Wieviele Biogasanlagen verträgt Horgenzell?

Wer Milchmädchen mal beim Rechnen zuschauen will, sollte sich das Landwirtschaftsamt in Ravensburg für einen Besuch vormerken.

Ein Bürger meiner Heimatgemeinde Horgenzell hat die Verwaltung gefragt, wieviele Biogasanlagen Horgenzell verträgt. Der Bürgermeister hat das ganze dann an das Landwirtschaftsamt des Landkreises Ravensburg weitergeleitet und von dort folgende Antwort bekommen:

Die Gemeinde hat 3400 Hektar landwirtschaftliche Fläche, davon 200 Hektar Obstanlagen. Verbleiben 3200 Hektar Acker und Grünland. Für die Ernährung der Rinder und Schweine in der Gemeinde sind 2200 Hektar nötig. Die restlichen tausend Hektar könnten zum Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen genutzt werden. Inzwischen sind in Horgenzell Biogasanlagen mit zusammen 620 Kilowatt Leistung genehmigt. Einen Aufschlag von 350 Kilowatt für Erweiterungen eingerechnet, benötigen sie zusammen rund 500 Hektar. Also bleiben weitere 500 Hektar für zukünftige Biogasanlagen.

Schöne Zahlen mit dem Aussagewert Null.

  1. Landwirtschaftliche Betriebe pachten auch Ackerflächen in anderen Gemeinden. Zwischen den Horgenzeller Teilorten Wilhelmskirch und Ringenhausen liegen 11 Kilometer. Der Landwirt, der in Wilhelmskirch seinen Bauernhof hat und in Geratsberg (Ravensburg) ein Feld gepachtet hat, fährt nur 900 Meter. Ähnlich geht es dem Ringenhausener Bauer, der ein Feld in Wilhelmsdorf pachtet. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Bauern, die aus Fronreute, Berg, Deggenhausertal oder Wilhelmsdorf kommen und Horgenzeller Äcker gepachtet haben.
  2. Der Bestand an Rindern und Schweinen ist nicht statisch. In den letzten 10 Jahren ist der Bestand an Rindern um über 20% gesunken, dafür ist der Bestand an Schweinen um 17% gestiegen.
  3. Biogasanlagen müssen nicht zwingend mit Energiepflanzen betrieben werden. Im Münchner Zoo läuft beispielsweise eine Anlage, die mit dem Mist der Zootiere und Futterresten betrieben wird. In der Schweiz werden einige Biogasanlagen mit Küchen- und Gartenabfällen betrieben (kompogas).

Ich finde die Aussage ein wenig gewagt. Hauptsache, man hat ein paar Zahlen präsentiert.

Mehrwertsteuer-Chaos

Wer mal wieder wissen will, welche Waren mit 7% und welche mit 19% Umsatzsteuer belegt sind, kann sich hier ein bisschen an den Kopf langen:

BMF v. 05.08.2004 – IV B 7 -S 7220 – 46/04

Ab und zu wird das dann aktualisiert, wenn z.B. bei getrockneten Schweineohren unterschieden wird, zwischen genießbaren (auch wenn als Tierfutter verwendet) und getrockneten Schweineohren, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind.

Im Jahr 2006 waren übrigens vor dem Bundesfinanzhof 25 Verfahren anhängig, in denen es um die Einstufung von Waren ging. Kein Wunder, wenn man sich z.B. die Eingruppierungen anschaut:

Begünstigt sind [..] Bilderalben, Bilderbücher und Zeichen- oder Malbücher für Kinder (aus Position 4903). Hierzu gehören Bilderalben und Bilderbücher, bei denen die Bilder vorherrschend sind und der Text nur untergeordnete Bedeutung hat und die nach ihrer Beschaffenheit offensichtlich zur Unterhaltung von Kindern bestimmt sind oder dazu dienen, ihnen die Grundlagen des Alphabets oder des Wortschatzes zu vermitteln, z.B. Bilderfibeln und ähnliche Bücher, bewegliche Zieh- und Aufstellbilderbücher, Bilderbücher mit Bildern oder Vorlagen zum Ausschneiden, soweit die zum Ausschneiden bestimmten Teile nur eine nebensächliche Rolle spielen, ebenso Übungshefte für Kinder, die hauptsächlich Bilder mit begleitendem Text enthalten, die mit Schreib- oder anderen Übungen zu ergänzen sind, [..]

