Die Sünderin kam laut Kalenderblatt des Deutschlandfunks heute vor 55 Jahren in die Kinos.
Ob der damalige Erzbischof von Köln heute den Fragenkatalog des Innenministeriums von Baden-Württemberg bestehen würde:
Ich erwarte, dass unsere katholischen Männer und Frauen, erst recht unsere gesunde katholische Jugend, in berechtigter Empörung und in christlicher Einmütigkeit die Lichtspieltheater meiden, die unter Missbrauch des Namens der Kunst eine Aufführung bringen, die auf eine Zersetzung der sittlichen Begriffe unseres christlichen Volkes herauskommt.
Das vertrat er nicht etwa in einem Interview sondern liess es von allen Kanzeln seiner Diözese predigen. Die Amtsleiter diverser Ordnungsämter, die Aufführungsverbote erliessen, kämen wohl in die Bredouille, sollten sie erklären, warum man Filme, die dem katholischen Weltbild ein wenig zuwiderlaufen verbieten darf. Aber vermutlich zählt das ebenso zu den erlaubten Mitteln, die der Einzelne anwenden darf, um sich gegen Verletzungen seines Glaubens zu wehren, wie das werfen von Stinkbomben in Kinosälen.
Ach so, wenn es etwas verwundert, um was es eigentlich geht:
Das hier.