Da steh ich nun ich armer Tor

meta1

Zwischen diesen Bildern liegen knapp 15 Monate, eine neue Brille, ein paar Niederlagen, ein paar Siege, ein neuer Job, ein Buch, mein innerer Abschied von der Politik, zwei Segelregatten, 8 Discobesuche, 3 Paar Laufschuhe, 3 Halbmarathons, ungefähr 25 Flexi-Bar-Stunden, ein paar Dinge, die ich hier ganz sicher nicht hinschreiben werde und die Erkenntnis, dass ich immer noch keine Ahnung habe, was mich im April letzten Jahres geritten hat, anzufangen.

Ich muss zugeben, dass da oben liest sich schon ein bisschen wie das, was man in einem Bild-der-Frau-Artikel erwarten würde, der die Überschrift „10 sichere Anzeichen, wie Sie die midlife-crisis von ihrem Mann erkennen1“ trägt.

Ich sehe allerdings auf dem linken Bild nicht wirklich unglücklich aus und ich war es auch nicht, zumindest nicht so, dass ich es bewusst wahrgenommen habe.

Vermutlich sollte ich mich einfach freuen und es hinnehmen, aber irgendwie will ich immer noch alles verstehen.

Wenn also irgendjemand eine Idee jenseits der Standarderklärungen hat, immer her damit.

  1. ich habe keine Ahnung, ob in den Redaktionsräumen eines Blattes des Springerverlags die Verwendung des Genitivs noch wertgeschätzt wird, glaube das aber nicht []

03 – 雜碎

Hier sollte eigentlich ein ziemlich langes Traktat über Leitplanken im Leben (eigene und fremde, an die man sich manchmal hält oder auch nicht), über Koordinatensysteme und Umbrüche stehen. Aber irgendwie bekomm ich das gerade nicht hin, ich muss da länger drüber nachdenken.

Oder gar nicht.

Mit dem Video hätte das auch alles nichts zu tun gehabt, bis auf den letzten Satz, in dem es um Tätowierungen gegangen wäre und die Tatsache, dass man sich statt Arschgeweih jetzt gerne mal irgendwas chinesisches auf den Körper stechen lässt, was weit ausserhalb jeglicher meiner Leitplanken liegt1.

Und wenn der Tätowierer dann genau so viel báihuàwén2 kann wie der Gestochene, kann es durchaus passieren, dass man eben nicht Kraft und Stärke auf seinem Oberarm stehen hat, sondern Hühnchen süß-sauer.

Oder eben Chop Suey.

Haut in die Saiten Jungs:

  1. hier setzt dann der alte Text wieder ein []
  2. beziehungsweise wényánwén, man nimmt für so Sachen ja immer Anleihen bei großer Literatur []