Nicht begünstigt sind dagegen Bilderbücher für Kinder, mit Bildern oder Vorlagen zum Ausschneiden, bei denen mehr als die Hälfte der Seiten (einschließlich Umschlag) ganz oder teilweise zum Ausschneiden bestimmt sind, sowie bewegliche Zieh- und Aufstellbilderbücher, die im Wesentlichen Spielzeug darstellen

Ich hasse Windows Vista

Zugegeben, dass ist im Jahr 2009 kein sehr innovativer Blog Beitrag, aber es musste einfach mal raus.

Wie kann es ein Hersteller schaffen, innerhalb von 5 Jahren alles schlechter zu machen, als es vorher war? Das fängt bei der Systemstabilität und den Treibern an, was man teilweise natürlich auch den Geräteherstellern ankreiden muss, geht über Sinnlos – Verbesserungen wie beispielsweise die alternative Ansicht zum Durchblättern von Programmen mit Windows + Tab bis hin zu Produktivitätsbremsen wie dem neuen Explorer und endet (leider noch lange nicht) bei dieser grauenhaften Implementierung der Benutzerkontensteuerung. Keine einzige Neuerung in Vista bietet wirklich mehr Komfort, von ein paar kleineren Dingen, wie der schnelle Zugriff auf Programme über die Windows Taste einmal abgesehen. Wehmütig denke ich da an meine Apple Jahre und Mac OS X zurück, wo jede neue Version von Apple mit nützlichen und schicken Features ausgestattet war, beispielsweise das von Microsoft schlecht kopierte Expose oder die Backupverwaltung. Fast alles war neu hinzukam brachte eine echte Verbesserung mit sich und funktionerte vor allem. Keine Treiber Getthos, keine tausend Reboots, ab und an Mal ein grössere Servicepack oder Sicherheitsupdate, das war es auch schon.

Mein aktueller Unmut kommt von einem frisch eingetroffenen Notebook von HP, welches erst einmal in mehreren Stunden und unzähligen Reboots auf den aktuellen Stand gebracht werden musste. Im Laufe der Installation der Updates verabschiedete sich dann ausgerechnet der Ethernet Port. Von außen war alles in Ordnung (keine Probleme im Geräte Manager, blinkende LED’s, andere Netzwerkkomponenten wie Kabel und Switch funktionstüchtig), nur leider brachte er beginnend beim DHCP keine Verbindungen mehr zu Stande. Unzählige Treiber Updates (Windows Vista, HP, Intel), Reboots und Flüche später funktionierte es dann wieder ohne erkennbaren Grund. Wenn Windows 7, welches sich schon in der Beta Version besser als Windows Vista anfühlt, nicht in Sichtweite wäre, würde ich postwendend zum Produktivitätskönig unter den Betriebssystemen, Windows XP, zurückkehren. Die Stunden, welche ich dank Software Unzulänglichkeiten in das ansonsten recht ansprechende Teil gesteckt habe, übertreffen bei direkter Verrechnung der Stundensätze den Materialwert bereits jetzt um Faktor 1.5. Oder mit anderen Worten: Vista fördert Unproduktivität.

Meine private Windows Vista Odyssee begann übrigens zwei Jahre früher, als mein DELL PC mit einem RAID Festplatten Verbund geliefert wurde, für welchen Intel so defekte Treiber bereitstellte, dass die Festplattenpartitionen innerhalb von ca. 30 Sekunden nach dem ersten Hochfahren korrupt war. Dell leugnete den Vorfall und lies mich unter telefonischer Anleitung eines Inders den halben PC zerlegen, nur um schlussendlich festzustellen, dass man doch keine Lösung anbieten kann. Intel selber brauchte exakt 6 Monate, um dieses „kleine“ Problem mit einem Update des Intel Matrix Storage Managers aus der Welt zu schaffen. Dieser war übrigens auch auf dem neuen Notebook installiert, lies sich aber auf Grund von „Unvorhergesehenen Inkompatiblitäten dankenswerter Weise erst gar nicht starten.

Sagte ich schon, dass ich Windows Vista hasse?

Unmut: Rentenversicherungen

Eigentlich sollte ich mich ja glücklich schätzen, als nicht Sozialversicherungspflichtiger nicht in ein dem Umlageverfahren unterworfenes Rentensystem einzahlen zu müssen, in dem es dank demographischen Wandel im Jahr meines Renteneintritts gar nicht mehr so viel zur Umlage geben wird. (Bzw. schon heute nicht gibt, wenn man sich die astronomischen Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt ansieht.) Ich träume davon, dass dann jeder Erwerbstätige seinen persönlichen Rentner bekommt. Das macht das Ganze dann doch etwas menschlicher und man kann die nächste Rentenerhöhung z.B. in einem fairen und persönlichen Zehnkampf ermitteln. (Ich verlasse mich bezüglich meiner Siegeschancen hierbei voll auf die Überfettung der Gesellschaft. Gehört Sumoringen auch zum Zehnkampf?) Nachdem ich die letzten 2 Monate mit dem Einholen von Angeboten und dem Vergleich der Angebote zugebracht habe, komme ich mir mittlerweile eher vor, als wäre ich vom Regen in die Traufe gekommen.

