nicht ber&#252;cksichtigt</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Sehr geehrter Herr Schmid</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2010/11/16/sehr-geehrter-herr-schmid/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Nov 2010 07:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[baden-württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[grundgesetz]]></category>
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		<category><![CDATA[Stuttgart21]]></category>

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		<description><![CDATA[mit einigem Erstaunen habe ich Ihre Pressemitteilung zum Gutachten der Gr&#252;nen-Landtagsfraktion bez&#252;glich der Mitfinanzierung des Landes bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und Stuttgart21 gelesen. Wer sich angesichts der Verl&#228;ngerung der AKW-Laufzeiten ohne Beteiligung1 des Bundesrates zum Gralsh&#252;ter der Verfassung aufschwingt, sollte nicht bei der ersten sich bietenden Gelegenheit, in der diese Verfassung ein anderes Vorgehen vorschreibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>mit einigem Erstaunen habe ich Ihre Pressemitteilung zum Gutachten der Gr&#252;nen-Landtagsfraktion bez&#252;glich der Mitfinanzierung des Landes bei der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und Stuttgart21 gelesen.</p>
<p>Wer sich angesichts der Verl&#228;ngerung der AKW-Laufzeiten ohne Beteiligung<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2010/11/16/sehr-geehrter-herr-schmid/#footnote_0_2094" id="identifier_0_2094" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="genauer: ohne Zustimmungspflicht. Beteiligt ist der bundesrat immer">1</a></sup> des Bundesrates zum Gralsh&#252;ter der Verfassung aufschwingt, sollte nicht bei der ersten sich bietenden Gelegenheit, in der diese Verfassung ein anderes Vorgehen vorschreibt als man das selbst f&#252;r genehm h&#228;lt, alles &#252;ber Bord schmeissen und mit den W&#246;lfen heulen.</p>
<p>Ich weiss nat&#252;rlich, dass alle politischen Parteien nur die Rosinen aus dem Grundgesetz picken und den verbleibenden Rest nach Gutd&#252;nken zerkr&#252;meln. Auch der gr&#252;nen Landtagsfraktion w&#228;re die Beauftragung eines solchen Gutachtens inklusive Pressekonferenz nie eingefallen, wenn es gegen ein Projekt ginge, dem sie positiv gegen&#252;ber eingestellt sind.</p>
<p>Man sollte meines Erachtens aber trotzdem auf den Inhalt eingehen. Davon habe ich in Ihrer <a title="SPD Ba-W&#252;" href="http://www.spd-bw.de/index.php?nr=43331&amp;menu=1" target="_blank">Pressemitteilung</a> nichts gefunden.</p>
<p>Stattdessen lese ich folgende S&#228;tze:</p>
<blockquote><p>Gerade im Rheintal zeigt sich, dass das Land nur dann eine bessere und menschenw&#252;rdigere Planung der Schienenwege erreichen kann, wenn es sich an den Kosten der Bahn beteiligt.</p>
<p>[..]</p>
<p>Das Land kann ja wohl nicht auf diese Vorteile verzichten, nur weil die Gr&#252;nen Stuttgart 21 und die Neubaustrecke verhindern wollen.</p>
</blockquote>
<p>Mit ihrem letzten Satz haben sie recht. Es geht aber auch gar nicht darum, was die Gr&#252;nen wollen. Es geht darum, was im Grundgesetz steht.</p>
<blockquote><p><strong>Art 104a I GG</strong></p>
<p>Der Bund und die L&#228;nder tragen gesondert die Ausgaben, die sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt.</p>
</blockquote>
<p>Es gibt momentan 2 Gutachten (wovon leider nur eines &#246;ffentlich verf&#252;gbar ist), die die Frage der Verfassungskonformit&#228;t der Mitfinanzierung unterschiedlich beurteilen. Das altbekannte: &#8220;2 Juristen, 3 Meinungen&#8221; trifft auch auf diese Frage zu. Wenn ich ihre Charta zur Landtagswahl 2011 ernst nehmen soll</p>
<blockquote><p>Wir f&#252;hren einen Wahlkampf frei von Phrasen, k&#252;nstlichen Bildwelten, Inszenierungen und sonstigen Reklametricks. Wer auf solche Mittel zur&#252;ckgreift, betrachtet die Menschen als manipulierbare Masse – und damit als Stimmvieh</p>
</blockquote>
<p>dann sollten Sie daran arbeiten, das Gutachten zu widerlegen und nicht mit blossen Phrasen darauf einzudreschen.</p>
<p>Wenn das Grundgesetz eine Mischfinanzierung verbietet und man evidente Vorteile in einer Mitfinanzierung von Bundesaufgaben sieht, sollte man versuchen das Grundgesetz zu &#228;ndern. Um mal ein wenig Horst K&#246;hler zu <a title="Bundespr&#228;sidialamt" href="http://www.bundespraesident.de/Journalistenservice/Pressemitteilungen-,11107.633675/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.back=/Journalistenservice/-%2c11107%2c0/Pressemitteilungen.htm%3flink%3dbpr_liste%26link.sTitel%3dflugsicherung" target="_blank">zitieren</a>:</p>
<blockquote><p>Dem Gesetzgeber ist es unbenommen, die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen f&#252;r sein Vorhaben zu schaffen.</p>
