35 – Kryptonite

Mal wieder so ein Lied, bei dem ich hauptsächlich unverständige Blicke dafür ernte, Luftgitarre spielend und laut mitsingend durchs Wohnzimmer zu hüpfen.
Irgendwann werden Eltern nun mal peinlich.
Textsichere Eltern ein wenig später, weil nur „lalala“ singend auf der nach unten offenen Peinlichkeitsskala noch etwas tiefer rangiert, aber das rettet einen allerhöchstens 2 Minuten. Wahrscheinlich eher nur 1 Minute und auch nur dann, wenn die Sekunden sehr kurz sind.
Aber wenn ich mir aussuchen kann, ob ich wegen sowas peinlich bin, oder wegen des Mitschunkelns beim Musikantenstadl, entscheide ich mich für ersteres, das macht wenigstens Spaß.

Kommen wir zum Inhalt des Lieds und den Problemen die entstehen, wenn die Kinder den Text verstehen.
Da bekommt man schon mal zu hören, da wäre ein „if“ zuviel in der ersten Zeile des Refrains, die Zeit wäre zumindest in meinem Falle falsch, das müsse simple past sein und nein, er würde das nicht mehr tun, hätte er im übrigen auch noch nie. Dabei wird man dann angeschaut mit einem Blick, der irgendwo zwischen Missbilligung und müdem Lächeln schwankt, während er sich im Hinterkopf vermutlich schon überlegt, wieviel ihn später die Umschläge ans Pflegepersonal kosten werden, weil der Alte mal wieder völlig ausgetickt ist.
Grundsätzlich macht mich sowas ja stolz (also auf meine Kinder), aber vermutlich steige ich doch auf französische Chansons um.

Um noch mal kurz zum Text zurückzukehren. Nicht, dass ich Superkräfte hätte, aber Kryptonit gibt’s trotzdem für mich.

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