Ich habe momentan 28 Angebote zur einer Direktversicherung über 210 Euro und einer Rürup Rente über 100 Euro vorliegen. Trotz dieses Aufwandes gestaltet sich ein effektiver Vergleich in der Praxis sehr schwierig. Dies ist auf mehrere Gründe zurückzuführen, von denen ich hier einige nennen will.

Rahmenbedingungen

Einige Versicherer erstellen Angebote mit nach eigenem Gusto auf- oder abgerundeten Beträgen. Zwei gönnten mir den wohlverdienten Ruhestand erst mit 67 statt mit 65 Jahren. Zwei Versicherer stellten mich Beginn des 60. Lebensjahres beitragsfrei. Nicht bei jedem Versicherer gibt es zudem jedes Modell zur Absicherung im Todesfall, die Ablaufleistungen und Garantien unterscheiden sich teilweise bzw. sind nicht verfügbar. Allein auf Grund dieser Mixturen von kleinen oder größeren Abweichungen meiner eigentlich eindeutig formulierten Anfrage ergibt sich ein sehr unklares Bild.

Garantierte Renten und mögliche Ablaufleistungen

Bei den eigentlichen garantierten Renten liegen alle Anbieter relativ gleich auf. Grosse Unterschiede ergeben sich bei fondsgebundenen Policen, da diese teilweise gar nicht, teilweise mit den eingezahlten Beiträgen und teilweise mit einer garantierten Verzinsung abgesichert sind. Es stellt sich hier aber die Frage, warum man sich für eine riskantere Form der Versicherung entscheidet und sich dann recht kostenintensive Absicherungen mit ins Boot holt, welche die zu erhoffende höhere Rendite wieder gegenteilig einschränkt. Bei den möglichen Renten ergibt sich ein verklärtes Bild, da hier Absicherungen im Todesfall sehr unterschiedlich ausfallen und die Berechnungen teilweise doch recht abenteuerlich sind. So rechnet die Cosmos Direkt beispielsweise mit einer möglichen Verzinsung von mehr als 10 Prozent. Zu diesem Zinssatz könnten sie gern mein ganzes Geld haben, leider reden wir hier nur von einem möglichen Zinssatz, der sich bei einem Angebot Mitte 2009 auf Grund einer Berechnung zum Stichtag Anfang 2008 berechnet, wo es den Börsen noch prächtig ging. Überhaupt betritt man ein Gebiet, das fast eine Wissenschaft für sich darstellt, da hier neben Analysen der Vergangenheitswerte auch Zukunftsprognosen notwendig werden. Hierüber orakle ich eventuell ein anderes mal. (Oder gebe der Wirtschaftskrise noch etwas Zeit, die Bücher und Anlagen der Versicherer auf Herz und Nieren zu prüfen.)

Abschlussgebühren

Die Abschlussgebühren müssen seit Juli 2008 bei Lebens- und Rentenversicherungen vom Versicherer ausgewiesen werden. Teils geschieht dies sehr angenehm in einfachen Auflistungen, teils lassen sich die Versicherer hier zu seitenlanger Prosa hinreisen, mindestens ein drittel aller Angebote erreichten mich aber ohne diese Angaben und werden erst bei bzw. kurz vor dem Vertragsabschluss ausgewiesen. Die Ausreden sind meist recht niedlich: „Uh, das lag gerade eben noch hier, aber jetzt ist es weg, die Zentrale hat auch schon zu, ich reiche es nach.“ – Die letzten Worte eines Vertreters von dem ich danach nie mehr etwas gehört habe.

Abschlussgebühren werden meist innerhalb der Laufzeit verrechnet und bewegten sich bei den mir vorliegenden Angeboten für eine Riesterrente von 100 Euro zwischen 271 Euro (Europa, Klassisch) und 2100 Euro (DWS, Fonds). Bei einer Direktversicherung über 210 Euro lagen die Kosten zwischen 660 Euro (Hannoversche Leben, Klassisch) und 3528 Euro (Zürich, Fonds). Wie oben erwähnt unterscheiden sich die Angebote teils recht deutlich in den Leistungen, so dass diese minimalen und maximalen Werte nur der Anschauung dienen.