</blockquote>
<p>Der Artikel 104a GG steht ja erst seit 1969 im Grundgesetz. Man kann ihn auch wieder daraus entfernen.</p>
<p>Es gilt 2/3 des Bundestages und 2/3 des Bundesrates davon zu &#252;berzeugen, dass dieses Verbot<sup><a href="http://blog.markus-ritter.de/2010/11/16/sehr-geehrter-herr-schmid/#footnote_1_2094" id="identifier_1_2094" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="an seiner generellen Existenz hat wohl auch der Pro-Gutachter keinen Zweifel">2</a></sup> im Grundgesetz &#252;berfl&#252;ssig ist. W&#228;hrend das beim Bundestag vermutlich leichter gelingen wird, werden wohl im Bundesrat bei all den L&#228;ndern Schwierigkeiten bestehen, die die reale Bef&#252;rchtung haben, von den reichen L&#228;ndern abgeh&#228;ngt zu werden, weil sie Bundesaufgaben nicht mitfinanzieren k&#246;nnen, sondern auf die alleinige Finanzierung durch den Bund angewiesen sind.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2094" class="footnote">genauer: ohne Zustimmungspflicht. Beteiligt ist der bundesrat immer</li><li id="footnote_1_2094" class="footnote">an seiner generellen Existenz hat wohl auch der Pro-Gutachter keinen Zweifel</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg &#8211; Und was ist mit der CDU?</title>
		<link>http://blog.markus-ritter.de/2010/08/10/landtagswahlen-in-baden-wuerttemberg-und-was-ist-mit-der-cdu/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 16:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
		<category><![CDATA[baden-württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss zugeben, dass die CDU in diesem Blog bei den Beitr&#228;gen zu den Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg bisher relativ selten vorgekommen ist. Das liegt zum einen daran, dass es in Bezug auf die Mandate eigentlich relativ wenig zur CDU zu schreiben gibt. Wer ein Direktmandat holt (das waren im Jahr 2006 69 Kandidaten bei 70 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass die CDU in diesem Blog bei den Beitr&#228;gen zu den Landtagswahlen in Baden-W&#252;rttemberg bisher relativ selten vorgekommen ist.</p>
<p>Das liegt zum einen daran, dass es in Bezug auf die Mandate eigentlich relativ wenig zur CDU zu schreiben gibt. Wer ein Direktmandat holt (das waren im Jahr 2006 69 Kandidaten bei 70 Wahlkreisen) sitzt im Landtag, wer keines holt, bleibt draussen.</p>
<p>Auch wenn man sich die <a title="Wahlprognose Baden-W&#252;rttemberg" href="http://blog.markus-ritter.de/2010/07/27/landtagswahlen-in-baden-wuerttemberg-wahlprognose/" target="_blank">Wahlprognose</a> von Ende Juli anschaut, &#228;ndert sich da relativ wenig. Zwar verliert die CDU ca. 7%, allerdings profitiert die SPD nicht davon, sondern die Gr&#252;nen.</p>
<p>Wenn man sich den Abstand in den Wahlkreisen anschaut, dann waren die Gr&#252;nen im Jahr 2006 nur in 3 Kreisen zweitst&#228;rkste Kraft.</p>
<p>In aller Regel liegt der Vorsprung des CDU-Kandidaten so deutlich vor dem Kandidaten der Gr&#252;nen, dass sich auch unter der Voraussetzung, dass sich die Wahlprognose vom Juli nicht stark vom Wahlergebnis im M&#228;rz unterscheidet, nur geringe &#196;nderungen ergeben.</p>
<p>Wenn ich jetzt wetten m&#252;sste, welche Wahlkreise n&#228;chstes Jahr an die Gr&#252;nen gehen k&#246;nnten, dann k&#228;men folgende in Betracht (in Klammern der Vorsprung, den der CDU-Kandidat das letzte Mal vor den Gr&#252;nen hatte)</p>
<ul>
<li>Stuttgart I (7,53%)</li>
<li>Heidelberg (13,56%)</li>
<li>Freiburg II (6,13%) </li>
</ul>
<p>In Anbetracht von Stuttgart 21 und der letzten Gemeinderatswahl k&#246;nnte noch ein weiterer Stuttgarter Wahlkreis an die Gr&#252;nen gehen, allerdings m&#252;sste man sich den Wahlkreiszuschnitt genauer anschauen, um sagen zu k&#246;nnen, welcher.</p>
<p>Um die SPD-Anh&#228;nger, die diesen blog lesen nicht zu sehr zu entt&#228;uschen, folgen jetzt noch die Wahlkreise, in denen die CDU weniger als 10% Vorsprung vor der SPD hatte und in denen ein Wahlerfolg f&#252;r den SPD-Kandidaten aufgrund einer schw&#228;chelnden CDU zumindest m&#246;glich ist.</p>
<ul>
<li>Stuttgart I (6,38%) &#8211;&gt; geht aber eher an die Gr&#252;nen</li>
<li>Stuttgart IV (8,30%)</li>
<li>Esslingen (8,72%)</li>
<li>Heidenheim (9,76%)</li>
<li>Karlsruhe I (8,27%)</li>
<li>Karlsruhe II (8,94%)</li>
<li>Mannheim II (9,24%)</li>
<li>Freiburg II (2,11%) &#8211;&gt; geht aber eher an die Gr&#252;nen</li>
<li>L&#246;rrach (6,56%)</li>
</ul>
<p>Das alles sind nur nackte Zahlen. Ein herausragender Kandidat, gleich welcher Partei wird daran vermutlich r&#252;tteln k&#246;nnen.</p>
<p>Es geht um die Tendenz. Und die sieht meines Erachtens f&#252;r die CDU trotz einer Prognose von nur 37% der Stimmen noch so aus, dass 85% aller Wahlkreise gewonnen werden.</p>
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