Die Arroganz der Macht

während ich für diesen Beitrag hier ein wenig auf den Seiten des Bundestages recherchiere, überkommt mich schon wieder ein Max Liebermann, als ich auf diese Zeilen, niedergelegt auf dem Bundestagsserver, schaue:

Weil ein „MdB“ auch im Wahlkreis keinen Arbeitgeber hat[..] und weil eine Einzelabrechnung aufwendiger wäre, gibt es die Kostenpauschale.

Während man dem Souverän, normalem Stimmvieh, dem einfachen Steuersubjekt seit Jahren die Pauschalen zusammenstreicht, die Finanzämter am liebsten in Echtzeit übermittelte Fahrtenbücher hätten und einen lückenlosen Nachweis der Familienheimfahrten am Wochenende um überhaupt irgendetwas anzuerkennen, während sich die Regierten mit Belegen, Tankquittungen und Nachweisen darüber, dass das gekaufte Buch wirklich der Fortbildung dient herumschlagen müssen, wäre es für einen Volksvertreter zu aufwändig (das ä ist ein Ergebnis der Rechtschreibreform, die hier mal relativ logisch ist, weil aufwändig von Aufwand kommt, aber ich schweife ab), das ganze über Einzelabrechnungen zu erledigen. Da fällt einem natürlich gleich wieder der letzte Satz des BFH ein:

dass die gleichheitswidrig begünstigte Gruppe als Gesetzgeber diese Begünstigung selbst für sich geschaffen ha[t].

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