Frequenzen für den Deutschlandfunk

Eigentlich ist es im Jahre 15 der Wiedervereinigung peinlich, wenn es immer noch ein Tal der Ahnungslosen gibt, im Falles des Deutschlandfunkes sind es derer allerdings gar viele.
Wenn man sich die Frequenzabdeckung des DLF mal anschaut (z.B. hier, Vorsicht, 270 kb als pdf), dann entdeckt man einen ahnungslosen Südosten Deutschlands, in dem sich zwar jede Menge private und ÖR-Sender tummeln, die das bekannteste aus den 70ern, das abgelutschteste aus den 80ern, die hirnlosesten Remixe der 90er und den Trash der Castingshows von heute senden, aber für einen Sender, der ein wirklich ausgewogenes Programm (und zwar sowohl von den Standpunkten als auch vom Spektrum) macht, scheint es einfach keine freien Frequenzen zu geben. Und so fahre ich des öfteren an der Grenze der Empfangbarkeit durch Oberschwaben und darf mich beschallen lassen, von Sendern, die

eine strikt hit-orientierte Musikauswahl, spektakuläre Gewinnspielaktionen und freche Moderationen

zu ihren Stärken zählen.

Ich will meinen Deutschlandfunk!

Wer hat’s gefunden?

Durch die Presse geistert seit dem letzten Wochenende ein Bericht über ein Fax, dass angeblich vom ägyptischen Aussenminster an die ägyptische Botschaft in London gefaxt worden war, vom schweizerischen Geheimdienst abgefangen wurde und durch (je nach Betrachtungsweise couragiertes Handeln oder Geheimnisverrat) an den Sonntagsblick gelangte, wo es dann veröffentlicht wurde.
Darin heisst es unter anderem:

Die Botschaft hat aus eigenen Quellen erfahren, dass tatsächlich 23 irakische und afghanische Bürger auf dem Stützpunkt Mihail Kogalniceanu in der Nähe der (rumänischen; Anm. d. Red.) Stadt Constanza am Schwarzen Meer verhört wurden. Ähnliche Verhörzentren gibt es in der Ukraine, im Kosovo, in Mazedonien und Bulgarien.

Sind jetzt die Schweizer einfach gute Codeknacker, ist das ganze gefälscht, wollten die Ägypter, dass das ganze ans Licht kommt, haben andere Geheimdienste das Fax auch abgefangen …?

Kalenderblatt 08.01.06

Vor 43 Jahren wurde das Bundesurlaubsgesetz verabschiedet, welches einen Mindestanspruch von 24 Tagen Urlaub beinhaltete.

Während in Deutschland dieser Mindesturlaub keine Rolle mehr spielt, weil über die Tarifverträge meist ein viel höherer Anspruch besteht, würde sich manch ein Schweizer (oder ein nur dort Arbeitender wie ich) über 24 Tage Jahresurlaub freuen, entspräche dies doch einer 20%-igen Erhöhung meines jetzigen Jahresurlaubs.

Kalenderblatt 07.01.06

Vor 23 Jahren löste der damalige Bundespräsident Karl Carstens den 9. Budestag auf und machte damit den Weg frei für Neuwahlen, die Helmut Kohl als Kanzler einer christliberalen Koalition bestätigen sollten.

Obwohl im Grundgesetz eine Selbstauflösung des Bundestages nicht vorgesehen ist, schafften es sowohl Kohl als auch sein Nachfolger Schröder, ihren Willen nach Neuwahlen durchzusetzen. Papier ist eben geduldig.