Daraus lässt sich alleine noch nichts ableiten, da beispielsweise die Fonds der Züricher Versicherung sich in den letzten Jahren und insbesondere seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise um Meilen besser geschlagen haben, als beispielsweise die von der Hannoverschen Leben angebotenen Dachfonds. Was nützen also um fast 80 Prozent niedrigere Abschlusskosten, wenn sich die eingesetzten Produkte in der Praxis bedeutend schlechter Entwickeln als die der Mitbewerber?

Laufende Kosten

Bei Rentenversicherungen fallen nicht zu unterschätzende Laufende Kosten an, welche die Rendite im Falle von klassischen Versicherung relativ niedrig hält und im Falle von Fondsgebundenen Versicherungen merklich einschränkt.

Beispiel klassische Rentenversicherung: Die momentan zugesicherten Ablaufleistungen ergeben Renditen zwischen 1,45 % und 1,95 Prozent. Über 2 Prozent lag keines der Angebote, welche mir vorliegen. Natürlich kann man darauf setzen, dass die Überschüsse wie in der Vergangenheit zur Mehrung des Vermögens führen. Momentan sprudeln diese Überschüsse auch noch erstaunlich stark, aber an der Front der Lebensversicherer zeichnen sich dank der Finanzkrise auch hier erste Risse ab, so dass man nicht mehr davon ausgehen kann, dass zumindest in den nächsten 5 Jahren noch eine durchschnittliche Verzinsung von mehr als 4 Prozent gegeben sein wird. Fällt man auf die Garantieverzinsung zurück, sind Renten- und Lebensversicherungen als Kapitalmaschine relativ unbrauchbar und werden zu schnell von der Inflation geschluckt. Bei einer garantierten Rendite von 1,45 Prozent wird auch recht schnell klar, was bei einer klassische Rentenversicherung an Verwaltungsgebühren geschluckt werden. Hier bieten – lassen wir mal die auf Grund der Leitzinsen aktuelle Extremstellung bei den Zinssätzen außer acht – meist schon Tagesgeldkonten mehr.

Beispiel fondsgebundene Rentenversicherung: Die Risiken einer fondsgebundenen Versicherung sind höher, die Chancen sollten es langfristig auch sein, insbesondere wenn man über einen Sparzeitraum von mehreren Jahrzehnten spricht. Insbesondere bei fondsgebundenen Policen machen sich aber die Gebühren negativ bemerkbar. Ähnlich wie beim direkten Kauf von Fonds werden hier Ausgabeaufschläge fällig, welche beispielsweise im Falle der Hannoverschen Leben abhängig vom gewählten Fonds 4 bis hin zu 6 Prozent betragen, wobei 5 Prozent branchenüblich sind. Dies bedeutet, dass der gekaufte Fondsanteil im ungünstigsten Fall erst einmal wieder um ca. 6,4 Prozent steigen muss, damit der Ursprungswert bei Kauf erreicht wird. Erst ab dann kann man überhaupt von Gewinn sprechen. Hinzu kommen die jährlichen Verwaltungsgebühren für die Fondsanteile, welche sich meist im Rahmen von 1 bis 1,5 Prozent bewegen und je nach Vertrag noch nichts mit den laufenden Verwaltungsgebühren der Versicherungspolice zu tun haben.

Blick über den Tellerrand

Verwaltungsgebühren für die individuellen Fonds werden ebenso wie beim Kauf über die Börse fällig, dort kann man aber bei Wahl eines Online Brokers die geforderten Ausgabeaufschläge um 50% bis 100% drücken und so die Anfangsverluste minimieren. Zudem kommen abhängig vom Anbieter keine weiteren Verwaltungsgebühren hinzu. Praktisch wäre es also möglich, vorausgesetzt man bringt die notwendige Eigeninitiative mit, selbst die langfristige Geldanlage zu organisieren. Ein Vorteil von fondsgebundenen Rentenversicherungen sei aber noch erwähnt: Während sich das Umschichten von Fondsanteilen über normale Broker potentiell Kapital-mindernd auswirkt, da neben Verkaufs- und Kaufgebühren auch wieder erneute Ausgabeaufschläge anfallen, lassen sich Fondsanteile bei fast allen Versicherern ohne weitere Kosten mehrmals jährlich Umschichten. Hinzu kommen steuerliche Faktoren beim Umschichten von Depots (insbesondere Quellensteuer auf Gewinne), welche die Möglichkeiten, die Investments mit steigendem Alter auf entsprechend sicherere Anlagen neu zu verteilen, merklich einschränkt. Ansonsten würde wiederum einiges dafür sprechen, die Vermögensverwaltung in die eigenen Hände zu nehmen und sich erst am Zahltag mit einer Versicherung in Form einer Sofortrente auf die Wette eines langen Lebens einzulassen.

