Manchmal muss man sie einfach nur reden lassen …

… um sie zu entlarven.

Der Vorsitzende des Innenausschusses des Bundestages, Sebastian Edathy, sieht sich vermutlich zuwenig in der Presse und stimmt deshalb ein in den Reigen der „Killer-Spiele“-Verbotsforderer.

Herr Edathy weiss von alleine, dass das rein gar nicht bringen wird, aber er möchte:

ein politisches Zeichen setzen

Die Frage ist doch, wen das interessiert?

Der frustierte 16 bis 18-jährige Jugendliche wird nicht von Herrn Edathys Äusserung hören, und dann spontan von seinen Amoklauf absehen, weil da endlich jemand in der Politik wieder Zeichen setzt. Er wird es vermutlich nicht einmal mitbekommen, weil der zukünftige Amokläufer in der Regel eher selten den Auslassungen von Mitgliedern des Bundestages lauscht und „Killer-Spiele“ sowieso nicht im Laden kauft.
Vielleicht gibt’s aber ein paar Wählerstimmen, weil „des Kaunterschtreik ja voller Blud is un die Jugendlischen zu Killern ausbildet“ oder so ähnlich.

Aber wie steht schon im dritten Buch Mose geschrieben:

Der Politiker soll seine beiden Hände auf die Verkaufsverpackung des Killerspiels legen und über ihm alle Sünden der Gesellschaft, alle ihre Frevel und alle ihre Fehler bekennen. Nachdem er sie so auf die Verkaufsverpackung des Killerspiels geladen hat, soll er es durch Volkes Stimme in die Verbannung treiben lassen und das Killerspiel soll alle ihre Sünden mit sich in die Internetshops ausländischer Anbieter tragen. Er soll sich und das Volk entsühnen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.