Der Mann zeichnet mir aus der Seele, wobei ich Bayern München und Fanclub noch nie als Suchbegriff hatte 🙂
Monat: Januar 2008
Zahl des Tages: 614
Auf 614 EUR belief sich laut statistischem Bundesamt im Jahr 2006 die durchschnittliche Grundsicherung.
Damit man nicht alles ungeprüft glauben muss, was Monitor und die Bundesregierung so von sich geben, kann man einfach selbst nachrechnen.
Die 614 EUR erfährt man wie oben schon verlinkt vom statistischen Bundesamt.
Den aktuellen Rentenwert von 26,27 bekommt man von der deutschen Rentenversicherung.
Die durchschnittliche Grundsicherung entspricht also 23,37 Beitragspunkten.
Wer 24 oder mehr Jahre mehr als 2485 EUR brutto pro Monat verdient, bzw. mehr als 40 Jahre 1491 EUR (da kommt noch Inflation und so’n Zeuchs dazu, für die aktuelle Betrachtung gehts auch ohne), kommt mit seiner gesetzlichen Rente über das Grundsicherungsniveau und darf seine Riester-Rente behalten. Wer weniger verdient oder kürzer, darf seine Riester-Rente zwar auch behalten, bekommt aber im Gegenzug die Grundsicherung gekürzt. Wenn es einen besser verdienenden Ehepartner gab/gibt, ist obige Rechnung hinfällig, ebenso bei einer Betriebsrente, die zur gesetzlichen Rente dazukommt.
Zahl des Tages: 672’724
672’724 Geburten wurden im Jahr 2006 verzeichnet, das sind 123’289 weniger als 10 Jahre zuvor, und 684’580 weniger als 42 Jahre zuvor, dem bisherigen Spitzenreiter was Geburten angeht.
Zahl des Tages: 56
56% aller Deutschen sind gemäß einer Umfrage von inratest-dimap für den ARD-Deutschlandtrend für die Einführung eines generellen Mindestlohns.
Normalerweise habe ich ja zu jedem Thema eine Meinung, allerdings habe ich mir zum mindestlohn noch keine gebildet.
Einerseits finde ich es (da fällt mir jetzt kein Adjektiv ein), dass in Deutschland über 500’000 Menschen einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen und trotzdem noch auf ergänzende ALG-II-Zahlungen angewiesen sind (das heisst auch nicht über dessen Niveau herauskommen),
andererseits ist es mit dem Bruttolohn für den Arbeitgeber ja nicht getan, für einen potenziellen Auftraggeber des Arbeitgebers schon zweimal nicht. Wenn ich mich selbst zitieren darf, dann käme mich bei einem Mindestlohn von 7.50 EUR pro Stunde der Babysitter auf über 70 EUR.
Meine Heimatstadt Achern in einer Bundestagsdrucksache
Und zwar als (Teil-)Inhalt einer kleinen Anfrage der FDP-Fraktion (BT-Drs 16/7560).
Als (Ex-)Bewohner von Achern war mir die Einrichtung eines Eurodistriktes Strassburg-Ortenau völlig unbekannt und eine Kurzumfrage unter den zurückgebliebenen förderte ähnliches zu Tage.
Die Fragen klingen interessant, weshalb sich mir nicht erschliesst, warum das nicht öffentlichkeitswirksamer vorgestellt wurde.
Sobald die Antwort der Bundesregierung vorliegt, werden wir genaueres wissen.