Der eigentliche Grund des Unmuts

Warum also überhaupt eine Rentenversicherung abschließen, wenn diese weder Rendite noch bei der Flexibilität mit klassischen Anlageformen mithalten können? Den Grund liefert einmal mehr der Staat, in dem er Rentenversicherungen gegenüber anderen Anlageformen steuerrechtlich und vermögensrechtlich fördert und die klassischen Methoden der Geldanlage mit der Besteuerung entsprechend schwächt. So sind beispielsweise Rürup Versicherungen Hartz 4 sicher und die Beitragszahlungen sowohl in Rürup als auch Direktversicherungen werden steuerlich subventioniert. Ob sich das Ganze am Ende lohnt ist aber trotzdem ungewiss, da die Erträge beziehungsweise Rentenzahlungen dann im Alter zumindest teilweise wieder versteuert werden müssen und somit dem dann geltenden Steuerrecht unterstellt sind. Ich wage zu bezweifeln, dass sich dieses in den kommenden Jahrzehnten merklich zu Gunsten des Bürgers ändert. (Obwohl mir hier eigentlich die Duckmäusigkeit der Politik zugunsten stimmgewaltiger Altersgruppen Hoffnung machen sollte, sobald ich dieser auch angehören werde.) So wird man unverhofft in die Arme der Versicherer getrieben.

Unmut

Liebe Autovermieter, vor allem liebe europcar

ich finde es ja toll, dass ihr anhand der IP rausbekommt, dass ich momentan in der Schweiz sitze.

Ich fände es trotzdem hilfreich, wenn ich ein Auto auch in der Währung EUR buchen könnte. Kann ja so schwer eigentlich nicht sein.

Mir extra einen deutschen Proxy einzurichten, nur um bei Euch in EUR buchen zu dürfen, hiesse Euch zuviel der Ehre zu erweisen.

Und wo ich schon dabei bin:

Liebe germanwings,

nur, weil jemand einen Flug von Zürich nach Bonn bucht, heisst das nicht automatisch, dass er auch in Schweizer Franken bezahlen will. Und da ihr bei Bezahlung mit Währung ungleich EUR nur Kreditkartenbezahlung akzeptiert, hat derjenige, der das Pech hat, keine schweizer Kreditkarte zu besitzen auch noch zusätzliche Währungsgebühren, einmal ganz davon abgesehen, dass ich ansonsten per Überweisung hätte zahlen können und ihr mir jetzt zusätzlich 14 CHF Transaktionsgebühren (für die Kreditkarte) berechnet.

Warum es teilweise billiger ist, einfach 4 Flüge mit dem „richtigen Startflughafen zu buchen (2x Bonn-Zürich-Bonn) und dann 2 verfallen zu lassen, als 2 Flüge mit dem „falschen“ Startflughafen, weiss wohl auch nur der, der auch die ganzen VielfliegerBonusmeilenSenatorCard-Berechnungen nachts um halbdrei und aus dem Tiefschlaf geweckt fehlerfrei erklären kann. Ich kann es nicht. Dummerweise seid ihr trotz all dieser Speränzchen (kann sein, dass das ein badisches Idiom ist) billiger als alle anderen, weshalb ich trotzdem mit Euch fliege.

So, und zum Schluss noch:

Liebe deutsche Bahn,

ich weiss ja, dass ihr Mehrwertsteuer auf die Betriebstoffe bezahlen müsst, was bei den Billigfliegern nicht der Fall ist und ich weiss auch, dass ihr den Herrn Mehdorn weiterzahlen müsst, obwohl er doch gar nicht mehr für Euch arbeitet. Dass ihr allerdings den Fluggesellschaften nur das völlig intransparente Buchungssystem abgeschaut habt und nicht die niedrigen Preise, heisst, auf halbem Wege stehenzubleiben. Gerne würde ich mit dem Zug fahren, aber wenn mich ein Ticket das doppelte wie 2 Flüge kostet, dann folge ich eher meinem ökonomischen denn meinem ökologischen Gewissen.